I. Kurze Geschichte der Kirche St. Korbinian

Vor- und Frühgeschichte des Ortes Unterhaching

Das Hachinger Tal ist uraltes Siedlungsgelände. Aus der Zeit um 1000 v. Chr. sind in Unterhaching ein großes Urnengräberfeld und aus ca. 400 n.Chr. Teile einer Römersiedlung ausgegraben worden. Im Jahr 2004 wurden bei Bauarbeiten in der Gemeinde insgesamt zehn Gräber aus der Zeit um 500 n. Chr. entdeckt(!). Die Funde wurden in einer gemeinsamen Aktion der Archäologischen Staatssammlung und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege restauriert und wissenschaftlich untersucht. Sie werden in der Ausstellung 'Karfunkelstein und Seide' erstmals einem breiten Fachpublikum präsentiert. Die Archäologische Staatssammlung zeigt diese Schätze aus Bayerns Frühzeit in der Lerchenfeldstraße in München. Bajuwarische Stämme wurden etwa im 7. Jh. hier sesshaft. Bei den wenigen Urkunden, die aus dieser Zeit vorhanden sind, wird kein Unterschied zwischen Ober- und Unterhaching (damals meist ,,Heching") gemacht. Man ist allgemein der Ansicht, dass in der Urkunde von 806, in der der Name Haching erstmals auftaucht und in welcher Abt Petto dem Kloster Schäftlarn seinen Besitz in Haching schenkt, die Siedlung Oberhaching gemeint ist.
Der Ort Unterhaching (seinerzeit lateinisch "inferiori hachingen") wird erstmals klar um 1180 in den Steuerbüchern des Bischofs von Freising genannt (mit der Anordnung, dass zwei gemästete Schweine, Gänse und Geflügel abzuliefern sind).

Die Kirchenbaudaten

Sie sind urkundlich nicht belegbar. Verschiedene kunsthistorische Führer sprechen als Erbauungsdatum entweder vom "15. Jh." oder von "1480". Jedoch erlauben die Bau- und Stilelemente, die freigelegten Wandmalereien, die Mauern und die Holzkonstruktionen folgende zeitliche Einordnung (Landesamt Für Denkmalpflege):
Der alte, untere Teil des romanischen Turmes stammt aus der Zeit nach 1300 (typische Chorturmkirche); dazu gehörte ein Langhaus mit (damals) ca. 13 m Länge und einer Holzflachdecke. Um 1460 wurde das Langhaus auf die heutigen 20 m verlängert und mit einem Gewölbe mit gotischen Rippen versehen. Malereifragmente mit der Jahreszahl 1475 bestätigen diese Datierung. Diese Folgerung kann man auch aus dem anlässlich der Außenrenovierung freigelegten, nun vermauerten gotischen Eingangsportal des Verlängerungsteiles ziehen. Auch die um 1470 eingebauten 8 rechteckigen Wandpfeiler, welche teilweise spätgotische Wandmalereien verdecken, sowie die gefundenen Auflageöffnungen für die Deckenbalken belegen das Bestehen einer früheren Holzflachdecke.

,,Niederhäching zu Unserer Lieben Frau"

Der erste urkundliche Nachweis der Kirche ist in der Diözesanmatrikel (= Verzeichnis) von 1315 enthalten. Dort wird sie als Filialkirche der Pfarrei Oberhaching mit Begräbnisrecht aufgeführt (Deutinger): Die älteren Matrikel des Bistums Freising, III. Band, München 1850, 5. 210). Urkundlich überliefert ist uns weiterhin, dass Pfarrer Starchl von Oberhaching am 8. Januar 1436 ,,zu unseren lieben Frauen Kirchen zu Niedernhachingen und zu Iren Ern (Ehren) ein Ewige dagliche Frumeß gestifft‘ hat d. h.  dem ersten Beneliziaten wurde der Auftrag zu einer täglichen Messe gegeben und zugleich die wirtschaftlichen Grundlagen für seinen Lebensunterhalt. Pfarrherrliche Rechte, wie Taufe, Predigt oder Spenden von Sakramenten, waren damit nicht verbunden. Die geistlichen Herren erhielten bis ins 20. Jh. hinein kein Gehalt: sie mußten sich ihren Lebensunterhalt überwiegend aus dem ihnen übertragenen Bauernhof erwirtschaften.

Barocke Neugestaltung der Kirche um 1615

Um diese Zeit -  Niederhäching war noch immer ein unbedeutendes Bauerndorf mit rund 200 Seelen - dürften die gotischen Netzrippen abgeschlagen und die jetzige frühbarocke Stukkatur angebracht worden sein.

Die Bruderschaften und die Wallfahrt zur HL. Familie

Die Bruderschaften waren religiös ausgerichtete, einflussreiche und wirtschaftlich fundierte Vereinigungen - auch die Darlehenskasse des kleinen Mannes -  mit der Verpflichtung zu Gebet, Ablaß, Opfer und gegenseitiger Hilfe und Fürbitte nach dem Tode. Ursprünglich war im Hachinger Tal die Bruderschaft der Zimmerleute stark vertreten. 1670 wurde sie auf die Hl. Familie erweitert und damit allen Gläubigen zugänglich gemacht. Am IX. 3. 1671 wurde ein neuer Seitenaltar mit dem gnadenreichen Bild der Hl. Familie errichtet. Das Jesuskind zeigt die Gesichtszüge des damals jungen Kurprinzen Max Emanuel, des späteren Türkensiegers, und die Mutter Maria diejenigen seiner Mutter Henriette Adelheid. Dieser Altar wurde dann Ziel einer verbreiteten und bekannten Wallfahrt.
1676 haben sich bereits 1600 Gläubige in diese Bruderschaft eintragen lassen. An jedem der Festtag der Hl. Familie sind oft 1000 Wallfahrer zur Kommunion gegangen. 8 - 9 Priester standen für die Beichte zur Verfügung. Die Wallfahrer kamen bis zu 7 Stunden weit her. Bekannt ist auch, dass das bayerische Herzogshaus des öfteren nach hier wallfahrtete und jährlich 7 Gulden Für das Kripperl stiftete. Schon nach 8 Jahren (1679) konnte Pfarrer Homayr ein Büchlein über die Gebetserhörungen herausgeben und drucken lassen. Von den ,,etlich tausend Wundergnaden" wählte er 147 Gebetserhörungen heraus. Dieses ,,Mirakelbuch" ist uns in der Bayer. Staatsbibliothek erhalten (Bavar. 1113).
Noch bis 1905 kamen zum Fest Maria Himmelfahrt Wallfahrtszüge aus der näheren Umgebung.
Überliefert aus der Zeit nach 1670 ist auch das Hachinger Kripperl. Bis weit vom Oberland und von München kamen die Gläubigen um die Weihnachtszeit, um das berühmte Kripperl zu sehen. Es scheint. dass es zuerst in der Kirche untergebracht war und erst, als es beweglich gemacht wurde, am Hachinger Bach gegenüber der Postwirtschaft aufgestellt und von diesem angetrieben wurde. Die 3 Figuren der Hl. Familie sind noch erhalten.

Aufklärung, Säkularisation und Patroziniumsänderung

Um 1800 wurde das religiöse Leben staatlicherseits eingeengt. Auch die vielen kirchlichen Feiertage waren der Regierung ein Dorn im Auge. Mit dem Verblassen des Bruderschaftsgedankens wurde allmählich auch das Bewusstsein um das Marien-Patrozinium verdrängt. Es klingt heute ungereimt und unverständlich, dass am 20. 11. 1835 auf Anregung des zuständigen Pfarrers (von Oberhaching) und des Gemeindevorstehers von Unterhaching der hl. Korbinian als neuer Schutzheiliger vom Ordinariat eingeführt wurde.
Der hl. Korbinian war fränkischer Missionsbischof in der Zeit der Christianisierung Bayerns und erster Bischof vor Errichtung der Diözese Freising. Er ist um 670 geboren, 725 gestorben und ruht in der Krypta des Domes zu Freising. So ist er in besonderer Weise mit unserem Erzbistum verbunden und in der Figur links (vom Betrachter aus) in halber Höhe des Hauptaltars dargestellt.

Die gründliche Umgestaltung von 1855 - 1886

Um diese Zeit wurde die Kirche mit erheblichen Aufwendungen in den sog. neuromanischen Stil umgestaltet. Geblieben hiervon ist uns nur noch der Hauptaltar. Hier ist diese Ausstattung, die dem Kircheninnern für rund 100 Jahre das Gesicht gab, zu ersehen. Von den ursprünglichen Altären ist nichts mehr vorhanden.

 Die Pfarreigründung 1922

Die Erhebung zur Pfarrei war der Gemeinde schon seit langem ein Anliegen. Die Pfarreigeschichte berichtet auch von vielen Beschwerden bei den kirchlichen Behörden wegen der Vernachlässigung der Seelsorge. Von 1875 - 1909 war die Benefiziatenstelle nicht einmal besetzt. Die Betreuung erfolgte vom benachbarten Taufkirchen aus. Erst nach dem 1. Weltkrieg wurde der Wunsch verwirklicht. Mit Urkunde vom 25. 4. 1922 und mit Wirkung vom 1. 6. 1922 wurde St. Korbinian zu einer selbständigen Pfarrei erhoben.

Ölbergandacht

Seit dem 17. Jahrhundert, (lt. Prenn) bis um 1940, war es eindrucksvoller Brauch, dass in der Karwoche der gesamte Altarraum unten mit dem Heiligen Grab und oben mit dem Ölbergmotiv aus Holzteilen zugebaut war. Die kniende Christusfigur verbeugte sich durch einen handbetätigten Mechanismus dreimal und heim 3. Male erschien der Engel mit dem Kelch. Die Figuren sind noch erhalten.

Die Neugestaltung der Kirche 1972 - 1973.

So zeigt sie sich heute dem Besucher. Die tiefgreifende Renovierung hat die Zier- und Stilelemente von 1855 - 1886 weitgehend beseitigt (bis auf den Hochaltar) und sich bemüht, das frühere Aussehen wieder herzustellen. Die jetzige Farbgestaltung geht auf den Befund des 18. Jh. zurück.

II.   Beschreibung der Kirche

Der Turm

Der massive Sattelturm mit knapp 28 m Höhe (ohne Turmkreuz) und 7,5 m im Quadrat (Außenmaß) ist ein Baudenkmal von Rang und in seiner mächtigen Größe bestimmend für das Ortsbild.

Der Altarraum

lnnenmaß 6 m x 5,5 m. Der Hochaltar wurde 1876 aus Holz im neuromanischen Stil (wie das übrige Innere der Kirche) geschaffen. Das Altarbild der Hl. Familie wurde 1972 von dem seinerzeitigen und inzwischen entfernten linken Seitenaltar übernommen. Es ist das Wallfahrtsbild aus 1671 und nach Lehrer Maurer (1845) von dem "geborenen Bayern Christoph Schwarz, dem deutschen Raffael“ gemalt. 1884 hat die Glonnermutter Anna Hofberger anlässlich der Altarstiftung für glückliche Errettung aus Mörderhand das Bild überholen lassen.

Das oberste runde Bild symbolisiert Gott Vater und den Hl. Geist. Der Altar wird flankiert von Holzfiguren aus verschiedener Zeit.

1. Mitte links (von Betrachter aus gesehen): hl. Korbinian. Entstehung ca. 1875.

2. Mitte rechts: hl. Georg, ca. 1875, Märtyrer um 303 n. Chr., den Drachen (das Böse) bekämpfend, Patron der
    Bauern,

3. Oben links: hl. Leonhard, aus 2. Hälfte 17. Jh., Mönch, 6. Jh,. Patron der Rosse, Landwirtschaft und Haustiere,

4. Oben rechts: hl. Sebastian, ca. 1720, Märtyrer aus dem alten Rom, 3 Jh., Patron der Schützen und
    Seuchenkranken.

An der Vorderseite des ehemaligen Altartisches (Mensa) sind Christus und die 4 Evangelisten abgebildet.

Der große Kreuzchristus an der linken Wand stammt aus dem frühen 18. Jh. (unbekannter Meister), die barocken Engel noch aus dem 17. Jh. An der Südwand des Altarraumes (Chorbogen) befindet sich eine Grabplatte aus Rotmarmor mit der Abbildung von Nikolaus Zellermeier von 1614 - 1616 Benefiziat in Unterhaching und vorher 34 Jahre lang Pfarrer in Oberhaching.

Seit dem Jahre 1762 werden in der Kirche auch ‚‚authentische‘‘ Reliquien, u.a. Partikel vorn Hl. Kreuz aufbewahrt.

 Das Langhaus

Es ist ein Tonnengewölbe mit 5 Jochen, Stichkappen und Innenmaßen von 20 m Länge. 8 m Breite und 7.8 m Höhe. Die wertvolle Stukkatur besteht aus Ornamentformen mit Perlstab, Eierstab und Kymationleisten und stammt aus etwa 1615. Von den 3 noch sichtbaren Wandmalereifragmenten sind die beiden an der Südwand aus dem 15. Jh., das Fragment links an der Nordseite von 1570 - 1580. Weitere Reste von früheren Wandmalereien wurden übertüncht (nachdem sie photografisch festgehalten wurden), um die Wirkung der Farbneugebung nicht zu beeinträchtigen.

An der vorderen Wand gegen den Altar (Chorwand) stehen 3 wertvolle gotische Holzfiguren von 1510 - 1520 (Umkreis des Meisters von Rabenden) und zwar links der hl. Silvester (Papst von 314 - 355, mit Papstkreuz, Tiara und Buch, Patron der Haustiere), die hl. Katharina mit Schwert, mit dem sie als Märtyrerin enthauptet wurde (sie ist die Patronin der Mädchen und lebte im 4. Jh.) und rechts die hl. Barbara mit Kelch (ebenfalls Märtyrerin, 4. Jh., Patronin gegen Blitz, Feuer, Fieber, Pest). Vorne rechts steht das Vortragskreuz von 1720 - 1730, eingerahmt von 2 alten Votivkerzen. Die linke stammt von 1817 und wurde von der Pfarrgemeinde Hohenbrunn geopfert. Die rechte wurde von der Pfarrei Oberhaching gestiftet, ist ebenfalls der Hl. Familie geweiht und dürfte aus etwa der selben Zeit stammen. Votivtafeln oder -Kerzen wurden seinerzeit auf Grund eines Gelübdes oder als Dank für erfahrene göttliche Hilfe aufgestellt. Links vorne ist die Holzfigur der Mutter Gottes als Patrona Bavariae (um 1700).
Die 14 Kreuzwegbilder stammen spätestens von 1836. Unter Verwendung der alten, aus der Rokokozeit stammenden Stuhlwangen wurden 1972 neue Bänke erstellt. Die etwa 100 Jahre alten farbigen Fenster wurden 1972 aus Stilgründen entfernt - alle Fenster wurden einheitlich in durchsichtiger Rundverbleiung gestaltet. Der Taufstein in der Nische vorne rechts ist ein Kunststeinprodukt unseres Jahrhunderts; er wird nicht mehr benützt.

Rückwärtige Hälfte mit Empore und Orgel

Beim Abbruch der alten Empore 1972 kam hinter der alten Holzbrüstung ein kunstgeschichtliches Juwel zum Vorschein, nämlich ein Fries mit fast lebensgroßen Brustbildern von Christus und seinen 12 Aposteln aus der Zeit um 1520, im einzelnen: Christus, die Heiligen Petrus, Andreas, Jakobus d. Ältere, Jakobus d.  Jüngere, Bartholomäus, Johannes, Thomas, Philippus, Matthias, Matthäus, Judas Taddäus und Simon. Diese spätgotische Flachschnitzerei ist „ein schönes Beispiel für die reiche Ausstattung einer kleinen spätgotischen Dorfkirche“ (Charivari Nr. 4/1978).

Die erneuerte, betonierte Empore trägt die Orgel, ein Werk der Gebr. Frosch, München, aus dem Jahre 1870. Die Orgel wird flankiert links vom hl. Joachim und rechts von der hl. Anna (es sind die Eltern der hl. Maria). In der Mitte ist der hl. Korbinian (ca. 1922). Das Herz-Jesu-Kreuz wird der Bruderschaftszeit um 1720 zugerechnet. Der Beichtstuhl ist eine Handwerksarbeit aus neuerer Zeit.
Die Kunstgegenstände sind seit 1972 durch elektr. Alarmanlagen gesichert. 

Außenansicht

Das Äußere der Kirche ist schlicht und einfach, wie es dem Stil vor 1500 entsprochen hat. An der Außenmauer sind einige Grabtafeln erhalten, u.a. von früheren geistlichen Herren und Schulmeistern. Die Sonnenuhr, einige Male renoviert, ziert seit 1615 die südliche Außenwand. In der ehemalige Gebeinnische an der Südseite, früher an dieser Stelle ein gotisches Eingangsportal, sind auf einer Steintafel die Namen der Gefallenen der beiden Weltkriege eingemeißelt. Das Sandsteinrelief an der Ostseite des Turmes, die Hl. Familie darstellend, ist eine Arbeit von Krauß, Ende des 17. Jh.

Der Kirchfriedhof

Die Toten der Gemeinde wurden seit Bestehen der Kirche auf diesem „Gottesacker“ bestattet. 1915 hat die politische Gemeinde den heutigen Friedhof im Osten des Dorfes angelegt. Seit 1917 werden die Toten dort zur letzten Ruhe getragen.
Der Kirchfriedhof wurde eingeebnet und gärtnerisch gestaltet. Der St.- Antonius - Brunnen wurde 1976 von Bildhauer Heinrich Brigl, (Gräfelfing), geschaffen.

Die Kirchhofmauer steht, wie die Kirche selbst, unter Denkmalsschutz. Man darf annehmen, dass sie - zusammen mit dem Turm - schon im Mittelalter den Dorfbewohnern als Schutz hei kriegerischen Auseinandersetzungen (und diese waren nicht selten) gedient hat.

Die Glocken

Die älteste Glocke. unsere „kleine“ und vierte, stammt aus 1559 und ist uns, im (Gegensatz zu den 3 großen, bis heute erhalten geblieben. Die eingegossene Inschrift lautet "Wolfgang Stöger goß mich in München anno 1559“. Die anderen 3 Glocken haben ein wechselvolles Schicksal. 1893 wurden die damals vorhandenen 2 großen Glocken zum Einkauf von 3 neuen drangegeben. Am 14. 5. 1942 mußten diese 3 abgegeben und für Rüstungszwecke eingeschmolzen werden. Am 4. 12. 1949 erhielt die Kirche die jetzigen 3 neuen großen Glocken mit der Stimmung d — fis — h. Sie wurden zu Ehren der Hl. Familie, der Mutter Gottes und des hl. Korbinian geweiht.

Schlußbemerkung

Dies ist die kurzgefasste Beschreibung unserer altehrwürdigen Pfarrkirche Sie hat nicht die barocke Fröhlichkeit anderer bekannterer Kirchen im oberbayerischen Raum: aber sie spiegelt die liebenswerte, echte Frömmigkeit schlichter und arbeitsamer Dorfbewohner wider. die Freud und Leid. Hunger, Pest und Kriege erlebt und die dabei Lebensfreude, Gläubigkeit und Opfersinn bewahrt haben. Die Kirche hat durch mehrmalige grundlegende Renovierungen im jeweiligen Zeitgeist ihr Gesicht gewandelt. So ist sie ein interessantes geschichtliches Bilderbuch geworden und geblieben.

Unterhaching, zum 15. März 1981                  Rudolf Felzmann

Quellen:

In besonderer Weise danke ich Herrn Pfarrer Hobmair für das Auswertungsrecht aus seinem „Hachinger Heimatbuch“ sowie den Herren:
Dr. Dasser und Dipl.-Ing. Neu vom Landesamt für Denkmalpflege für die Hinweise zur Bau- und Kunstgeschichte.
Pfarrakten St. Korbinian.
Altbgm. Prenn: „Beiträge zur Heimatkunde Unterhachings“
Dehio: ‚Handbuch der Kunstdenkmäler Oberbayerns“.
Engel: „Land zwischen Isar und Inn“. München, 1975

Selbstverlag Kath. Pfarramt St. Korbinian. 82008 Unterhaching

Für das Internet gestaltet: M. Kopal, 82008 Unterhaching, März 2000

Fotos: Gustav Urban, Rudolf Felzmann, F J. Huber, Manfred Kopal, Bayr. Staatsbibliothek.