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Schwarzes Brett
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Erstkommunionen 2007 bei St. Korbinian
Formen gemeinsamen Bittgebets: Bittgottesdienste und -prozessionen
Die Tradition der Bitttage und Bittprozessionen reicht bis in das 4. Jahrhundert
zurück. Die "Grundordnung des Kirchenjahres und des Kalenders" vom 21. März 1969
hat an den Bitttagen vor Christi Himmelfahrt festgehalten. Die Bittprozession am
Fest des hl. Markus (25. April) wurde nicht mehr berücksichtigt, da sie in einem
rein lokalen Brauch der stadtrömischen Kirche ihren Ursprung hat (Verchristlichung
der heidnischen Flurprozession zu Ehren des Gottes Robigus und der Göttin Robigo).
Dennoch wird an diesem Brauch in manchen Gebieten festgehalten.
Die Bitttage vor dem Fest Christi Himmelfahrt gehen auf eine Anordnung des
Bischofs Mamertus von Lyon im Jahr 469 zurück, wegen Erdbeben und Missernten an
den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt mit Fasten verbundene Bußprozessionen zu
halten. Um 800 wurden diese drei Bitttage (Rogationes oder litaniae minores) auch
von Rom eingeführt, allerdings ohne das vorgeschriebene Fasten.
Zusammen mit den Quatembertagen hat die "Grundordnung des Kirchenjahres und des
Kalenders" von 1969 den Sinn der Bitttage so umschrieben: "An den Bitt- und
Quatembertagen betet die Kirche für mannigfache menschliche Anliegen, besonders
für die Früchte der Erde und für das menschliche Schaffen; auch eignen sich die
Tage für den öffentlichen Dank." (Nr. 45)
Der Christ vertraut in frohen und schweren Stunden Gott, von dem der Mensch
letztlich abhängig bleibt. Im Gebet trägt er ihm seine eigenen Sorgen und die
Not und Angst der ganzen Menschheit vor. Die aktuellen und bedrängenden Sorgen
und Befürchtungen der heutigen Zeit sollen angesprochen und vor Gott
ausgesprochen werden. Dabei werden wir uns aber bewusst sein, dass Gott das Leid
und alle Unbegreiflichkeiten nicht aus der Welt nimmt und die Probleme nicht für
uns löst, aber denen, die ihn lieben und ehren, alles zum Guten lenkt.
(nach: Institut für Praktische Theologie - Universitätsplatz 1 - A-5020
Salzburg)