Kirchenzettel
St. Korbinian
29.
10. - 05. 11. 2000
30. Jahressonntag und Allerheiligen
DIE KIRCHE HORT DES JUBELS
Die frohe Botschaft zum 30. Jahressonntag
| LESUNG I (Jes 31,7-9): | "Jubelt Jakob voll Freude zu" |
| LESUNG II (Heb 5,1-6): | "Du bist Priester auf ewig" |
| EVANGELIUM (Mt 10,46-52) | "Sohn Davids, erbarme dich meiner!" |
Die frohe Botschaft zu Allerheiligen
| LESUNG I (Offb 7,2-4.9-14): | "Die Rettung kommt von unserem Gott" |
LESUNG II (1 Joh 3,1-3): |
"Wir wissen, daß wir ihm ähnlich sein werden" |
EVANGELIUM (Mt 5,1-12): |
"Selig, die arm sind vor Gott". |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
| Sonntag 30. Jahressonntag 29.10.2000 08.30 Beichtgelegenheit 09.00 Singmesse 10.30 Familienmesse 19.00 Singmesse |
Montag |
Dienstag hl. Wolfgang +994 |
Mittwoch ALLERHEILIGEN |
Donnerstag
ALLERSEELEN |
Freitag Sel. Pater Rupert Mayer +1945
Herz-Jesu-Freitag |
Samstag Hl. Karl Boromäus +1584 |
| Sonntag 31. Jahressonntag Sel. Bernhard Lichtenberg +1943 05.11.2000 08.30 Beichtgelegenheit 09.00 Singmesse Jahresmesse des Trachtenvereinis 10.30 Familienmesse 15.30 italienische Messe 19.00 Singmesse |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 29.10. Werner Mundi +1983, Karl Moosburner +1983, Therese Moser +1993, Alois Horak +1997; 30.10. Georg Fischer +1976, Alois Ortler +1980, Heinrich Engelhardt +1989, Eva Gröbler +1990; 31.10. Heinrich Neubauer sen. +1965, Josef Schäffler sen. +1978, Konrad Stömmer +1985, Anton Hirschmann +1995, Josef Obermaier +1998; 01.11. Kreszenz Preimesser +19?, Josef Littich +1970, Ludwig Eiglsperger +1977, Boleslaw Napidrkowski +1980, Johann Nedbal +1980, Otto Schmiedt +1983, Dr.Heinz Leonhardt +1992; 02.11. Johann Repp +1970, Josef Birnböck +1977, Hans Wölfel +1980, Franz X. Kohlschmid +1980, Heinrich Schustek +1981, Heinrich Baum +1994, Jakob Gschwandtner +1994; 03.11. Else Meier +1968, August Kiermaier +1971, Wilhelm Bölke +1975, Helmut Varesi +1978, Klara Kuhn +1983, Jozo Strbic +1995; 04.11. Therese Nunberger +1949, Josef Stöger +1966, Gino Lorenzelli +1971, Luisette Ruttinger +1976, Maria Liebl +1977, Maximilian Behr +1978, Wally Weber +1982, Oliva Sandner +1983, Bohdan Tokar +1991, Berta Lederer +1993, Maria Kleeberg +1998. |
Predigt zu Allerheiligen 2000
Allerheiligen 2000: Im Jahr des Herrn Das Allerheiligenfest ist der Feiertag jener, die über ihren Tellerrand hinausschauen. Wir verstehen diese sprichwörtliche Wendung. Wir wollen damit sagen: es gibt mehr als die Augen, die auf der Suppe daher schwimmen. Unser Lebensraum ist größer, als der von den vier Wänden unseres Wohnzimmers umgrenzte Platz. Das gilt auch für unsere Kirche. Heute am Allerheiligentag lassen wir uns von den paar Heiligenfiguren auf geistliche Weise mitnehmen in ihren Lebensraum, den uns der hl. Johannes in seinem ersten Brief andeutet, wenn er sagt: Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, daß wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Denn die Anschauung Gottes von Angesicht zu Angesicht wird alles verwandeln, weg von unserer Sichtweise und Lebenserfahrung in die Sichtweise Gottes hinein. Und wenn in unserer Wohnung auch nur ganz versteckt ein Kreuz hängt, dann nimmt uns dieses Kreuz und der daran hängt mit hinein ja, wohin? In welchen Raum, in welche Dimension, in welche Form des Lebens? Ich möchte unsere Suche nach so einem Raum, nach so einer Zukunft, nach so einer Lebensweise festmachen an dem Ausruf Jesu unmittelbar vor seinem Sterben am Kreuz: Es ist vollbracht. Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist. Es ist vollbracht! Die christliche Kunst des Barocks hat meisterhaft ins Bild gebracht, welche Weite dieser Ruf unseren Augen öffnet. Schauen wir doch die Gesichter der Heiligen hier und da an: Katharina und Barbara und Sylvester. Strahlen ihre Gesichter nicht die Verzückung der Seligen des Himmels, und dabei hat der Künstler offensichtlich sich einer eher zurückhaltenden, nur andeutender Darstellungsweise bedient, als fürchte er, wir würden vor Neid erblassen, wenn die tatsächliche Freude und Seligkeit und Begeisterung in ihren Gesichtern sich spiegeln könnte. Wir schauen da eine Weite, deren Maße gekennzeichnet sind durch die Vollendung von Leben und von Zeit und von Leid. Vom Anbruch einer Zukunft, die dieser Jesus uns gezeichnet hat in den 8 Seligkeiten: Selig seid ihr, freut euch und jubelt, euer Lohn im Himmel wird groß sein. Darum dürfen wir auch hinwegschauen über die Grenzen des Friedhofes, in dem unsere lieben Toten begraben sind. Denn der Friedhof dient nicht der Ruhe derer, die in Gottes Hand sind. Es ist der Ort der Verwesung, die wir in Gehorsam annehmen, da unser Leib in der Hl. Schrift so definiert wird. Staub bist du und zum Staub wirst du zurückkehren. Der Friedhof dient mehr unserer dankbaren Erinnerung, mehr der Ermutigung zum fürbittenden Gebet und vor allem dem Innewerden der Vergänglichkeit, von der doch jeder Tag, ja jede Stunde unseres Lebens geprägt ist. Ob es die Heiligen sind, die wir in Bildern schauen, ob es die Gräber sind, in denen die Toten bestattet wurden: Es tut uns gut das Wissen um das Es ist vollbracht, das unser Herr für uns gesprochen hat und in das wir mit seiner Gnade einmal einstimmen dürfen. Noch ist uns Zeit gegeben für dieses Leben. Was ist das, die Zeit, in der unser Leben sich abspielt? Zeit ist mehr, als wir in Sekunden und in Minuten und in Tagen und in Jahren rechnen. Zeit ist eine Dimension des Lebens, die für den Menschen reserviert ist. Nur der Mensch weiß um Zeit. Doch was ist ihr Maßstab? Zu Zeit gehören natürlich Werden und Vergehen, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Zur Zeit gehören Hoffnung und gehören die Leiden, aus denen Hoffnung wird. Zur Zeit gehören Resignation und Verzweiflung. Zeit ist Zuwendung und Abneigung, gehört Freundlichkeit. Wenn ich nun die Liebe hinzufüge, dann kommt etwas Neues hinzu. Etwas, das zwar in der Zeit seinen Ort hat, aber doch nicht mehr nur aus der Zeit kommt. Liebe öffnet bereits für die Ewigkeit und bezieht von dort ihr Leben, ihre Kraft. Das nimmt bereits die Antwort auf eine Frage vorweg. Ist Zeit etwas wie Kreisbewegung, wobei alles zum Ursprung zurückkehrt, nicht. Um zum wahren Sein zu finden, sondern um immer wieder von vorne anzufangen? Vor allem in Asien ist diese Sicht vorhanden. Oder ist Zeit eine lineare, eine Bewegung in gerader Richtung, bei der es einen Anfang gibt und ein Ziel? Das ist die christliche Sicht des Lebens. Da gibt es also eine echte Entwicklung von einem Anfang zu einer Vollendung hin. Eine einmalige Entwicklung, die nicht in ständiger, in ewiger Wiedergeburt abzustottern ist. Sonst gäbe es keine unmittelbare Hoffnung, die nicht enttäuscht werden wird. Darum gehören daher auch Verantwortung in Freiheit, Gewissen, Reue und die Elemente des Bußsakramentes. Letztlich geht es um Christus als das Alpha und das Omega, den Anfang und die Vollendung. Wir haben eigentlich nicht Zeit, um dahin zu leben, sondern Zeit, um Christus zu begegnen. Zum Begriff der Zeit: gehört darum auch die Erfahrung von Gnade. Einer Gnade, die uns getrost festhalten läßt an der Zuversicht: Bald wird alles vollbracht, vollendet sein und das wird Gott an uns vollbringen. Wie er es an den Heiligen getan hat. Vielleicht ist dazu ein wenig Korrektur an gängigen Vorstellung von Heiligkeit als etwas für den Normalmenschen Unerreichbares nötig. Diese Korrektur liefert uns der selige Pater Rupert Mayer, wenn er sagt: Niemand kann sagen, Heiligkeit ist zu hoch für mich. Es gehören dazu keine auffallende Heldentaten, keine bestimmten Verhältnisse, kein todernstes Gesicht. Gott im Herzen und Gott vor Augen, in dem Wort liegt der Schlüssel zur Heiligkeit. Auch auf dem Friedhof darf uns soll unser Gesicht Freude und Dankbarkeit strahlen. Denn wichtiger als der Schmerz von Abschied und Verzicht ist die Gewißheit, daß Gott sein Vollbracht geschenkt hat, eine Vollendung und eine Verwandlung von Sterblichkeit in Unsterblichkeit. Darum kann unser Glaubensbekenntnis durch nichts ersetzt werden: Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen. Lesung am Friedhof zu Allerheiligen
2000 Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Liebe Zuhörer vor den schön geschmückten Gräbern! diesen kurzen Satz aus dem 11. Kapitel des Matthäusevangeliums möchte ich zunächst zu Gehör bringen. Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Haben wir recht gehört, was Jesus da sagt? Ist er etwa unter die Schar der Gurus gegangen, der Lebenskünstler und der Organisationsberater? Sie versprechen gewinnbringenden Einsatz deiner Talente und damit ein Plus an Freizeit. Oder meint Jesus die Ruhe der Toten in den Gräbern? Um uns die Ruhe der Toten zu wünschen, dazu hätte unser Herr nicht unter uns Menschen zu kommen brauchen. Am Tod ändert Jesus nichts mehr. Er schafft ihn viel mehr ab. Ist diese Behauptung zu kühn, zu märchenhaft, um wahr zu sein? Der Seher von Patmos hat in seinem Buch der Offenbarung uns vorher bezeugt: Ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr. Die Kirche bekennt diesen Glauben an die Auferstehung der Toten und an das ewige Leben. Gibt es Schwierigkeiten damit, Probleme mit dem Unsagbaren, dem Unglaublichen? Dann versuchen Sie doch, an die Liebe zu denken, an ihre Liebe und zwar in ihrer schönsten Wahrheit. Knüpfen Sie an Ihrer Erfahrung an, daß die Liebe den Wunsch hat nach neuem Versuch, nach Neuanfang. Nach Vergessen des Alten. Und dann versuchen Sie, in Gottes Liebe zu uns Menschen sich zu versetzen. Versuchen Sie, allen menschlichen Eigennutz zu vergessen, allen Egoismus, alles Haschen nach Vorteil. Tilgen Sie alles Vergängliche aus dieser Liebe, so daß sie standhält der Sehnsucht nach Vergebung auch dem Feind gegenüber. Auch denen, die Sie gequält und gemartert haben. Dabei wird untrüglich der Gekreuzigte sich zeigen und Sie werden sich des Wortes aus dem Johannisevangelium erinnern: So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggeborenen Sohn gesandt hat. Nicht, daß er die Welt richte, sonder daß die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an die Liebe glaubt, glaubt an das Leben. An ein Leben in solcher Fülle, die es nur nach der Auferstehung geben kann, wenn Gott alles neu macht. Amen. |
Termine
Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!
| Anmeldung zur Vorbereitung auf
den Empfang der hl. Kommunion: die Samstage 4. und 11.
Nov. von 9.30 - 11 Uhr im Pfarrbüro. Für die Wahl der Kirchenverwaltung Diepold Jakob Metzgermeister Turnerweg 4 Die Wahl findet statt am Samstag, den 4. November 2000 von 17.30 - 19.00h Unterhaching, 10. Oktober 2000 |
| Die Blaskapelle St. Korbinian lädt ein zum HERBSTKONZERT in der Hachinga-Halle am Sonntag, den 12. November 2000 um 17.00 Uhr Zur Aufführung gelangen Werke von: Carl Maria v. Weber, W.A. Mozart, Guiseppe Verdi, Franz Doelle, Julius Fucik u.a. Musikalische Leitung: Heinz Neubauer. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Auf Ihren Besuch freut sich doe
Blaskapelle St. Korbinian. |
Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122. E-mail: St.Korbinian-Uhg@t-online.de Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching . Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach (Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.