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Kirchenzettel

St. Korbinian

29.09.2002 - 06.10.2002

Correctnes

DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 26. JAHRESSONNTAG



LESUNG I (Ez 18,25-28): 

"Mein Verhalten soll nicht richtig sein"

LESUNG II (Phil 2,1-11):

 "Seid einander in Liebe verbunden."

EVANGELIUM (Mt 21,28-32):

 "Dieser antwortete: ich will nicht. Später aber reute es ihn."



G O T T E S D I E N S T O R D N U N G


Sonntag 26. Jahressonntag Hl. Erzengel Michael, Gabriel, Rafael
29.09.2002

09.00 Beichtgelegenheit
09.30 Singmesse
19.00 Singmesse

Montag Hl. Hieronymus +419/420
30.09.
07.00 hl. Messe im Kloster (tgl.)

Dienstag Hl. Theresia vom Kinde Jesu +1897
01.10.
07.15 hl. Messe
09.00 Schulanfangs-Andacht der Erwin-Lesch-Schule
17.00 Oktober-Rosenkranz

Mittwoch Schutzengelfest
02.10.
18.30 Rosenkranz
19.00 Singmesse

Donnerstag Tag der deutschen Einheit
03.10.
19.00 Hl. Stunde

Freitag Hl. Franz von Assisi +1226 Herz-Jesu-Freitag
04.10.
07.15 hl. Messe mit Laudes
17.00 Oktober-Rosenkranz

Samstag 11.00 Dankmesse Familie Foraita
05.19.
16.00 Wohnstift am Parksee: hl. Messe
18.00 St.Alto: hl. Singmesse
18.30 Rosenkranz um Priesterberufe und Beichtgelegenheit

Sonntag 27. Jahressonntag Hl. Bruno d.Kartäuser +1101
06.10.2002
08.30 Beichtgelegenheit
09.00
Singmesse
10.30
Familienmesse
19.00 Singmesse

 

Gedenktage

 

GEDENKTAGE:  29.09. Anna Walkner +66, Karl Mathes +78, Peter Ruschitschka +89, Anna della Torre +01, Gertraud Süß +01; 30.09. Ludwig Büttner +71, Rosa Kroiß +95; 01.10. Michael Meier +72, Benno Spies +77, Fritz Haupt +86, Susanne Feimer +88, Josef Hinterkircher +99, Ludwig Barstorfer +2000; 02.10. Josef Burzler +72, Luise Sterr +95, Ottillie Kößl +2000; 03.10. Franz Josef Strauss +88, Hans Preller +96, Rosa Asenkerschbaume +96, Falko Meisburger +01; 04.10. Mathilde Greve +71, Josefa Perl +90, Wilhelm Engelmann +95, Michael Farsang +93, Ottilie Kössl +2000, Sonja Behrmann +2000; 05.10. Elisabeth Rott +90, Alfred Specht +99.

 

 

Predigt zum 26. Jahressonntag

 


Predigt 26. Jahressonntag 2002

Gleich könnten wir feststellen: Bei mir geht es nicht so unentschlossen her. Ich weiß doch gleich, was ich will. Das Evangelium will aber bestimmt nicht, daß wir uns selber oder andere einer bestimmten Sparte zuordnen. Es geht grundsätzlicher her. Es zeichnet eine Befindlichkeit, mit der die Kirche sich nicht abfinden muß wie zum Beispiel mit einem lästigen schlechten Wetter. Es geht um die Gott-menschliche Doppelnatur der Kirche, wie das im Philipperbrief der zweiten Lesung sehr deutlich behandelt wird. „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.“

Die Kirche ist so, wie sie ist, weil sie menschlich ist und die Kirche ist stärker als unsere wankelmütige Bereitschaft, weil sie göttlich ist. Darum ist es zu allererst die Aufgabe der Kirche, das Göttliche in ihr zu bezeugen, und dazu gibt es nicht nur menschliche Mittel.

Menschliche Mittel sind all die Dinge und Aktivitäten, für die unsere Pfarrheime gebaut sind, die Kindergärten, die sozialen Aktivitäten und zu deren Koordination die demokratischen Räte und Verbände. Kardinal Meisner hat jüngst nicht deren Müdigkeit kritisiert, wie in den Medien wie mit einer gelenkten Schieflage schier einmütig behauptet wird. Ganz im Gegenteil. Er weiß um deren Eifer, um die vielfältige Aktivitäten. Doch wie schreibt doch die geheime Offenbarung des hl. Johannes gleich zuerst der Gemeinde von Ephesus: „Ich kenne deine Werke und deine Mühe und dein Ausharren; ich weiß: Du kannst das Böse nicht ertragen ... ich werfe dir aber vor, daß du deine erste Liebe verlassen hast. Bedenke, aus welcher Höhe du gefallen bist!“ (Apk. 2,2ff)

Kann man daraus entnehmen, daß Ephesus aus der ersten Liebe der Anbetung sich weggestohlen hat in eine fleißige Häresie der Betriebsamkeit, in eine Sorge um Strukturfragen, wie die evangelische Bischöfin Jepsen von Hamburg neulich in einem Interview beklagt und dabei angekündigt hat, sie werde in Zukunft mehr die religiösen Defizite ins Auge fassen, die wir haben. Bloß haben die Medien darauf gar nicht reagiert. Scheinbar haben sie keine Ahnung, worum es geht.

Wenn wir nur in „Strukturen, Statuten, Sekretariaten und Kommissionen zu einer reinen Organisation erstarren“, wie Kardinal Meisner sagt, dann passiert sehr bald, was in der ersten Lesung durch den Propheten Ezechiel angesprochen wird: „Ihr sagt, das Verhalten des Herrn ist nicht richtig. Hört doch, ihr vom Haus Israel, Mein Verhalten soll nicht richtig sein? Nein, euer Verhalten ist nicht richtig!“ (Ez 18,25)

Man könnte dem Propheten vorhalten, er würde da sträflich vereinfachen und verallgemeinern. Ein Streit dabei geht an der Sache vorbei. Ein Streit darüber verhindert vielmehr, daß wir selber uns an die Brust nehmen und mit uns selber überlegen, was im Philipperbrief heute drinsteht: „einander in Liebe verbunden ... nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei, sondern in Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst ... wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht.“ (Phil 2,2f)

Es geht also um die Frage: warum beten wir, wofür arbeiten wir. Daß wir vor allen Unternehmungen an einer Frage uns ausrichten, die bereits aus dem alten Rom bekannt ist. Sie lautet: „Cui bono“ – für wen ist´s gut, wer hat was davon? Da muß zuerst die Antwort auf Jesus Christus weisen. So frage ich mich, wie es kommen kann, das die von der Predigt Kardinal Meisners sich betroffen Fühlenden sich ausgerechnet um solche Wortführer scharen, die keine Ahnung haben von der Doppelnatur der Kirche, die von der Doppelnatur ihres gottmenschlichen Herrn und Meisters kommt. Die göttliche Natur und zugleich die menschliche Natur Jesu Christi halten sie höchstens für eine Legende, von ihrer aktuelle Brisanz wenden sie sich mit Hohn und Arroganz ab. Daher auch die völlige Schieflage ihres Urteils.

Wer geht heute noch zur Kirche ohne den übernatürlichen Glauben, daß Jesus Christus der Kyrios ist, der Herr: Geboren von der Jungfrau Maria, also Mensch. Aber empfangen durch den Heiligen Geist, also Gott? Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott ... eines Wesens mit dem Vater?

Zum Glauben motiviert nur der Glaube selber. Zum Apostolat sind wir gesandt, aber vorher müssen wir glauben. Verantwortlich sind wir für das Wirken in der Welt, mit weltlichen Methoden. Aber vorher müssen wir glauben. Für jede Mitarbeit aus einem Herzen, das am rechten Fleck ist, sind wir dankbar. Aber den Glauben definiert die Kirche. Aber zuerst muß sie den Glauben erkannt haben, mit göttlichen Mitteln. Aus der engen Bindung an Christus, aus der Feier der Sakramente, besonders der heiligen Eucharistie. Aus den Andachten und Gebeten, privat und in Gemeinschaften. Aus der Frömmigkeit von Priestern, Ordensleuten und den sogenannten Laien. Aus der Tradition, die vom Hl. Geist gewirkt ist und zu der sie in Treue steht.

Dazu ist uns der hl. Korbinian Fürbitter, der uns Beispiel gibt, Unterscheidung lehrt, unermüdlich tätig ist. Unser Pfarrpatron sei hier genannt anläßlich der Pfarrwallfahrt, die uns heute zu seinem Grab nach Freising geführt hat. Korbinian verleugnet nicht seinen leidenschaftlichen Zorn, wenn ihm Verlogenheit begegnen, Verführung und Unbarmherzigkeit. Er vergißt nie die Sorge um die Einheit der Kirche, wenn er wiederholt nach Rom reist. Er sucht Ruhe und Ausgleich, wenn er sein geliebtes Mais in Südtirol besucht. Und nie läßt er ab von der Aufgabe, die Priester auszubilden, die Bevölkerung Broterwerb und Liebe zur Arbeit zu lehren, was man damals schlicht und einfach gesittetes Leben genannt hat.

Wir dürfen aber auch an die heiligen drei Erzengel denken, deren Fest die Kirche heute begeht. Michael, der die Unterscheidung von Gut und Bös lehrt. Er hat diese Unterscheidung nicht in Sünde getroffen wie Adam und Eva, als sie in Begehrlichkeit gegenüber dem Glanz der Natur den Gehorsam gegenüber Gottes Gebot aufkündigten. Raphael, den Begleiter auf den Wegen des Lebens, der immer das rechte Ziel im Auge hat und Gabriel, der die Frohbotschaft der Erlösung an Maria gerichtet hat, die dann im Gegenzug zu Adam und Eva den Gehorsam gewählt hat.

Nehmen wir heute mit heim die Bereitschaft, im Gehorsam den Glauben zu wahren. Ich kann mir vorstellen, daß der heilige Korbinian von jedem Gesprächspartner unerbittlich fordern würde, nach nichts anderem als nach der Wahrheit zu suchen, die es nicht zweimal oder gar öfters geben kann. Mit Gottes Gnade könnten wir damit viel an Unterscheidung, aber auch an Verständnis für einander lernen und gewinnen.
Amen.

 


Kardinal Meisners "Schelte der Gremien":

 "Da muß der Gottesgeist hineinfahren wie ein Sturm". Am vergangenen Mittwoch hat Kardinal Meisner von Köln bei einer Predigt vor der Bischofskonferenz und Gläubigen sich der geistigen Lage der Katholischen Kirche in Deutschland angenommen und sprach dabei wunde Punkte an. Wohl nicht nur sein gutes Recht, seine Pflicht. Wer von uns hat noch nicht festgestellt oder beklagt, daß nicht gar so selten Katholische Laien auch als Mitglieder von Gremien nur wenig in der hl. Messe sind. Immer wieder ist von Eltern zu hören, die Kinder würden im Religionsunterricht vom Erlernen das Glaubens oft kaum etwas hören. Ich kann selber ein Lied davon singen, daß Schülerinnen und Schüler einer klaren Glaubensthematik sich verweigern. Wo haben sie das gelernt Warum sind viele Eltern so stumm in der Weitergabe des Glaubens Ist die Ausdünnung des Glaubens wirklich Schicksal

Kardinal Meisner hat die Dinge beim Namen genannt und wird jetzt in der Presse furchtbar gescholten. Hat er die Regel der "(political) Correctnes" verletzt Er habe unzulässig vereinfacht. "Was wäre denn, wenn diese Männer und Frauen ihren Dienst für die Kirche nicht mehr verrichten würden Auf breiter Basis würde das Leben in den Gemeinden versiegen" (Münchner Merkur, Claudia Möllers am 25. Sept.) Wenn ich mich umschaue, wer heute noch zur Kirche kommt, dann ist doch kaum jemand von Gremien motiviert. Weiter in der SZ: "...wie gedankenlos der Kardinal Glauben mit blinder Gläubigkeit und Kirche mit Hierarchie verwechselt ... eine Antwort auf den Bedeutungsverlust der Kirch im real existierenden Pluralismus {kommt mir irgendwo bekannt vor: so sagt man heute!}. Es ist das Konzept einer geschlossenen, von oben nach unten gegliederten Institution, die mit unhinterfragbaren Glaubenssätzen ein Gegenbild zur unübersichtlichen Gesellschaft ist. Mit katholischer Weite hat das allerdings nichts mehr zu tun". Soweit "mad" in der Süddeutschen Zeitung gleichen Datums. Eine grandiose Falschsicht von Kirche und Verdrehung der klaren Worte des Kardinals!

Die Dinge dauern ja schon länger an. Wenn ich zurückdenke, wie seinerzeit Anfang der siebziger Jahre bei einer "Jugendseelsorgerkonferenz" jene ausgelacht wurden, die von Gruppenleitern die Teilnahme an der Sonntagsmesse verlangen wollten, wie wenige Monate vor der Wahl des jetzigen Papstes dieser mit der ersten polnische Bischofsdelegation in München und anderen Städten den Versöhnungsbesuch machte und die Münchner Kath.Jugend ostentativ gefehlt hat bei der Vesper zu Begrüßung der Gäste! Und wie erst in jüngster Zeit der BDKJ überhaupt seine Bereitschaft zur Teilnahme an den Weltjugendtagen des Papstes entdeckt hat. Da wundert man sich, daß Kardinal Meisner gern sagt: Wenn "Katholisch" draufsteht, dann muß auch "Katholisch" beim Öffnen des Paketes rauskommen. Und daß er allmählich die Nase voll hat davon, daß von Gremien Beschlüsse serviert werden, die nur aus Unwissenheit über den Glauben so lauten. Wer da über "Verallgemeinerung" jammert, kennt die Situation nicht und die Gläubigen werden sich kaum betroffen fühlen.

Hans Meyer, der Vorsitzende des Zentralrates der Deutsch Katholiken , braucht wirklich nicht gekränkt zu sein, wenn ihm daran liegt, an einer klaren Profilierung seiner Gremien und der Kirche in Deutschland mitzuwirken. Woher bloß diese Empfindlichkeit, wenn da eine maßgebliche Stimme davor warnt, weiterhin die vorhandenen Zustände zum Normalfall zu erheben Erspart das die Bekehrung, statt dessen lieber Gemeinsamkeit mit den Gegnern

Übrigens: Die evang. Hamburger Bischöfin Jepsen hat jüngst sich ähnlich wie Meisner geäußert: Wir sind in erster Linie eine Gemeinschaft der Glaubenden und erst in zweiter Linie eine Institution, die sich um gesellschaftliche Fragen zu kümmern hat ... der Blick sei nicht scharf genug gewesen für die religiösen Defizite, die wir haben." Frömmigkeit sei heute wichtiger denn je. Wer verschiebt da Wahrheit und Prioritäten

Ihr Pfarrer Konrad Schmid

 

Termine und Mitteilungen


Mi. 02. Okt. ab 14.00 Uhr Kaffeenachmittag. "Oktoberfest"! Gäste herzlich willkommen.


Für die Caritas-Haussammlung noch Helfer gesucht, bitte im Pfarrbüro melden. Tel:619086. Haussammlung vom 30.09.-05.10.2002


Termine für Firmlinge

>> Jeden Sonntag zur heiligen Messe! <<

16.10. 17.00h Vollversammlung

20.10. 10.30h Kirchweih-Messe mit Vorstellung der Firmlinge

05.11. 20.00h Elternabend

01.11. 17.45h Vollversammlung mit Firmprobe

08.11. 15.30h Beichte

16.11. 09.30h Firmung

Diaspora-Opfer der Firmlinge. Was ist Diaspora Es heißt "Zerstreuung", gemeint sind die Katholiken, als Minderheit leben. Sie haben nicht die nötigen Geldmittel zur Verfügung zur Betreuung ihrer sehr zerstreut lebenden Pfarreien. Der Bonifatiusverein - nach dem hl. Bonifatius so genannt, der im 8. Jahrhundert als Missionar dort gelebt und gewirkt hat, wo heute "Diaspora" ist. Er nimmt die hl. Firmung zum Anlaß, unsere Firmlinge an die Katholiken der Diaspora zu erinnern. Ihr seid zu einem Geldopfer aufgerufen aus den Geschenken, die Ihr zur hl. Firmung erhaltet: schenkt davon großherzig weiter!


Nochmal ein herzliches Vergeltsgott allen Helfern beim Pfarrfest! Im Kirchenzettel danach lag die Abrechnung noch nicht vor, so kann sie erst jetzt nach den Ferien angemerkt werden: € 761,69 sind als Reingewinn übrig. Im Vorjahr, auf € umgerechnet, waren es 842,61. Besonderen Dank an Frau Paetzmann, die den Kaffee aus dem Fair-Handel (Einkauf unmittelbar bei den Erzeugern) gestiftet hat. Frau Paetzmann gibt den Kaffee an alle Interessenten! Es sind vor allem die unscheinbaren, nicht organisierbaren, stillen Dienste und Handreichungen, die so ein Fest schön machen.


 

Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching .
Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach (Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.