Kirchenzettel
St. Korbinian
29.04. - 06.05.2001
FISCHE
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 3. OSTERSONNTAG
LESUNG I (Apg 5, 27-32.40-41)): |
"Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Hl. Geist." |
| LESUNG II(Offb 5,11-14): | "Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an." |
| EVANGELIUM (Joh 21,1-19): | "Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus." |
DIE FROHE BOTSCHAFT ZU PATRONA BAVARIAE
LESUNG I (Offb 11,19.12,1-17): |
"Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt" |
| LESUNG II (Gal 4,4-7): | "Bist du auch Sohn, dann auch Erbe, Erbe durch Gott." |
| EVANGELIUM (Joh 2,1-11): | "Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war." |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
Sonntag 3. Ostersonntag |
Montag Hl. Pius V +1572 |
Dienstag Patrona Bavariae |
Mittwoch Hl. Sigismund +524, hl. Athanasius
+373, |
Donnerstag Apostel Philippus und Jakobus |
Freitag Herz-Jesu-Freitag Hl. Florian
+304 |
Samstag Hl. Godehard +1038 |
Sonntag 4. Ostersonntag Diasp. |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 30.04. Paul Koller +1978, Theresia Krieg +1980, Mathilde Drexl +1982, Viktoria Huber +1986, Cläre Siebert +1991; 01.05. Paul Seibold +1970, Thomas Krieg +1983, Anna Schrammel +1995; 02.05. Anton Haller +1953, Karl Mültner +1972, Stefanie Sebald +1982, Florian Nickel +1988, Maria Birner +1993, Walburga Dexl +1994, Eduard Stegbauer +1996, Sr. Kunhilde Ziegler +1999; 03.05. Friedrich Weber +1969, Maria Schlick +1983, Therese Bien-Zegla +2000; 04.05. Georg Öhl +1982, Josef Kastelic +1993; 05.05. Peter Neundlinger +1976, Maria Lehmair +1989, Therese Liebhart +1993, Martina Bulejkova +1998, Sr.M. Bertina Ruß +2000. |
Predigt am 3. Ostersonntag
Zum Verständnis des heutigen Evangelium müssen wir die Zwischentöne wahrnehmen. Ich denke, daß beim Zuhören deutlich geworden ist, daß da nicht einfach irgend eine Geschichte erzählt wird, auch wenn wir dafür Jesusgeschichte sagen. Die Fachleute sprechen von Begegnungsgeschichte, das genügt für den Ansatz. Eine Begegnung wird berichtet, die in kein Schema paßt. Um was geht es dabei? Zuerst ist da die ungeheuere Resignation, die Enttäuschung der Jünger. Ihr Meister war ihnen genommen, entrissen worden. In welcher seelischen Verfassung sie dann die Nacht zum Sabbat, den Sabbat selber und die Nacht zum Ostertag verbracht haben, darüber schweigt sich das Evangelium lieber aus. Wie ist es mit ihrer Feigheit ihnen ergangen, da sie doch schmählich versagt hatten, als man ihren Herrn verhaftete? Zwei Eckpunkte ihrer seelischen Verfassung sind uns zugänglich: die Verzweiflung des Judas, der dann zum Strick gegriffen hat und die tiefe Reue des Petrus. Jesus erinnert ihn heute daran. Am Ostermorgen überstürzen sich die Ereignisse im buchstäblichen Sinn. Sie hinterlassen eine ganze Palette von Betroffenheit, von Ungläubiger Abwehr, von Zweifel. Die Frauen berichten aufgeregt, was sie am leeren Grab erlebt haben. Weibergeschwätz! Petrus und Johannes laufen zum Grab, um die Szene in Augenschein zu nehmen. Johannes, der Jüngere, kommt als erster hin und läßt, als hätte er eine Vorahnung, dem Älteren den Vortritt. Was sollen sie davon halten? Die Beklommenheit bleibt. Die erste Begegnung mit dem Auferstandenen am Abend des Ostertages. Wir durften ja alles im Evangelium des jeweiligen Tages miterleben. Und da schon geschieht die erste befreiende Überraschung. Kein Tadel seitens des Auferstandenen. Er könnte doch sagen: Was komme ich denn überhaupt noch zu euch Feiglingen! Keine Spur davon: Der Friede sei mit euch! Und alle, die mit der Latte des Perfektionismus die Kirche und vor allem ihre Autorität messen, sollen sich das merken, was jetzt kommt: Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch! Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben. Wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert! Und eine Woche später zu Thomas das große Wort:Selig, die nicht sehen, und doch glauben! An jene, die doch als Unzuverlässige zu tadeln sind, ergeht vertrauensvoll die hohe Berufung der Stellvertretung! Anders läßt sich dieses Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch nun einmal nicht deuten. Wie sollen sie das alles einordnen? So schnell geht das nicht. Auch die Kirche hat nicht schon am ersten Tag ihrer Gründung jene Geschichtserfahrung hinter sich, die ihr zugleich die nötige Einsicht vermitteln könnte, wie das dann viel später in der Entwicklung von Dogma und Kirchenrecht geschehen ist. Darum ist die Quelle des Glaubens nicht die hl. Schrift allein, sondern Schrift und Tradition! Die hierarchische Gliederung des Hirtenamtes der Kirche kann erst aus den Gegebenheiten und Erfahrungen der Kirchengeschichte erkannt und erschlossen werden. Fürs erste gehen sie auseinander, jeder an seinen Ort. Da und dort sammelt sich wieder eine Gruppe. Sie wissen sich nun einmal auf einander bezogen. Aber was sollen sie sagen, wovon sollen sie reden? Da hilft nur noch Beschäftigungstherapie. Darum sagt Petrus heute: Ich geh zum Fischen! Die Gefährten machen mit, was bleibt ihnen anderes. Zwar wissen sie genau: die Umstände versprechen nicht den geringsten Fang. In diese seelische Verfassung der Jünger hinein geschehen nun die Ereignisse des heutigen Evangeliums. Etwas Geheimnisvolles breitet sich in die Gesamtstimmung hinein. Die messianische Erwartung läßt sie einfach nicht los. Da kommt Jesus zu ihnen, versteckt sich aber hinter seine eigene Gestalt, so daß sie ihn nicht erkennen. Sowas ist uns auchaus anderen Stellen des Evangeliums bekannt. Jetzt wieder das Wechselbad der Gefühle, der Erkenntnisse. Der gewaltige Fischfang wird ihnen unheimlich. Und diese Gestalt am Ufer, ist es ... Jesus? Sie werden vertraulich als Kinder angesprochen, in ihnen verändert sich etwas, die alte Vertrautheit kommt zum Vorschein. Auf einmal sehen sie klar und erkennen. Sie bekommen zu Essen. Das versetzt sie in die Realität zurück. Doch etwas ist anders geworden. Was ist das? Früher waren sie die begierig lernenden Schüler. Draufgänger waren unter ihnen. Ungeduldig damit, bis ihre Erwartungen endlich erfüllt werden und sie merkten gar nicht, daß ihre Gedanken nicht die Gedanken des Meisters waren. Jetzt sind sie still geworden, die Schweigsamen, die Verlorenen, ja die Betrogenen! Auf einmal sind sie beteiligt an einem unerwarteten Ereignis, dem Fischfang. Nuir am Rande gilt er ihnen. Petrus ist der Beschenkte. Der Beschenkte? Der Gerufene, der in Dienst Genommene. Was sie erleben, das erfahren sie seinetwegen. Dieses Weide meine Lämmer, weide meine Schafe, das ergeht hier an Petrus allein. Und allesamt sind sie der ganzen Sache überhaupt nicht würdig. Trotzdem ereignet sich alles! Da geschieht etwas, das sie noch lange nicht definieren können. Eine geheimnisvolle, stille Ehrfurcht spricht aus dem ganzen Geschehen. Bei diesem und ähnlichen Erlebnissen, das Evangelium berichtet ja gar nicht alles, da mag in Johannes sich das entwickelt haben, was er viel später in der Einsamkeit auf der wunderschönen Insel Patmos im letzten Buch der hl. Schrift, der sogenannten Geheimen Offenbarung niedergeschrieben hat. Die Zweite Lesung hat uns eine Kostprobe davon geschenkt. Es ist das ganz große Buch der Gotteserkenntnis in und durch Jesus Christus. Er ist der Herr. Er ist der Erlöser. Er ist das Haupt der ganzen Schöpfung. Johannes erlebt in Visionen, die er niedergeschrieben hat, die himmlische Liturgie, zu der uns eine Tür geöffnet wird in dem dreimal Heilig, heilig, heilig, Gott, Herr aller Mächte und Gewalten! Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit ... Hochgelobt sei der da kommt im Namen des Herrn, Hosanna in der Höhe! Die kirchliche Liturgie, der Gottesdienst hier auf Erden, bietet uns jetzt schon die ganze himmlische Gemeinschaft. Das müssen wir halt wissen, weil wir das höchstens sehen können in den liturgischen Gewandungen von Priester und Ministranten. Wie soll das anders sein, da wir doch zu Beginn der hl. Messe Christus in unsere Mitte gerufen haben. Das genügt aber dafür, daß etwas herüber kommt vom Anspruch des Evangeliums und seiner Heiligkeit, von dem Angebot und der Hilfe, sich zu verändern auf den Willen Gottes hin. Die Schlußbemerkung Jesu an Petrus sagt uns das: du wirst deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst. In diese Stimmung hinein geschieht nun das
spezielle Zwiegespräch des Auferstandenen mit Petrus, als wären die anderen weg. Sie
sind aber Zeugen und haben alles mitzutragen. Die Kirche hat darin immer das gesehen, was
hier geschieht, daß nämlich der Auferstandene den Simon Petrus das Amt der
Stellvertretung überträgt. Jesus macht dem Petrus bewußt: du bist und bleibst ein
Sünder. Komme also nie auf die Idee, du hättest dein Hirtenamt aus dir selber! Das
Hirtenamt in der Kirche kommt von Gott und ist nicht menschengemacht. Das Hirtenamt hat
seinen Ursprung in der himmlischen Liturgie, Altar und Leitung der Kirche sind untrennbar
verbunden. Darum führt uns das heutige Evangelium auch mitten in die Spaltung der Kirche
in Konfessionen hinein. Darin liegt die schier unlösbare Schwierigkeit der Kirchen, daß
sie ausgerechnet dort, wo die Geister sich scheiden, daß sie dort zueinander finden
sollen. Den Weg dazu gibt Jesus dem Petrus gegenüber an. Er lautet Folge mir
nach. |
Termine
Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!
Die. 1. Mai nach der 10.00h - Messe Frühschoppen der KAB-Gruppe am bzw. im Pfarrheim. Gäste herzlich willkommen. Arbeitnehmertag am Mo. 30. April: 19.00 hl. Messe im Bürgersaal (Neuhauserstr.), anschl. Festzug zur Kundgebung im Rats-keller/Marienplatz: "Familien in München - gibt es eine Zukunft für sie?". Referent: Georg Schmid, Staatssekretär f. Arbeit und Sozialordnung. Sa. 12. Mai um 12.00 Uhr Halbtags-Ausflug der KAB-Gruppe mit Privatautos zum modernsten Klärwerk Europas in Freimann. Dort riecht es heutzutage gut, also Mund- und Nasenschutz unnötig. Abfahrt um 12 Uhr vom Pfarrheim. Anmeldung im Pfarrbüro (Tel 619086). Einladung zum Elternabend f. Kommuniongruppen "Pfarrer" und "Diakon": Freitag, 8. Mai um 19.00 Uhr im Pfarrheim. Bitte um zahlr. Besuch! (Anmerkungen zum Verlauf der Erstkommunion, Erziehung zur hl. Beichte, weitere Termine im Kirchenjahr) Sa. 05. Mai Missio-Kleidersammlung: Kleidung - Hüte - Wäsche - Spielzeug - keine Lumpen, Textilreste, Abfälle und abgenutzte Sachen! Die Sachen nur zur Wiederverwendung! Alles gut in Plastiksäcke (liegen im Vorraum zum Pfarrbüro bereit) verstauen; bis 10.00 Uhr !! unterm Vordach bei Garagenzufahrt ablegen. Am Samstag ist kein Hausmeister da! Was gebracht wird, wenn die Sachen bereits weg sind, wandert in die Container. Vom 25. April (St. Markus) bis 14. September (Kreuzerhöhung) kann nach der hl. Messe der Wettersegen gespendet werden, in der Zeit zwischen Aussaat und Ernte. Im Evangelium zum Markusfest, dem Schlußkapitel aus dessen Evangelium, sagt Jesus: Gehet hin in alle Welt und verkündet die Frohe Botschaft allen Geschöpfen". Die Natur ist einbezogen in die Erlösungsbotschaft, sie wird einst "in den neuen Himmel und in die neue Erde" eingehen. Darum halten wir die Bittgänge vor Christi Himmelfahrt, darum gehen wir an Fronleichnam ins Freie und segnen zu Mariä Himmelfahrt die Kräuter. Das ist auch eine Antwort der Kirche auf "Pest, Hunger und Krieg". Wer würde da kein Gebet erwarten? Eine Antwort, die auch dann noch hilft, wenn nichts mehr nützt! Den Wettersegen spenden wir im Wechsel nach einer der Sonntagsmessen, natürlich auch an den Werktagen. Der Segen wird mit dem Kreuzpartikel gegeben, einem winzigen Splitter aus dem Kreuz des Herrn, der in einem kreuzförmig geformten Segensgefäß geborgen ist. Ihr Pfarrer |
Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86,
Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching
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Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.