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Kirchenzettel

St. Korbinian

25. 02. 2001 - 04. 03. 2001


WEISHEIT

 

DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 8. JAHRESSONNTAG


LESUNG I (Sir 27,4-7):

"Der Art des Baumes entspricht seine Frucht, so wird ein jeder nach seiner Gesinnung beurteilt."

LESUNG II(1 Kor 15,54-58):

"Tod, wo ist dein Sieg?."

EVANGELIUM (Lk 6,39-45): "Der Jünger steht nicht über dem Meister."

 

 

G O T T E S D I E N S T O R D N U N G

Sonntag 08. Jahressonntag hl. Walburga +779
25.02.2001

08.00 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse
19.00 Singmesse

Montag
26.02
07.00 hl. Messe im Kloster (tgl.).

Dienstag
27.02
07.15 hl. Messe von Tag

Mittwoch Aschermittwoch
28.02.
18.30 Rosenkranz
19.00 Singmesse mit Aschenweihe und -Auflegung

Donnerstag
01.03
07.25 Kindermesse in der Schule

Freitag Herz-Jesu-Freitag
02.03.
07.15 hl. Messe
16.00 Kreuzweg
19.00 im Pfarrsaal: Weltgebetstag der Frauen

Samstag
03.03.
17.30 Beichtgelegenheit und Rosenkranz
18.00 Singmesse für Sonntag

Sonntag 1. Fastensonntag
04.03.2001

08.30 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse Kindermesse
15.30 italienische Messe
19.00 Singmesse

 

Gedenktage

GEDENKTAGE  25.02. Sebastian Nunberger +1948, Johann Riedmair +1960, Anna Wagmüller +1985, Maria Lehner +1987, Franz Schatz +1992, Paul Baumgart +2000; 26.02. Josef Schuhbauer +1988, Anna Wolfsteiner + 1992; 27.02. P.Gustav Fernekeß +1971, Monika Schubert +1993, Elisabeth Kaden +1994, Katharina Hank +1995, Annemarie Kettinger +1996, Wolfgang Forster +1999, Heribert Höchst +2000; 28.02. Ferdinand Appel +1945, Josef Krause +1955, Leopold Rauberg +1974, Maria Bittenbinder +1979, Margaretha Kellner +1975, Alexander Pichler +1983, Johanna Kastl +1992, Oswald Neger +1996, Resl Pongratz +2000; 29.02. Ludwig Meier +1956, Otto Kastner +1988, Monika Pichen +1996, Anna Reindl +1996; 01.03. Therese Seiler +1991, Otto Beldner +1992, Josef Lindner +1990, Karoline Drexler +1996, Jürgen Breitkopf +1998; 02.03. Barbara Weiß +1945, Maria Schäffler +1973, Anna Klinke +1980, Maria Retzer +1985, Josef Huber +1985, Rudolf Henkel +1985, Maria Lengauer +1990, Hedwig Matrohs +1992, Barbara Allinger +1994, Hansheinrich Fockele +1995, Dr. Angelika Kreppel +1997; 03.03. Babette Linseisen +1943, Karl Wilk +1946, Jakob Paintinger +1968, Katharina Idzikowska +1969, Pauline Huber +1975, Ferdinand Hamatna +1977, Mina Forster +1993, Anna Jobst +1994, Sr.M.Leokadia Strigl +1997.

 

Predigt zum 8. Jahressonntag



Predigt zum 8. Jahressonntag 2001:
Weisheit Gottes

Bei dem Thema, über welches der heutige Sonntag nachzudenken uns anregt, besteht sehr leicht die Gefahr, in die Weise theoretischer Abhandlung zu geraten. Die Kirche öffnet uns heute Zugang zu der großen göttlichen Weisheit, die der ganzen Schöpfung zugrunde liegt und die sich vor allem in der Weise der Erlösung kund tut. Darum möchte ich einer Gepflogenheit der Kirche folgen und den Spuren der göttlichen Weisheit nachgehen, die sich an einem ganz konkreten, lebendigen und menschlichen Wesen abzeichnen.

Wir verehren in den Heiligen der Kirche lauter Beispiele von Menschen, die es der göttlichen Weisheit gestattet haben, an ihnen sich auszuwirken und sie in ihren Dienst zu nehmen. Allen voran die Gottesmutter Maria, die wir ja verehren als den „Sitz der Weisheit“. Wir werden also an ihr ablesen können, was diese Weisheit ist und wie wir ihr folgen können.

Maria ist eine Person, von deren Schulbildung wir gar nichts wissen. Sie hat wohl gar nicht lesen und schreiben können. Ihre Weisheit schöpfte sie also nicht aus schulischem Wissen, sondern aus Beispielerzählungen der Hl. Schrift, die sie von ihrer Mutter Anna gehört hat. Was auch in der christlichen Kunst vielfältig und trefflich dargestellt wird. Die geschichtlichen Ereignisse und auch die prophetischen Aussagen der Hl. Schrift waren bestimmt nicht das einzige, was Maria gelernt hat. Sie hat die Hl. Schrift gebetet in ihren Psalmen, die man einfach auswendig singen konnte und in vielen anderen Texten und Erzählungen, die man hernach einfach „nachgebetet“ hat, die man in antwortendem Gebet zu verinnerlichen suchte.

Daraus lernen wir gleich eine erste Grundlage der göttlichen Weisheit. Sie liegt in einem naturgegebenen Zusammenhang, den Jesus heute ausdrückt, wenn er sagt: „Der Jünger steht nicht über dem Meister“.

Ob der Meister Gutes sagt, das läßt sich erkennen an einem Vergleich, den Jesus aus dem Weisheitsbuch des Jesus Sirach sich zu eigen macht: „Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte hervorbringt“. Wahre Weisheit ist geprägt von rechter Demut, die sich nicht herausnimmt, die natürlichen Verhältnisse einfach umzudrehen, um sie vermeintlichen menschlichen Bedürfnissen anzupassen. Wie könnte Maria ohne solche Demut die außerordentliche Berufung überhaupt vernehmen, bevor sie diese vorsichtig und sachte in ihr Herz aufnimmt, obwohl ihre Vorstellungen vom Leben ganz anders aussehen?

Da beginnt die große Versuchung menschlichen Denkens, der anders als durch solche Demut nicht zu entrinnen ist. Schauen wir dazu an, was der Erzengel Gabriel der Gottesmutter sagt: „Siehe, du wirst ein Kind empfangen und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, er wir groß sein ... er wird über das Haus Jakob herrschen und seiner Herrschaft wird kein Ende sein.“ Zu Deutsch heißt Jesus: „Gott hilft“, daher leitet sich die Bezeichnung Retter her, Erlöser, Heiland. Da bewährt sich die Kenntnis der Hl. Schrift. Maria kann sofort einordnen, wozu sie berufen ist. Sie soll Mutter des lange erwarteten Messias sein.

Da kommt ihr ein zweiter Grundsatz der Göttlichen Weisheit zuhilfe. Maria bleibt nicht stehen beim angstvollen Betrachten des Jetzt. Sie denkt an die Zukunft. Und die heißt: Gottes Willen muß erfüllt werden, sonst ist am Ende das Chaos. Paulus verweist dazu in der zweiten Lesung auf die Auferstehung. „Tod, wo ist dein Sieg, Tod wo ist dein Stachel?“ Die jetzigen Mühsale des Lebens sind nicht das Endgültige. Das Ziel von allem ist die Auferstehung, der neue Himmel und die neue Erde. Eine Zielvorstellung, die im Judentum durch die Propheten nicht unbekannt war.

Zunächst sieht Maria keine Möglichkeit, das Ganze zu begreifen. Sie soll solche Auserwählung tragen! Und wieder kommt die menschliche Versuchung. Der Engel soll doch ein anderes Mädchen besuchen, da gibt es bestimmt viele, die viel mehr zu solch hoher Aufgabe fähig sind. Aber dann kommt es ihr: noch nie hat sie davon gehört, daß Gott an irgend ein Mädchen oder an eine Frau im Kreis ihrer Bekannten und Verwandten und in der ganzen Gegend ein derartiges Ansinnen gestellt hätte. Wenn Gott sich an die Welt wendet, dann muß das bei der ersten Gelegenheit klappen. Gott läßt sich nicht abweisen. Er weiß, was er tut! Denk also nicht nur an deine Empfindlichkeit, wie Jesus es uns heute nahe legt: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge siehst du nicht, Du Heuchler!“

Da ist es ähnlich wie bei dem neu ernannten Kardinal Scheffzyk: Der Nuntius hat ihn angerufen und ihm einfach die Wahl mitgeteilt. Der Professor wollte einwenden, ob man das auch ablehnen könne. Die Antwort: das ist eine Mitteilung. So ist es. Der Engel Gabriel tröstet Maria mit der Erinnerung daran: „Bei Gott ist nichts unmöglich“. Maria sagt das Ja-Wort, das zu unser aller Erlösung notwendig war. Wir werden teilhaben an der Auferstehung, in die ihr Sohn Jesus Christus uns vorausgegangen ist.

Zwei Grundsätze sind es, die uns die Göttliche Weisheit zugänglich machen. Der eine lautet: „Der Jünger steht nicht über dem Meister“ und der zweite: „Verschlungen ist der Tod vom Sieg“. Oder anders: denk an das Ende. Wie sehen die Folgen aus, wenn du etwas anfängst oder etwas unterlassen willst. Wer hat einen Nutzen, wer hat einen Schaden? Und über allem, wir beten das doch täglich im Vaterunser: „Herr, dein Wille geschehe“.

Am Schluß spricht Jesus einen Gedanken aus, der wunderbar ist, der aber auch sein Verhängnis haben könnte: „Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund“. Gute Gedanken sind also zu pflegen und böse auszugrenzen. Dazu sagt uns der hl. Petrus in seinem ersten Brief: (5:8) „Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann. Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!“ Und der hl. Paulus im Epheserbrief in aller Kürze und Klarheit: (4:27) Gebt dem Teufel keinen Raum!

„Am Anfang der Weisheit steht die Gottesfurcht“. Da gibt es kein zuviel , höchstens viele zuwenig. Wie sollen oder können wir verbunden werden „in der einen Liebe ... und neu gestaltet werden nach dem Bild“ des Sohnes Gottes, wie wir heute in der Präfation singen werden, wenn nicht aus der wahren Weisheit heraus, die das Geschenk der Gottesfurcht ist? Jesus bietet uns heute all das an. Maria hat es uns gezeigt mit demütigem, aber liebevollem Beispiel.
Amen.

 

Das geistliche Wort

 


Die neuen Kardinäle

Dem bayerischen Fernsehen sei Dank für die Übertragung der Feierlichkeiten vor der Peterskirche an zwei Tagen!

Die Kardinäle bilden ein Kollegium, das in drei Rangklassen geteilt ist:

1.     Kardinalbischöfe (Titularbischöfe der ehemals sieben "suburbikalen" (Stadtrand-) Bistümer: Ostia, Albano, Frascati, Palestrina, Porto u. Santa Rufina, Sabina und Porto Mirteto, Verlletri sowie die Patriarchen der unierten Ostkirchen. Diese Letzteren führen nicht den Titel Kardinal der Hl.Römischen Kirche", sondern "Kardinal der Hl. Kirche". (Beachte: Musterbeispiel dafür, daß es auch außerhalb der Römischen Kirche Kirchen im Vollsinn gibt, die in Glaube, Liturgie und Hierarchie papstverbunden sind!)

2.     Kardinalpriester: meist Diözesanbischöfe außerhalb Roms, sie bekommen in Rom eine "Titelkirche" übertragen.

3.     Kardinaldiakone: Sie bereuen in Rom eine Diakonie (etwa Ministerium, übrigens selbe Wortbedeutung (griech.) Sie sind also regelmäßig Kurienkardinäle (Bischöfe).

Die vornehmste Aufgabe des Kardinalskollegiums ist die Papstwahl. Die Mitglieder sind verpflichtet, mit dem Papst zusammenzuarbeiten. Ein Kardinal kann als Sondervertreter des Papstes (Papstlegat) zu bestimmten Anlässen entsandt werden, wodurch er das Recht erhält, als "alter ego" ("anderes Ich") den Papst zu vertreten.

Die Kardinalswürde wird den Kandidaten bei einem eigens dazu einberufenen Konsistorium ("Sitzung") verliehen. Dabei überreicht der Papst das die "Scheitelkappe" (Pileolus) und das Birett, beide aus Purpurseide, Symbolfarbe der Liebe. Aus bestem Stoff gefertigt, weil Höchstes dargestellt wird. Das sagt uns der Zuspruch des Papstes: "Diese rote Farbe ist ein Zeichen der Würde und der Amtes des Kardinals, besagt, daß Du bereit bist, mit Festigkeit, einschließlich der Bereitschaft, Dein Blut hinzugeben, für das Wachstum des christlichen Glaubens, für Frieden und Eintracht im Volk Gottes, für Freiheit und Wachstum der Heiligen Römischen Katholischen Kirche zu handeln".

Ein leitendes Mitglied der "Kirche von unten" liegt völlig daneben, wenn er aus diesem Papst-Zuspruch eine Eidesleistung des neuen Kardinals konstruiert: Kein Papst verlangt von irgend jemand, unter Eid die Hingabe des eigenen Lebens zu versprechen!! Solche Zurückhaltung scheint "Kirche v.unten" nicht zu unterscheiden fähig zu sein!

"Männergesellschaft unter sich", Prunk- und Machtgebaren der Kirche? Natürlich müssen derartige Ansichten daherkommen. Ihr Ursprung liegt nicht in der Liebe zur Kirche. Eher im Neid, der geschichtlich gewachsenen Sinn nicht kennt und anerkennt. Neid aber ist kein Bestandteil, sondern Makel der Kirche.

Ihr Pfarrer

 


Termine

Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!


Kommunionvorberteitung im Pfarrheim:
Donnerstag, 1. März um 16.00 Uhr. (Gruppe Diakon.)
Freitag, 2.März um 16.00 Uhr. (Gruppe Pfarrer.)

Kindermesse in der Schule; Jeden Donnerstag um 7:25 Uhr im Untergeschoß, Raum der "Mittagsbetreuung".

Freitag, 02. März um 19.00 Uhr ökumenischer Weltgebetstag der Frauen in Pfarrheim. Die Informationen und Vorlagen kommen diesmals aus einer Südsee-Insel. Alle Frauen, die gerne konfessionsübergreifend beten sind herzlich eingeladen. Anschließend Gesprächsabend.

Absage an das Klonen und Töten von Menschen!
Das Kolpingswerk Deutschland ruft bundesweit zu einer Unterschriftsaktion gegen das therapeutische Klonen auf. Es ist zu be-fürchten, daß die Regierung in Berlin einen Kurswechsel in dieser Frage vollziehen will. "Damit zeichnet sich eine Abkehr vom bisherigen gesellschaftlichen Konsens über die Unverfügbarkeit des Lebens ab". "Dadurch wird der Mensch in seiner unveräußerlichen Würde mißachtet und als bloßes Mittel zum Zweck degradiert". Das wäre unvereinbar mit dem Grundgesetz.
Zur Gewinnung von Organen aus menschlichen Stammzellen werden Embryonen getötet. Solches Vorgehen bedeutet Rückkehr zum heidnischen Kinderopfer. Dabei wurden z.b. in Stadtmauern oder Grundmauern großer Gebäude Kinder eingemauert oder dem Götzen Moloch verbrannt. Belegstellen in der Bibel: Lev 18,21 u. 20,2f; (Verbot des Kinderopfers). Beispielerzählungen v. Kinderopfern bei israelischen Königen, die zum Götzendienst zurückgekehrt waren:2 Könige 16,3; 17,17 21,6; 2 Chronik 33,6; Ezechiel 16,21; 20,26; 20,31.
Solches Kinderopfer wird längst geübt bei der künstlichen Befruchtung von Frauen. Dabei werden immer eine Mehrzahl von Embryonen "ausgeschieden".
Wer kann mit einer Mentalität leben, die so heißt: damit ich überleben kann, sollst du sterben?
Im Windfang der Kirche liegen Unterschriftslisten auf. Bitte beteiligen Sie sich!

Bitte, den gravierenden Fehler im letzten Kirchenzettel bei der Gottesdienstordnung nachzusehen! Wir haben im PC die Ferien-Vorlage erwischt. Wird niiee mehr geschehen! (Meß-Ordnung am 25.Feb.!)

Ihr Pfarrer
Konrad Schmid

Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching .
Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach (Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.