Kirchenzettel
St. Korbinian
24.06. - 01.07.2001
SEIN NAME
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM JOHANNITAG
LESUNG I (Jes 49,1-6): |
"Jetzt aber hat der Herr gesprochen." |
LESUNG II (Apg 13,16.22-26): |
"Ich bin nicht der, für den ihr mich haltet." |
| EVANGELIUM (Lk 1,57,66-80): | "Nein, er soll Johannes heißen." |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
Sonntag GEBURT DES HL. JOHANNES DES
TÄUFERS |
Montag |
Dienstag |
Mittwoch |
Donnerstag hl. Irenäus |
Freitag HL. PETRUS UND PAULUS |
Samstag hl. Otto von Bamberg +1139 |
Sonntag 13.Jahressonntag |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 24.06. Elisabeth Röder +1988. 25.06. Katharina Oks +1939, Johannes Oks +1945, Therese Bohne +1977, Wolfgang Nowak +1983, Michael Bichler +1987, Gilbert Delhorbe +1992. 26.06. Georg Frimmer +1954, Rudolf Seifert +1966, Berta Maxim +1968, Theo Donhauser +1985, Sigrid Eichinger +1988, Theresia Schelle +1995, Joseph Kästel +1987, Therese Schelle +1995. 27.06. Michael Schwarz +1961, Franz Marstaller +1986, Josef Rauch +1996, Maria Bullacher +1998, Ingrid Steinborn +2000. 28.06. Hl. Irenäus, Georg Kreutzer +1969, Maria Kraft +1954, Anna Zierhofer +2000, Thomas Lenk +2000. 29.06. Hl. Petrus u. Paulus Josef Bader +1958, Gaby Schick +1987, Rudolf Rotter +1988, Hildegard Seidl +1989, Elsa Braun +1992, Josef Haberl +1997, 30.06. Hl. Karoline Maier +1970, Konrad Weber +1981, Wilhelm Escher +1984, Elisabeth Foag +1985, Elfriede Padeborn +1986, Ursula Fabian +1989, Felix Soller +?, 01.07. Bernhard v. Fabris +1999, Hans Buhl +1996. |
Predigt zum Johannifest 2001
Das Geburtsfest des heiligen Johannes des Täufers wird eingeleitet durch eine eigene Vorabendmesse, in der liturgischen Sprache Vigilfeier. Das zugehörige Evangelium berichtet von der Erscheinung des Verkündigungsengels vor Zacharias, der, ähnlich wie ein halbes Jahr später Maria, von der Geburt seines Sohnes erfährt, dem er den Namen Johannes geben sollte. Dabei nannte der Engel die besondere Charakteristik des Kindes: Er wird groß sein vor dem Herrn. Wein und andere berauschende Getränke wird er nicht trinken, und schon im Mutterleib wird er vom Heiligen Geist erfüllt sein. Viele Israeliten wird er zum Herrn, ihrem Gott, bekehren. Er wird mit dem Geist und mit der Kraft des Elija dem Herrn vorangehen, um das Herz der Väter wieder den Kindern zuzuwenden und die Ungehorsamen zur Gerechtigkeit zu führen und so das Volk für den Herrn bereit zu machen. Ja, das ist unser Heiliger! Werden sich die Mütter vor allem denken. Einer, der das Herz der Väter wieder den Kindern zuwendet! Dieses Wort des Verkündigungsengels an Zacharias. Ist eines der Schlüsselworte des ganzen Evangeliums. Ein Schlüssel zur Familie, ein Schlüssel zur Ordnung des Gemeinwesens, ein Schlüssel aber auch zum Herzen Gottes. Wir müssen einfach einmal die Gedankenfolge dieses Zitats geistig im Mund verkosten. Wie das der Prophet Ezechiel in seiner Berufungsvision berichtet (2,8ff): Du aber, Menschensohn, ... öffne deinen Mund und iß, was ich dir gebe. Und ich sah, eine Hand war ausgestreckt zu mir; sie hielt eine Buchrolle. Auf ihr waren Klagen, Seufzer und Wehrufe geschrieben. ... Er sagte zu mir: ... Iß diese Rolle, dann geh, und rede zum Haus Israel. --- Ich aß sie und sei wurde in meinem Mund süß wie Honig. Johannes wird mit dem Geist und der Kraft des Elija dem Herrn vorangehen, und zwar um das Herz der Väter wieder den Kindern zuzuwenden und die Ungehorsamen zur Gerechtigkeit zu führen und so das Volk für den Herrn bereit zu machen. Das Herz der Väter wieder den Kindern zuzuwenden. In dieser Aussage ist bezeichnet, wie Gott ist. Der Messias, auf den Johannes vorbereiten soll, wird einmal lehren, zu Gott im Himmel unser Vater zu sagen. Daß das Kind zu seinem Vater Babba sagt, das wird die ganz neue Lehre Jesu werden. Denn so darf und soll der Mensch zu Gott sagen. Wir sind das längst gewohnt, und was denken wir uns dabei? Wenn Jesus sagt: So sollt ihr beten, dann gibt er eine Anweisung, die gesellschaftlich wirksam werden soll. Da sind viele gesellschaftliche Dimensionen angesprochen. Es geht zuerst um ein angstfreies Vaterbild. Das heißt nicht, daß die Kinder nicht sowas wie eine heilsame Scheu haben sollen, die es ihnen erschwert, den Vater durch Ungehorsam zu enttäuschen. Solche Scheu verdient dann den Namen heilsam, wenn das Kind, eben im Blick auf den Vater, einfach nicht herausfällt aus dem Vertrauen, aus der liebenden Zuneigung. Vater ist nicht Pascha! Dann wird nämlich das Kind empfinden: Ich darf ja nur immer funktionieren! Eine derartige Vater- Erfahrung fälscht das Gottesbild. Es würde zu Fundamentalismus führen. Ähnlich verhängnisvoll wäre eine Vater-Erfahrung ohne Wertevermittlung. Ein zweites ist, daß es überhaupt Väter geben muß. Wieviele verheiratete Männer wollen nie Vater werden? Wieviele Singles wollen das genauso wenig? Den sexuellen Spaß lehnen sie nicht ab. Die Lebenserfüllung durch Verantwortung und zwar in der Familie kommt dabei nicht vor. Es gibt eine untrennbare Verbindung von Vaterbild und Gottesverehrung. Wo eine sexuelle Selbstbestimmung verkündet und die Rückbindung auf Vater- und Mutterschaft nicht bloß außer acht gelassen, sondern definitiv geleugnet wird, da werden der Verehrung Gottes die natürlichen Wurzeln aus der Seele des Menschen gerissen. Die Psychologen sollten einmal diesen Zusammenhängen nachgehen, bevor man für den Auszug der Leute aus der Kirche einseitig und vorschnell die Kirche selber verantwortlich macht. Väter können sich gar nicht in rechter Weise ihren Kindern zuwenden, ohne dabei Gott ins Spiel zu bringen. Dabei braucht gar nicht immer und jederzeit von Gott dahergeredet zu werden. Die Zuwendung allein bereits bringt Gott ins Spiel. Das wird besonders deutlich, wenn ein Kind behindert ist. Aus meinem Umgang mit solchen Familien hab ich da schon grundlegende Einsichten gewonnen. Da ist ein Kind blind und kann nicht sprechen. Auch das Gehör ist sehr beeinträchtigt. Kann so ein Kind von Gott erfahren? Ich möchte behaupten, sehr intensiv. Nur eines geht allerdings gar nicht, nämlich jene oft sehr einseitige, unverbindliche Belehrung mit leeren Worten, die keine Überzeugung erkennen lassen. Da gibt es nur die eine Weise, wie die Mutter ihr Kind mit Liebe umhegt, es trägt und an sich birgt. Wie dann das Kind auf Vorgänge um es herum reagiert. Wie sich Freude auf seinem Angesicht zeigt: da möcht ich schon wissen, ob das grundsätzlich etwas anderes ist, als ein Lernprozeß für das behinderte Kind und auch für Vater und Mutter dafür, daß es Gott gibt und wie Gott zu uns Menschen ist! Vater und Mutter sind entweder ein deutlich sprechendes Gleichnis für Gott, oder das Kind fällt in eine bodenlose Leere. Die Rede davon, daß Vater und Mutter Stellvertreter Gottes seien, hat nur Gültigkeit, wenn selbstlose Liebe dahinter steht. Darum halte ich alle Bestrebungen für so schlimm für die Menschheit überhaupt, wenn bereits durch vorgeburtliche Selektion das Leben in lebenswert und lebensunwert unterschieden wird. Solche Arroganz, die zu Gericht sitzt über Glück und Unglück, schädigt die Menschheit mindestens genauso wie ein Krieg. Denn sie entzieht der Menschheit die Quelle wahrer Liebe, welche sich der schwersten Prüfung stellt. Geben wir uns dabei keinen Illusionen hin. Für die betroffenen Eltern ist das unvorstellbar schwer. Ihnen werden ungeahnte Kräfte zuwachsen, wenn sie sich der Aufgabe ehrlich stellen. Gerade darum ist es so wichtig, daß wir alle Verständnis äußern und Rücksichtnahme. Kein falsches Mitleid, sondern Menschlichkeit an den Grenzorten des Lebens. Es gibt so schöne Sprüche. Zum Beispiel: ein jedes Kind zeigt uns, daß Gott sein Vertrauen zur Menschheit nicht verloren hat. Wenn es erlaubt ist, so einen Gedanken umzudrehen, dann heißt das: Wo immer ein Kind aus dem Leben herausselektiert wird, da zieht sich Gott von einer wichtigen Stelle der Menschheit zurück, da verwehren wir Gott den Zugang zur gesellschaftlichen Realität. Das hat schlimme Folgen. Wo Leid und Opfer wegdiskutiert werden, da wuchert alle Schlechtigkeit und das ist meßbar an der Kriminalstatistik. Gibt es nichts
Tröstliches zu sagen? Doch, eben die Botschaft des heiligen Johannes. Habt Mut, seine
Botschaft den jungen Leuten zu sagen: Habt Mut zur Vater- und Mutterschaft. Habt Mut zur
Ehe. Habt Mut, Kindern das Leben zu schenken. Habt Mut zu gutem Beispiel. Das ist eine
Sprache, die heute noch wirkt und zwar gerade dort, wo Worte nicht wirken. Habt Mut,
zuerst auf Gottes Gebot zu schauen und nicht auf den gesellschaftlichen Trend. Der Geist
Gottes kommt zu Hilfe, aber erst, wenn wir vorher anfangen. Es klingt paradox: wir dürfen
seine Kraft investieren, obwohl wir kaum etwas davon spüren. Das Evangelium rät uns
dazu. |
Termine
Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!
Neue Ministranten: Freitag, 29. Juni um 1600 Uhr im Pfarrheim. Uni-Chor im Pfarrsaal Samstag, 30.6. und Sonntag, 1.7. Probentag im Pfarrheim. Gesang bei der Samstag-Abendmesse MUGLMESSE am Sonntag, 1. Juli: Wer findet nicht hin? Bitte, Nachbarn fragen! (Perlacher Forst) Barockkonzert im Pfarrsaal am Freitag, 6. Juli um 19.30h. Junge Musikanten spielen Werke von Mozart, Fiala, Hummel
am Sonntag, 7. Oktober 2001 Fahrtkosten
ca. DM 15,00
Name, Vorname ...........................................................
Adresse + Telefon ............................................................
Die
Voranmeldung gilt, wenn sie bis zum Montag, 30. Juli nicht widerrufen wird. |
Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86,
Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching
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Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.