Kirchenzettel
St. Korbinian
Bekenntnis
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 12. JAHRESSONNTAG
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LESUNG I (Jer 20,10-13): |
"Ich hörte das Flüstern der Vielen." |
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LESUNG II (Röm 5,12-15): |
"Weil alle sündigten." |
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EVANGELIUM (Mt 10,26-33): |
"Fürchtet euch also nicht!" |
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM HOCHFEST PETER UND PAUL
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LESUNG I (Apg 12,1-11): |
"Plötzlich trat ein Engel des Herrn ein." |
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LESUNG II (2 Tim 4,6-18): |
"Der Herr stand mir zur Seite." |
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EVANGELIUM (Mt 16,13-19): |
"Du bist Petrus, der Fels." |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
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Sonntag 12.
Jahressonntag |
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Montag Geburt
Johannes des Täufers |
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Dienstag |
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Mittwoch |
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Donnerstag Hl.
Hemma von Gurk+1045; Hl.Cyrill v.Alexandr.+444 |
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Freitag Hl. Irenäus
+um 202 |
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Samstag Hl. Petrus
und Paulus, Apostel |
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Sonntag 13.
Jahressonntag hl.Otto v.Bamberg +1139 |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 23.06. Elisabeth Hamatna +1988, Anton Schöfbeck +1988, Elisabeth Schulz +1996, Fritz Wunsch +2000; 24.06. Elisabeth Röder +1988; 25.06. Therese Bohne +1977, Wolfgang Nowak +1983, Michael Bichler +1987; 26.06. Georg Frimmer +1954, Rudolf Seifert +1966, Theo Donhauser +1985, Joseph Kästel +1987, Theresia Schelle +1995, Stefan Klepatzko +2001; 27.06. Michael Schwarz +1961, Franz Marstaller +1986, Josef Rauch +1996, Maria Bullacher +1998, Ingeborg Steinborn +2000, Albin Lux +2001; 28.06. Maria Kraft +1954, Georg Kreutzer +1969, Anna Zierhofer +2000, Thomas Lenk +2000; 29.06. Gaby Schick +1987, Rudolf Rotter +1988, Hildegard Seidl +1989, Elsa Braun +1992, Josef Haberl +1997, Anastasios Stamatiadis +2001. |
Predigt zum 12. Jahressonntag
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Die Sommerzeit beschert uns die Natur in verschwenderischer Fülle und Vielfalt. Stellen wir uns vor, eine Wiese hätte nur so viele Gräser, wie nötig sind, daß genügend Samenkörner hervorgebracht werden; die Bäume nur soviel Zweige, daß in den die Blättern genügend Stoffwechsel geschehen könnte. Die Natur würde einen kümmerlichen, geizigen Eindruck hinterlassen. Wenigstens in unseren Breitengraden bietet die Natur überschwänglichen Reichtum, unübersehbare Vielfalt. Und diese Vielfalt wächst und fruchtet und vergeht und wird wieder von neuem. Fürchtet euch also nicht, weil ihr vergänglich seid. Weil der Tod herrscht in dieser Welt. So spielt uns die Natur ein ständiges Werden und Empfangen und Geben und Vergehen vor. Als wolle sie uns sagen: schaut her! Wenn ich alles hergebe und alles verliere, es reift die Zeit, da kommt alles wieder im Überfluß zum Vorschein. Hat Jesus das heutige Evangelium den Gesetzen der Natur entnommen? Bestimmt gibt es da eine Entsprechung. Doch eines ist anders, radikal anders. Die Natur kennt nur Individualität. Es gibt Einzelwesen, viele Einzelwesen. Wer könnte die Grashalme zählen? Gleicht einer in allem dem andern? wie viele Blätter begrünen die Sträucher und Bäume? Es gibt keine zwei Blätter, die sich völlig gleich wären. Aber kein einziges der Pflanzen- und Tierwesen besitzt personales Bewußtsein. Keines weiß um Erfahrung von Schuld oder Unschuld, keines sehnt sich nach Zukunft, keines befürchtet ein Scheitern. Der Mensch ist durch sein geistiges Bewußtsein in einzigartiger Weise hervorgehoben aus der gesamten belebten Natur. Trotzdem weiß er sich angefochten durch die zahlenmäßiger Überfülle innerhalb der menschlichen Gesellschaft. Welch bedrohliches Bild hat uns Jeremias in der ersten Lesung aus seinem erlebten Alltag geschildert? Eine Alltagserfahrung, die geradlinig in den Kreuzweg Jesu führt. Ich hörte das Flüstern der Vielen: Grauen ringsum! Zeigt ihn an! Wir wollen ihn anzeigen! So der Betroffene, der Prophet. Und in seiner Umgebung sagt man: Vielleicht läßt er sich betören, daß wir ihm beikommen und uns an ihm rächen! Sie wollen ohne viel Aufsehen Rache üben. So geht es zu in der Masse der Menschen, wo Viele sich im Weg stehen. Doch der Herr läßt uns nicht allein. Er will bei uns sein. Dazu schenkt er uns Tugenden, die uns bewahren vor dem Gesetz der Natur, dem Fressen und dem Gefressen werden. Tugenden, durch die wir im Alltag Gottes Lebensart verwirklichen dürfen und zugleich dabei erkennen: ohne Gott geht nichts. Angesichts der Überfülle in der belebten Natur kennen wir beim Menschen einen Reichtum, der in der Möglichkeit des Gebens liegt. Wir nennen dies Großmut. Gegenüber dem Einerlei der Massen von Menschen rettet uns das: Bekenntnis. Die Großmut bewahrt unser Personsein vor kleinkariertem Besitzdenken. Das Besitztum gewährt ein eigenständiges Reservat gegenüber den anderen Leuten. Das Bekenntnis rettet die Eigenständigkeit des Bewußtseins, damit wir das Gesicht nicht verlieren vor den Bedürfnissen und Ansprüchen der Masse. Die Großmut dürfen wir am schönsten ausüben im Vergeben. Wir bitten darum zu Beginn jeder hl. Messe. Wir gestehen vor einander unsere Schuld ein und bitten gleichzeitig einander um das fürbittende Gebet, wohlgemerkt im Kreis der Engel und Heiligen. Selbst wenn wir uns vielleicht keiner aktuellen Sünde bewußt sind, wird dadurch die gemeinsame Solidarität hergestellt, ohne die unser Selbstbewußtsein sich isolieren würde zu jener Haltung, die für so viele Ehen tödlich wird, zum Egoismus. Er fürchtet sich vor denen, die den Leib töten, vor denen, die deine Ansprüche in Frage stellen. Das Bekenntnis geschieht beim Credo, wenn wir den Glauben der Kirche bekennen. Wer sich zu etwas bekennt, gewinnt Würde innerhalb der Vielen, die nicht wissen, was sie wollen. Großmut und Bekenntnis begründen personale Beziehung. Die Großmut, weil sie schenkt, ohne sich bezahlen zu lassen. Das Bekenntnis, weil es Treue übt und dabei Freiheit gewährt im Gehorsam. Jesus verlangt es nicht um seinetwillen. Wir selber haben es nötig. Auch bei unseren heiligsten Grundsätzen darf es nicht um uns gehen, um unsere Ehre, sondern um ihn, vor dem wir das Knie beugen.
Jetzt müßten
wir noch mal das Evangelium lesen. Wir können dabei begreifen,
wie Jesus aus den Tiefen seines Menschseins zu uns spricht. Es reicht
zurück in die ganze Geschichte des Gottesvolkes und seiner
Propheten und weist weit in die Zukunft der Menschheit hinein. Sein
Rückgriff in die Vergangenheit und sein Vorgriff in die Zukunft
ist möglich, weil der Mensch derselbe geblieben ist und sein
wird, der Barmherzigkeit und Großmut des dreifaltigen Gottes
bedürftig, der die Gemeinschaft mit uns sucht und sich in Jesus
Christus eindeutig zu uns bekennt. Wir schulden ihm Dank für
diese Gnade. |
Ein
Wort der Klarstellung
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Dem Leben zu dienen, das ist in unserem Lande strafbar geworden. Wer das verstehen kann, verstehe es. Eine Ärztin hatte eine vorgeburtliche Ultraschall-Untersuchung fehlgedeutet. Das ist eine Sache für sich. Eine andere die Konsequenz, die der Bundesgerichtshof (!!) daraus zieht. Hätte die Ärztin die vorliegende Behinderung des Embryos erkannt, hätte sie die Mutter auf die Möglichkeit hinweisen müssen, das Kind zu töten. Natürlich umschreibt man mit: "abtreiben". Jetzt muß die Ärztin die Unterhaltskosten für das sehr behindert zur Welt gekommene Kind ersetzen. Und: der "seelische Schock", an dem die Mutter des Kindes seit der Geburt leidet, erfordert Schmerzensgeld. So der Gerichtshof. Keine Rede von einer Pflicht, der Mutter seelischen Beistand zu leisten, statt dessen wird das Töten zum Anspruch erhoben! Unmenschlichkeit im Gewande der Menschlichkeit! Studenten der Medizin: laßt ab von euerm Berufsideal! Ihr werdet gezwungen, gegen das Gewissen, gegen das Leben zu entscheiden! Das Gewissen: der BGH hat nicht über ein Gewissensurteil zu befinden. Er überschreitet aber seine Zuständigkeit, wenn er das Leben einer Ware gleichsetzt und je nach lebenswert oder lebensunwert einteilt bzw. diskriminiert. Man muß dem BGH sogar bescheinigen, daß der entgegen der Verfassung votiert und früheren Urteilen des Verfassungsgerichtshofes widerspricht. Verfassung Art.1: Würde des Menschen, Menschenrechte; Art 2: freie Entfaltung der Persönlichkeit, Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, was natürlich weder Krankheit noch Behinderung betrifft, vielmehr den Schutz vor willentlicher Zufügung körperlichen Schadens. Welch ungeheueren Aufwand erfordert die Erforschung des Lebens und seiner Bedingungen! Welch wunderbare Einsichten konnte die Menschen gewinnen in seine Geheimnisse, die selbst in Krankheit und Behinderung das Staunen lehren! Was für großartige Bereitschaft zu Liebe und Opfer zeigen Mütter in der Sorge für ihre Kinder, ebenso bei Lehrern in Schulen und bei Meistern in Werkstätten! Aber Behinderung, so setzt das Gerichtsurteil voraus, schließt Sinn aus, taxiert das Leben nach dem Geldwert gleich und gibt es der Willkür preis! Die Unverfügbarkeit des Lebens, geboren oder ungeboren, ist Erkenntnis allgemeiner kultureller Reife. Das bedeutet auch das Eingeständnis, daß der Sinn des Lebens vorgegeben und weitgehend im Geheimnis bleibt. Bevor du den Sinn deines Lebens erkennst, mußt du Gott verehren! Zivilisation allein weiß das noch nicht. Auch die Feststellung, daß Liebe ihre Quelle nicht im Spaß hat, vielmehr aus den Grenzfällen des Lebens. Dort nämlich kann der Mensch nur von Zuwendung leben. Er muß sich zu ihr bereitfinden, sonst kommt der Tod. Liebe kann nicht erst anfangen, wo der Spaß aufhört. Wo der Spaß den Dank verloren hat, kann auch Liebe nicht mehr ansetzen zur Ehrfurcht. Terror läßt grüßen. Fortsetzung folgt, weil's so wichtig ist, vor allem für die Gesetzgebung. Nach welcher Farbe auch immer. Ihr Pfarrer |
Termine und Mitteilungen
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Der Pfarrgemeinderat informiert! Unter diesem Titel wird der Pfarrgemeinderat in unregelmäßigen Abständen eine Beilage zum Kirchenzettel herausgeben. Die 1. Beilage (Nr. 01/Juni 2002) finden Sie hier. |
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Mi. 26. Juli ab 14.00 Uhr Kaffeenachmittag im Pfarrheim. Firmlingsgruppe beim Pfarrer: Donnerstag um 17 Uhr!
Sonntag, 30. Juni:
Muglmesse um 10.30! Es ist schwierig, die Wetterlage zu konstatieren. Darum gilt die Regel: wenn es von unten trocken ist und die Wolken versprechen, lichter zu werden, gilt schönes Wetter. Selbst wenn es am Samstagabend geregnet hat, kann bis zum Sonntagmorgen wieder alles trocken sein, auch wenn in den Zweigen noch Regentropfen hängen. Wenn der Boden naß, kalt und baazig ist, fällt die Muglmesse aus. Mi. 3. Juli um 19.30 Uhr im Pfarrheim, Info-Veranstaltung: "Zusatzbepflanzung am Friedensplatz gut oder schlecht" Bei vielen Kirchgängern, einstimmig beim Pfarrgemeinderat, ist die neue Bepflanzung auf Ablehnung gestoßen. Die Pfarrei dringt auf Wiederherstellung des vorherigen Zustandes und hat dies bei der Gemeinde beantragt. Wir laden zur Teilnahme ein. Nach unserer Meinung wird durch die dichte Bepflanzung und vor allem im Hinsicht auf deren Wachstum das freie, luftige Ensemble des einzigen historischen Platzes im alten Dorf mit seinem Kriegerdenkmal und dem alten Baumbestand direkt neben St. Korbinian empfindlich gestört. Die Verdichtung der Sträucher wird zum Hundeklo einladen. Unser Herr Bürgermeister wird mit seinem Fachmann für Gartengestaltung dankenswerter Weise anwesend sein. Ausflug mit der KAB-Gruppe am 12. Juli zur Bayerischen Landesausstellung in Bamberg über Kaiser Heinrich II. Abfahrt: 6.45 Uhr am Pfarrheim, Rückkehr c. 18.30 Uhr. Einladung an alle!
Liedanzeiger in der
Kirche: Bitte um Geduld! Wir müssen für einen neuen sparen:
es ist endlich für das Gotteslob der neue Diözesanteil so
weit fertig, daß er im Herbst auf den Markt kommen wird. Dieser
Teil ist vierstellig numeriert, unser alter Liedanzeiger (von 1974!)
ermöglicht nur dreistellige Zahleneingabe. |
Kath.Pfarramt
St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching
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Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.