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Kirchenzettel

St. Korbinian

21.10. - 04.11.2001

Kirchweih, Allerheiligen und Allerseelen 2001

PFARRBRIEF 2001

 

DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 29. JAHRESSONNTAG


wird nachgetragen

 

 

 

 

 


G O T T E S D I E N S T O R D N U N G

Sonntag KIRCHWEIHFEST – PAPSTSONNTAG Hl.Ursula .+3Jh.
21.10.2001

08.30 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse
15.30 italienische Messe
19.00 Singmesse

Montag
22.10.
08.00 Seelenmesse für die + Pfarrangehörigen
anschl. kl. Gräberumgang

Dienstag Hl. Johannes v. Capestran 1456
23.10.
07.15 hl. Messe
17.00 Oktober-Rosenkranz

Mittwoch Hl. Antonius Maria Claret +1870
24.10.
18.30 Rosenkranz
19.00 Singmesse

Donnerstag
25.10.
07.25 Kindermesse in der Schule

Freitag 
26.10.
07.15 hl. Messe
17.00 Oktober-Rosenkranz

Samstag 17.30 Beichtgelegenheit und Rosenkranz
27.10.
16.00 hl. Messe im Wohnstift am Parksee

Gedenktage

GEDENKTAGE: 21.10. Georg Hannaberger +1943, Josef Schäffler +1990, Annemarie Ederer +1993, Robert Hartmann +1994, Josef Krämer +1995, Sr. M. Reineria Marx +1999; 22.10. Maria Bernard +1971, Barbara Poschenrieder +1974, Emma Weigel +1975, Peter Wimmer +1979, Georg Knopf +1983; 23.10. Karl Peter +1988, Anton Fürst +1989, Walter Niedermeier +1997; 24.10. Thekla Frimmer +1974, Martina Scheck +1985, Sr. M.Ida Bauer +1999, Manfred Lechner +2000; 25.10. Hermine Schubert +1977, Eva Brendel +1991, Werner Reithmaier +1995, Hedwig Reithmaier +1996, Pfr. Peter Erhard +1997, Johann Reithmaier +1997, Hans-Peter Feiber +1998, Kurt Reithmaier +1999; 26.10. Franz Stansitz +1978, Monika Schwinghammer +1980, Maria Markowetz +1983, Therese Mattick +1985, Berta Lewin +1986, Johann Haberl +1993; 27.10. Sylvester Wilk +1945, Michael Drum +1945, Peter Demal +1979.

 

DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 30. JAHRESSONNTAG

wird nachgetragen

 

 

 

 

 

 

G O T T E S D I E N S T O R D N U N G

Sonntag 30. Jahressonntag hl. Apostel Simon und Judas / Weltmissions-Sonntag
28.10.2001

08.30 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse
19.00 Singmesse

Montag
29.10.
07.00 hl. Messe im Kloster

Dienstag
30.10.
07.30 hl. Messe
17.00 Oktober-Rosenkranz

Mittwoch Hl. Wolfgang +994
31.10.
18.30 Rosenkranz
19.00 Singmesse für Allerheiligen

Donnerstag ALLERHEILIGEN Sammlg. f. Priesterausbdg.in d. Diaspora
01.11.2001

09.30 Festmesse Chor:
14.00 großer Gräberumgang
--.-- k e i n e Abendmesse

Freitag ALLERSEELEN (Herz-Jesu-Freitag)
02.11.2001

08.00 Seelengd. f. die + Pfarrangehörige
anschl. kleiner Gräberumgang

Samstag Sel.P.Rupert Mayer +1945
03.11.
17.30 Beichtgelegenheit und Rosenkranz
16.00 hl. Messe im Wohnstift am Parksee

Sonntag 31. Jahressonntag hl. Karl Borromäus +1584
04.11.2001

08.30 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse
19.00 Singmesse

 

GEDENKTAGE 28.10. Santiago Ruiz +1981, Anna Freisinger +1982, Gerhard Cordes +1990, Franz Bähr +1993, Hildegard Seyfart +1993, Peter Lederer +1997, Rosa Brechenmacher +1999; 29.10. Werner Mundi +1983, Karl Moosburner +1983, Therese Moser +1993, Alois Horak +1997; 30.10. Georg Fischer +1976, Alois Ortler +1980, Heinrich Engelhardt +1989, Eva Gröbler 1990; 31.10. Heinrich Neubauer +1965, Josef Schäffler sen. +1978, Konrad Stömmer +1985, Anton Hirschmann +1995, Josef Obermaier +1998; 01.11. Kreszenz Preimesser +?, Josef Littich +1970, Ludwig Eiglsperger +1977, Boleslaw Napidrkowski+1980, Johann Nedbal +1980, Otto Schmiedt +1983, Dr.Heinz Leonhardt +1992, Thekla Maier +1999, Maria Wottke +2000; 02.11. Johann Repp +1970, Josef Birnböck +1977, Hans Wölfel +1980, Franz X. Kohlschmid +1980, Heinrich Schusteck+1981, Jakob Gschwandtner +1994, Heinrich Baum +1994; 03.11. Else Meier +1968, August Kiermaier +1971, Wilhelm Bölke +1975, Helmut Varesi +1978, Klara Kuhn +1983, Jozo Strbic +1995.

 

Predigt zum 29. Jahressonntag, Kirchweih


29. Jahressonntag 2001
 Kirchweihsonntag
 1 Kön 8,22ff; 1 Petr 2,4-9; Joh 4,19-24

Unserer Kirchweihbetrachtung möchte ich ein eigenwilliges Motto voranstellen. Die Kirche als Ort der Klugheit der Schlangen und der Arglosigkeit der Tauben.

Jesus sagt bei Matthäus im 10.Kapitel: „Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben! Die Klugheit der Schlange ist der Paradieseserzählung vom Sündenfall des Menschen entnommen. Dort tritt die Schlange auf als sorgfältige Beobachterin. So entdeckt sie die schwächste Stelle des Menschen und setzt dort mit ihrer Versuchung an. Die schwächste Stelle ist da, wo der Mensch am leichtesten nachzugeben bereit ist. Das ist sein undankbares Schielen auf Macht. Keine Gesetze, keine Vorschriften! Antiautoritär laßt uns sein, wir sind unsere eigenen Herren. Die Grenze, die das Paradies in seiner eigenen Mitte vor dem Baum des Lebens zeigt, ist unerträglich. Laßt uns essen von der verbotenen Frucht, und unsere Augen werden zu Gottes Augen werden!

An dieser Stelle setzt die Schlange mit ihren falschen Versprechungen in großer Klugheit ein. Auf solche Klugheit hat es auch Jesus abgesehen. Damit die Klugheit uns aber nicht verführt, gierig nach Macht zu greifen, gesellt Jesus zu ihrer Korrektur die Arglosigkeit der Tauben dazu. Also keine Klugheit, welche die Augen senken läßt, damit nicht das schlechte Gewissen aus ihnen sprechen kann. Klugheit braucht Werte, sonst wird sie selbstgefällig und zum Opfer des Stolzes. Modern gesagt: sie wird im Schlepptau der Ideologie zur Dummheit.

Wie wichtig ist die Mahnung Jesu zu kritischer Unterscheidung: „Seid klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben“! So lautet diese Unterscheidung für jene, die Jesus aussendet zum Aufbau der Kirche durch die Verkündigung des Reiches Gottes. Solche Verkündigung des Gottesreiches bedeutet zugleich den Ruf zur Gemeinschaft der Kirche. Nur die Kirche ist beauftragt, das Wort Gottes zu hüten, die Sakramente zu spenden und die heilige Liturgie zu feiern. In der Kirche darf der Wiederhall der Gebete nicht mehr verstummen.

Dazu lehrt Jesus eine zweite Kunst der Unterscheidung. Wir haben sie heute im Gespräch des Herrn mit der Samariterin gehört. Auf welchem Berg, so nennt sie ihr Problem, steht der richtige Tempel, in dem Gott unsere Gebete hören will? „Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. --- Die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit“. Das ist keine Kann-Vorschrift. Es ist ein Muß! Wer den Vater anbeten will, kann das gar nicht anders, außer „Im Geist und in der Wahrheit“.

Mit diesem Wort ist die große Wende der Religionsgeschichte markiert. Und zugleich scheitert hier ein jeder Fundamentalismus. Wie ist das zu verstehen?

„Im Geist“ heißt: nicht mit Buchstaben, nicht sklavisch an Formeln gebunden: „Wenn ihr betet, dann plappert nicht wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht. Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Dazu gehört auch, was Jesus im gleichen fünften Kapitel des Matthäus-Evangeliums in der Bergpredigt weiter sagt: Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen. Lauter Beispiele dafür, daß unser Gebet aus dem Herzen kommen muß. Formeln können verdecken, was mein Anliegen, meine Sorge ist. Formeln könne auch verschleiern, was ich wirklich meine.

Und das Zweite: „In der Wahrheit“. Also überall und nicht nur an bestimmten Orten; nicht aus Angst, nicht in falscher Rücksichtnahme. Und wieder: nicht mit verlogenen Sprüchen.

All das braucht der Fundamentalist. Der braucht immer klare Direktiven. Er muß Angst haben vor Selbständigkeit. Er braucht Drohung. Das eigene Gespür für rechten Weg ist ihm verboten. Die Autorität hat ihm das Gewissen abgenommen.

Der Fundamentalismus macht den Menschen manipulierbar. Wo Gott nicht einmal ins Herz des Menschen sprechen darf, da muß alles öffentlich sein. Darum müssen sogar die Gedanken der Menschen einander gleichen. Wenn dann ein Mensch entsprechend geschult und gedrillt ist, dann kann er Jahre lang zum geheimen Schläfer werden, um auf ein Signal hin aufzuwachen und mit tödlicher Sicherheit den Terror zu vollbringen.

Wie aktuell sind die Worte Jesu: „Seid klug wie die Schlangen und arglos die die Tauben!“. „Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

Aber haben wir in der Kirche nicht Wallfahrtsorte? Sind nicht die Kirchen selber richtige Bauten, fest gegründete Häuser? Haben wir nicht gefügte Gebete? Hat nicht Jesus selber uns das Vaterunser gelehrt?

Die Lehre Jesu läßt sich nicht ungestraft vereinseitige. Stellvertretend für alle Fragen sei, jetzt im Oktober, der Rosenkranz erklärt, um der Kürze willen in Form einiger Regeln.

1.    Der Rosenkranz ist ein Gebet, das ich nur in langer Übung zu beten lernen kann. Ich muß mich selber mühsam ihm öffnen.

2.    Der Rosenkranz ist ein Gebet der Erinnerung durch Wiederholung. Er vergegenwärtigt zwei zentrale Geheimnisse der Frohen Botschaft: den Gruß des Engels an Maria und, als unsere Antwort, die Bitte um Vergebung der Sünden und um ein Gelingen des Lebens in guter Sterbestunde. „Jetzt und in der Stunde unseres Todes.“

3.    Der Rosenkranz ist ein Gebet der Gemeinschaft. Zuerst mit der Gottesmutter, von der ich mich an die Hand nehmen lasse, um sie bei wichtige Stationen ihres Lebens mit ihrem Göttlichen Sohn zu begleiten. Und ein Gebet in der Gemeinschaft der Kirche. Dabei entwickelt sich ein gewisser Rhythmus, den ich nicht vorschnell mit Geleier verwechseln darf. Dazu braucht es ein geduldiges und liebevolles Hinhören.

Allerdings müssen die Betenden diese Gemeinschaft auch suchen. Also, nicht zu weit voneinander entfernt in der Kirche sein zu leicht geschieht es, daß man nicht auf einander hört, aus dem lebendigen Rhythmus wird schnell ein unschönes Gegeneinander Wie wichtig die Unterscheidung „im Geist und in der Wahrheit“!

Das gilt übrigens für jede Art von Gottesdienst. Es ist nicht schön, wenn bei Hochzeiten oder Beerdigungen jene, die das Vaterunser und die Antworten noch können, ganz hinten sind!

Und 4. Der Rosenkranz ist ein Gebet für die Mühseligen und Beladenen. Er schenkt Ruhe und Vertrauen in hoher Freigebigkeit. Er liefert dich der Geduld aus und mit ihr der Göttlichen Vorsehung. Und vor allem: er schenkt Freude an der Kirche, weil er deine Bereitschaft, deinen guten Willen, dein Verhalten und deine Taten unmittelbar mit Jesus verbindet. Was sonst feiern wir überhaupt an Kirchweih?
Amen.


Ein geistliches Wort des Pfarrers

Dem Verbrechen keine Leuchtkraft!

Am Abend des 23. September (nach mitteleuropäischer Zeit) hat in New York ein eindrucksvolles „Gebet für Amerika“ stattgefunden. In den Tagen zwischen dem Verbrechen an der Menschheit durch das Selbstmord-Attentat auf die beiden Welthandelstürme und diesem Nachmittag (nach New Yorker Zeit) war eine umfassende Einmütigkeit in allen dort vertretenen Religionen gewachsen. Die Kundgebung gipfelte in dem klaren Bekenntnis des moslemischen Mufti zur Ehre Gottes und zur Freiheit des Menschen. Er hat den Selbstmord-Frevlern eindeutig jeglichen Zusammenhang mit irgend einer Religion abgesprochen. Wer so was tut, verfrevelt sich am Namen Gottes. Der Papst hat dies in Kasachstan am 24. Sept. bestätigt als er sagte: niemals dürfe Gott zur Geisel menschlicher Ansprüche gemacht werden.

Wir sollten das beherzigen, wenn immer unbedacht von „Religionskrieg“ gesprochen wird. Es gibt keinen Krieg, der im Namen Gottes geführt werden könnte. Wo Freiheit und Würde des Menschen zu verteidigen sind, geschieht das im Namen des Menschen. Gottes Hilfe zum Frieden darf soll dabei immer erbeten werden. Wer „im Namen Gottes“ irgend jemandes Freiheit und Würde angreift, handelt nie und nimmermehr im Namen Gottes und konnte das in der Vergangenheit auch niemals tun. Niemand konnte und kann im Namen Gottes oder der Kirche mit Gewalt missionieren. Immer handelt es sich um frevlerischen Mißbrauch des Namens Gottes zu menschlicher Machtausübung. Das zur Klärung der Begriffe. *)

Es braucht uns nicht zu stören und wir brauchen das so auch nicht zu kopieren, daß nach amerikanischer Art Reden und Gebete mit Beifall quittiert wurden. Es war vielmehr bewegend, wie die Gebete immer wieder von geisterfüllter Stille begleitet waren. So konnten wir noch nie erleben, wie die Religionen miteinander singen und beten. Der Papst war prophetisch beraten, als er 1986 die Weltreligionen zu gemeinsamem Gebet nach Assisi eingeladen hatte! Erinnern wir uns, wie man ihn deswegen ausgelacht hat? Der Friedenssame ist aufgegangen, trotz der andauernden leidvollen Geschichte der Religionen untereinander!

Das Kirchweihfest 2001 soll uns Anlaß sein, diese Saat dankbar zu pflegen. Die Religionen haben sich zu gemeinsamem Urgrund bekannt. Alle haben Gott personal angesprochen, von Du zu Du. Mit aller Vorsicht darf wohl ein sich Hinbewegen der Weltreligionen auf das monotheistische Gottesbild festgestellt werden.

Ist nicht am Abend des 23. September 2001 die Mosesstunde vor dem brennenden Dornbusch durchgeschimmert und das Bekenntnis zu der Erfahrung des Gottesnamens: „Ich bin der ich-bin-da!“ Das wunderbare Leuchten unserer Erde, das die Weltraumfahrer von ihrem Raumschiff aus betrachten können, kann der Gläubige auch den fortdauernden Schimmer eines Geborgenseins erkennen, das Gott nie aufhören wird, uns Menschen zu schenken. Und den Auftrag an die Kirche und ihre Gläubigen, diese Botschaft getreu zu verkünden.

Ein gesegnetes Kirchweihfest wünschen Ihnen Ihr

Konrad Schmid und Nikola Capin
Pfarrer und Diakon

*) Einen „Waffensegen“ gibt es ebenfalls nicht, auch wenn Filme das immer wieder besser wissen wollen. Hinter diesem Irrtum steckt ein Brauch des Rittertums im Mittelalter. Schwert und Degen sind ja Insignien des Ritterstandes, der dem Schutz der Schwachen, der Witwen und Waisen besonders verpflichtet war. Die Aufnahme in den Ritterstand durch den Schlag mit flachem Schwert auf die Schulter war von einem Gebet begleitet, das den verantwortungsvollen Umgang mit dem Schwert zur heiligen Pflicht machte.
Auch hat der Papst einem Fürsten, der sich besonders um die Freiheit der Kirche verdient gemacht hat, mitunter einen gesegneten Degen übergeben, um ihn für die Zukunft an die Ehre des Ritterstandes zu erinnern. Einen „Waffensegen“ im Sinn des Wortes hat es nie gegeben und wurde auch nie vorgenommen. Es gab auch einen Reisesegen, in dem die „sichtigen und unsichtigen Feinde“ und und der Erfolg der (Verteidigungs-)Waffe Erwähnung fand. Ein „Waffensegen“ findet sich in keinem päpstlichen, bischöflichen oder priesterlichen Rituale.
Die Kirche hat nie den Forderungen von Fanatikern nachgegeben, die zur Vermeidung eines Mißbrauches irgend eine Sache verbieten wollten. Dann müßte man auch das Sakrament der Ehe abschaffen.

 

Der Pfarrbrief 2001

 

Die Vorbereitung auf die erste hl. Kommunion

beginnt mit der Adventzeit. Vorher bitte ich, die Kinder anzumelden an folgenden
Samstagen: 3./10./17. November jeweils von 9.30-11.30 Uhr im Pfarrbüro.
Dabei werden die Kinder nach Möglichkeit den Vorbereitungsgruppen zugeteilt.

Mindestens 10 Gruppenstunden sind für die Vorbereitung nötig. Sie können das unterstützen, wenn sie Ihre Kinder vorher die „Grundgebete“ lehren, wie sie im Gotteslob ganz vorne unter Nr. 1 stehen: Natürlich das Kreuzzeichen ; das „Ehre sei dem Vater“ – „Vater unser“ – „Gegrüßet seist du, Maria“, auch ein Tisch-,. Morgen- und Abendgebet. Bitte, nicht einfach auswendig lernen lassen! Beim lebendigen Familiengebet geht das ganz natürlich.
Voraussetzung zur Kommunionvorbereitung überhaupt ist, daß die Kinder an der Sonntagsmesse teilnehmen.

Wir suchen „Kommunionmütter“, welche je eine Gruppe zur Vorbereitung übernehmen können. Voraussetzung: daß sie selber (regelmäßig!) bei der Sonntagsmesse sind!

Melden Sie Ihr Kind lieber nicht an, wenn es doch nie bei der hl. Messe sein wird. In so einem Fall hätten Sie längst für Ihr Kind die Vorentscheidung getroffen, daß es dem Glauben der Kirche gar nicht zugeführt werden soll. Damit wäre nämlich auch ein verhängnisvoller Konflikt programmiert. Einerseits für Jesus und die Kirche. Es läßt sich ja gern begeistern. Andererseits gegen den Gottesdienst der Kirche und das Leben mit den Sakramenten. Scheinheiligkeit wäre die Folge...

Wenn Sie selber von der Sonntagsmesse abseits stehen, geben Sie wenigstens ihrem Kind die Möglichkeit, im Kreis der Freunde am Sonntag zu kommen. Nur so kann es lernen, eines Tages sich selber zu entscheiden. Wenn es sich in Treue gegenüber der Berufung der hl. Taufe üben kann, wird diese Entscheidung eines Tages gut sein.

Hl. Firmung

Im Advent 2001 beginnt die Vorbereitungszeit zur hl. Firmung, die im Herbst 2002 stattfindet. Dran sind die Kinder, die heuer eine 7./8. Klasse besuchen, bzw. die letztes mal (2000) sich noch nicht gemeldet haben.

Dazu lade ich zu einem

Elternabend am Dienstag, 30. Oktober um 20.00 Uhr im Pfarrsaal ein.

Für die Firmlinge findet ein erstes Kontakttreffen statt am

Dienstag, 6. November um 17.00 Uhr im Pfarrheim

statt. Wer sich dabei in die Anwesenheitsliste einträgt, gilt als Angemeldet. Dabei wird auch der Termin für die Einteilung in die Gruppen festgelegt. Wer krank ist, kann jemand um den Eintrag in die Liste bitten.

Liebe Firmlinge,

für Euch gilt natürlich auch, was zur Vorbereitung auf die erste hl. Kommunion angesagt ist. Überlegt Euch, was von Eurer eigenen Kommunionvorbereitung übrig geblieben ist! Oft hat sich eine gewisse Entfremdung breit gemacht, das wißt Ihr am besten selber. Wie steht es bei Euch mit den sogenannten „Grundgebeten“? Hat sich auch ein „Lieblingsgebet“ dazu gesellt? Gloria, Credo?

Ich möchte Euch ein Kennzeichen zeigen, an dem ihr unterscheiden könnt, ob Ihr zur hl. Firmung berufen seid: Es sollte eine deutliches Streben nach Überzeugung im Glauben sich melden, das sich nicht so leicht unterdrücken läßt. Das kann nicht heißen, daß Ihr Euch über alles bereits im Klaren sein müßt. Eure Gebete sollen auf die Frage eingehen: „Lieber Gott, was willst du von mir“? Eure Sinn-Gespräche sollen Sehnsucht nach Wahrheit zum Ausdruck bringen. Ihr sollt lernen, Gefühl und „Meinung“ von Überzeugung zu unterscheiden. Vorsicht davor, sich zu schnell auf Antworten festzulegen. Das kann gefährlich sein. Das wäre dann der Fall, wenn sich bei Dir kein Interesse zeigt, im Denken eines anderen wenigstens das „Körnchen Wahrheit“ zu entdecken und und den anderen zu verstehen – ohne dabei eigene Überzeugung vorschnell über Bord zu werfen.

Schnell werdet Ihr erkennen, daß für die hl. Firmung eine gute Grundlage nötig ist. Zuerst der Wille zur Gruppengemeinschaft, die Sonntagsmesse, selbstverständlich! Und einiges Wissen über unseren Glauben:

Die 10 Gebote, die 7 Sakramente (hl. Messe!). Das Kirchenjahr, die wichtigsten Heiligenfeste, Dein Namenspatron, Namenspatronin, der Aufbau der Kirche (Papst-Bischof- Priester). Kennst Du dich in der hl. Schrift und im „Gotteslob“ aus? Wenn Ihr ausgelacht werdet, weil Ihr die Vorbereitung auf die hl. Firmung ernst nehmt, wie könnt so jemand Freund sein?

Das alles soll erarbeitet werden in den wöchentlichen Firmstunden und monatlich einer Vollversammlung. Dazu benötigen wir natürlich Firmhelferinnen und Firmhelfer. Es wäre schön, wenn zu deren Unterstützung sich ehemalige Firmlinge zur Verfügung stellen könnten!

Wie üblich erbitten wir im Kirchweihpfarrbrief das Kirchgeld, die vom bayerischen Kirchensteuergesetz vorgeschriebene jährliche Erhebung von mindestens 3,-- DM von jedem erwachsenen, lohnsteuerzahlenden Pfarrmitglied. Das Geld dient ausschließlich der Finanzierung pfarrlichen Verwaltungsaufwands. Da sich bargeldlose Zahlung nur bei größeren Beträgen rentiert, bitten wir, sich der ebenfalls beiliegend Kirchgeldtüten zu bedienen. Im Vorjahr sind (einschließl. damit verbundener Spenden) 8.854,10 DM eingegangen. Der Gesamtaufwand von insgesamt DM 368.191,84 Ausgaben (einschl. Personalkosten) wird finanziert von DM 376,675,31 Einnahmen (Sammlungen, Kirchgeld und Einzelspenden: 30,540,31+3,584,33 Zinsen + 248.500,00 Kirchensteueranteil. (Die Zinsen ergeben sich aus der Festgeldeinlage der in drei Raten erfolgenden Einnahme des Kirchensteueranteils). Der Kirchgeldeingang bedeutet einen wesentlichen Einnahmeposten. Ohne den wir zum Jahreswechsel zahlungsunfähig wären!

IN DIE KIRCHE AUFGENOMMEN WURDEN DURCH DAS SAKRAMENT DER TAUFE

21.04.01 Dietrich Antonia
28.04.01 Candussi Alessandro
28.04.01 Candussi Sebastian
18.05.01 Haberl Korbinian
19.05.01 Sonnenberg Hanna
26.05.01 Durach Moritz
26.05.01 Oetzel Marie
02.06.01 Staerfl Lisa
09.06.01 Friedrich Amelie
16.06.01 Haefner Florian
22.06.01 Huber Marco
22.06.01 Lampalzer Nathalie
30.06.01 Hadas Mario
30.06.01 Trepl Felix
01.07.01 Druege Henry
22.07.01 Malinowski Luc
29.07.01 Hellwig Ben
05.08.01 Schaechtl Philip
12.08.01 Sedlmayer Antonja
18.08.01 Berthold Sophia
26.08.01 Guettler Florian
26.08.01 Klein Angelina
26.08.01 Güttler Florian
01.09.01 Lenz Christoph
02.09.01 Deisinger Bastian
09.09.01 Gutschi Dennis
15.09.01 Jovanovic-Kraus Nando

DAS SAKRAMENT DER EHE SPENDEN SICH

21.04.01 Güttler Wulff-Kietz Martina
28.04.01 Gerstberger Robert- Spörer Jani.
05.05.01 Lierheimer Matthias-Walde Birg
19.05.01 Hieninger Peter-Augst Belinda
26.05.01 Oetzel Rainer-Stroemich Christin
30.06.01 Kränzlein Harald-Alscher Andrea
07.07.01 Rott Franz-Neudecker Carmen
18.08.01 Becker Peter-Streinmassl Eva
18.08.01 Steinhaus Martin-Münch Petra
25.08.01 Dietz Ruediger-Sabel Ricarda
31.08.01 Lueckenga Arne-Neumeier Kathr
07.09.01 Liebhart Friedr-Civjanocic Bilja
15.09.01 Lang Heinz-Hoegner Diana

+ IN DEN FRIEDEN DES HERRN SIND EINGEGANGEN +

02.04.01 Agert Rudolf
16.04.01 Krautstorfer Emma
26.04.01 Jaensch Franz
03.05.01 Voelck Margaretha Caezilia
11.05.01 Frisch Rositta
14.05.01 Blaha Ernestine
20.05.01 Kottmueller Christine
04.06.01 Krummer Rosa
08.06.01 Deisinger Ludwig
15.06.01 Behr Barbara
20.06.01 Mueller Katharina
26.06.01 Klepaczko Stefan
27.06.01 Lux Albin
29.06.01 Stamatiadis Anastasios
16.07.01 Kramer Max
29.07.01 Rauscher Maria
30.07.01 Maier Alfred
31.07.01 Glauer Eduard
01.08.01 Wigge Gertrud
18.08.01 Schlapps Adalbert
23.08.01 Stumpf Josef
06.09.01 Erhart Katharina
08.09.01 Sesar Eduard
29.09.01 Suess Gertraud
29.09.01 della Torre Anna

+ AUS DEM KLOSTER ST.KATHARINA LABOURÉ +

03.04.2001 Baumann Paula M.Solana
26.04.2001 P.Rheinboldt Josef SJ

- Aus der Kirche ausgetreten sind -

1.6.1999 - 30.5.2000: 67 (29 Frauen, 38 Männer)
1.6.2000 - 30.5.2001: 83 (38 Frauen, 45 Männer)

Weil die Jahresstatistik erst ein halbes Jahr nach Neujahr verfügbar ist, ist hier der Zeitraum von Juni bis Mai berücksichtigt.

 

Herbstkonzert der Blaskapelle St. Korbinian
am Sonntag, 11. November um 17.00 Uhr in der Hachinga-Halle

Das musikalische Programm wird noch bekannt gegeben.

Zum Missionssonntag am 28. Oktober 2001

Am 28. Oktober gibt es 75 Jahre den Sonntag der Weltmission. 1926 hat Papst Pius XI. Den vierten Sonntag im Oktober für die ganze Kirche zum Tag des Gebetes und der finanziellen Unterstützung bestimmt. Rund um den Globus wissen die Katholiken sich miteinander verbunden und geben von dem, was sie haben in den großen Solidaritätsfonds. Er wird in Bayern verwaltet vom päpstlichen Missionswerk MISSIO, München (Pettenkoferstr.26). Dieses Geld dient den 1000 Missionsdiözesen, die sich noch nicht selber finanzieren können. Weitgehend handelt es sich um Diözesen, die auch keine Kontakte im reichen Ausland haben. Für sie ist der Weltmissionssonntag als Quelle der Solidarität lebensnotwendig.
Das Motto des Missionstages ist bedrängend aktuell geworden:

„Für eine Zivilisation der Liebe und des Friedens“

Daran mitzuarbeiten gehört zu unserem christlichen Auftrag. Das Plakat erinnert an die entwürdigendste Gegebenheit in vielen Ländern, an die Kindersoldaten.

Ein weiterer wichtiger Umstand sei angesprochen: Nebenstehender Ausschnitt aus der Zeitschrift „MISSIO“ rührt an eine Gewissensfrage. Angst vor fremder Religion hat nur, wer seine eigene nur sehr oberflächlich kennt! Es ist wirklich keine „Privatsache“, wie Sie Ihren Glauben leben! Privatsache ist, ob und welche Sie haben. Wenn am Sonntag die Glocken zur Kirche läuten, dann ist es mindestens nicht mehr nur Privatsache, ob jemand kommt.
(Diese Seite nach Beiträgen aus MISSIO, Materialheft zum Missionssonntag.)

Am 17. März 2002, dem 5. Fastensonntag, werden in Bayern
die Pfarrgemeinderäte neu gewählt.

„Unter allen waltet eine wahre Gleichheit in der alle Gläubigen gemeinsamen Würde und Tätigkeit im Einsatz für das Reich Gottes. So geben alle in der Verschiedenheit Zeugnis von der wunderbaren Einheit im Leibe Christi“.

Das steht im Konzilsdekret „Lumen Gentium“ Nr. 32. Das wird gerne, aber nicht richtig, mit dem„allgemeinen Priestertum“ aller Getauften in Zusammenhang gebracht. Das allgemeine Priestertum hat was anderes zum Inhalt. Jeder Getaufte hat durch die alleinige Mittlerschaft Jesu Christi, des „ewigen Hohenpriesters“ unmittelbaren Zugang zu Gott. Das ist das völlig Neue gegenüber dem Heidentum und auch dem Judentum. Jesus Christus hat durch seine Selbsthingabe am Kreuz sämtliche Priestertitel der Welt übernommen und in vollkommener, ein für allemal gültigen Weise verwirklicht: „Denn am Abend, an dem er ... sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot ...“.

Den Priester brauchen wir alle, aber nur den Einen. Und dieser Eine Hohepriester, der Einzige, der uns gegeben ist, wirkt durch das Sakrament der Priesterweihe in den Priestern der Kirche und zwar in der dreifachen Ausfaltung des Priester-, Lehr- und Hirtenamtes. Lassen wir das Konzil sprechen:

„Das gemeinsame Priestertum der Gläubigen aber und das Priestertum des Dienstes, das heißt das hierarchische Priestertum, unterscheiden sich zwar dem Wesen und nicht bloß dem Grade nach. Dennoch sind sie einander zugeordnet: das eine wie das andere nimmt auf je besondere Weise am Priestertum Christi teil. Der Amtspriester nämlich bildet kraft seiner heiligen Gewalt, die er inne hat, das priesterliche Volk heran und leitet es; er vollzieht in der Person Christi das eucharistisch Opfer und bringt es im Namen des ganzen Volkes Gottes dar; die Gläubigen hingegen wirken Kraft ihres königlichen Priestertums an der eucharistischen Darbringung mit und üben ihr Priestertum im Empfang der hl. Sakramente, im Gebet und in der Danksagung, im Zeugnis eines heiligen Lebens, durch Selbstverleugnung und tätige Liebe“. (Lumen Gentium Nr. 10)

Die Räte in der Kirche handeln kraft eigenen Rechtes, aber nicht gegenüber oder gar gegen das Hirtenamt, sondern nur mit ihm. Eben weil sie durch das allgemeine Priestertum am Hirtenamt Jesu Christi teilhaben. Das kann nur ein Mitwirken sein. . „So geben alle in der Verschiedenheit Zeugnis von der wunderbaren Einheit im Leibe Christi“.

Unterschied zu den reformatorischen Kirche (außer Anglikaner): sie kennen kein sakramentales Priestertum, darum sind ihre Kirchen synodal verfaßt. Wir können derartigen Bestrebungen nicht folgen, das würde eine Abschaffung der kath. Kirche bedeuten.

In manchen Pfarreien fliegen jetzt in Vorbereitung der PGR-Wahlen Handzettel umeinander, die strotzen von populistischen Formulierungen. Zum Beispiel:

„Die Kirche bewegt sich und die Welt wird gestaltet, wenn Frauen und Männer, Junge und Alte sagen, was gesagt werden muß, tun, was getan werden muß, hoffen, was gehofft werden muß“.

Was bedeutet hier das anonyme „muß“, wer befiehlt da zu müssen und zu hoffen (!)? Ich kenne keinen lebenden oder verstorbenen Bischof, der jemals seinen Gläubigen so gekommen wäre!

Paßt auf, synodale Bestrebungen schleichen sich gerne auch bei uns ein. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, wie leicht sich Strukturen, die innerhalb der Kirche sich verselbständigen, sehr bald schutzlos einer Ideologisierung anheimfallen.

Dabei sind wir so sehr auf den Pfarrgemeinderat angewiesen. Welcher Pfarrer würde gerne auf sachkundige Beratung und Mitwirkung verzichten? Beratung aus Sachkunde, Mitwirkung aus innerer Bereitschaft und nicht von außen gesteuert.

Jetzt ist Zeit, eine Kandidatur sich zu überlegen und reifen zu lassen. Bei den Sitzungen sind wir offene, Gespräche gewohnt, bei der zuerst auf einander hingehört wird, bevor Entschlüsse reifen. Freilich kommen manchmal Gefühle des Bedauerns hoch, daß der PGR keine Beschlüsse fassen kann, die den Pfarrer binden. Sobald aber die Konsequenzen bedacht werden, tauchen wieder die nötigen Unterscheidungen auf.

Das ist übrigens ein Merkmal jeglicher Ideologie: sie beansprucht ihre Gültigkeit querfeldein ohne Rücksicht, ob eine Sache „sitzt, paßt und Luft hat“.

Am 24./25. November 2001 gibt es wieder unseren schönen Christkindlmarkt. Wir laden herzlich zum Besuch ein. Zum Christkindlmarkt gehört auch, sich Zeit lassen zu Begegnung und Gespräch bei Punsch, Kaffee und Kuchen. Dazu bitten wir unsere Bäckerinnen um die guten Kuchenspenden. Der Erlös des Marktes ist unseren Indien-Partnerschaften sowie Unterhachinger Belangen reserviert (Multiple Sklerose-Gruppe)

Der Termin vor dem ersten Adventsonntag ergab sich aus der Überlegung, daß unsere Bastlerinnen, die das ganze Jahr über arbeiten, wenigstens im Advent streßfrei sein können. Bald war dann die Gemeinde mit dem Markt am Rathausplatz nachgezogen. Jetzt gibt es keine unmittelbare Konkurrenz.

Ein bemerkenswertes Ereignis inmitten der Zerstörung

St. Pauls Chapel, eine kleine Kirche, weniger als 90 Meter vom früheren Welthandelszentrum entfernt, überstand den Anschlag vom 11. September unbeschadet inmitten eines apokalyptischen Szenarios. „So viele moderne Gebäude ringsum sind verwüstet und müssen abgerissen werden“, schüttelt Reverend Lyndon Harris den Kopf, „aber St. Pauls blieb unzerstört stehen. Es ist unbeschreiblich, die Zerstörung jenseits des Grundstücks zu sehen und daneben die Kapelle, wie sie aufrecht steht.“

Seit sechs Monaten betreut der Geistliche der Episkopalkirche jene Kirche als Pfarrer, in der schon George Washington um Segen für Amerika gebetet hat. Nach einer bewegten Geschichte ist sie heute das älteste öffentliche Gebäude New Yorks, das noch immer in Gebrauch ist. „Es ist wirklich sagenhaft“, sagt Harris. „Noch nicht einmal eine Scheibe war kaputt. Als ich am Tag nach dem Angriff hereinkam, das war unbeschreiblich. Ein großer Baum hinter der Kirche hat viele umher fliegende Trümmer abgefangen. Doch weder am Granitbau selbst noch an seiner filigranen goldenen Turmspitze ist eine Beschädigung sichtbar. „Als ich am nächsten Tag zum ersten Mal herkam, waren Autos auf die Dächer anderer Autos getürmt, völlig ausgebrannt. Und überall Asche. Auf unserem Friedhof liegen 15 Zentimeter Asche“.

Im September 1776 fraß ein enormer Brand annähernd fünfhundert Häuser und ließ tausende New Yorker obdachlos zurück. St. Pauls blieb unbeschadet. Auch nach einem Feuersturm im Jahr 1832 blieb die Kapelle an der Ecke Broadway und Fulton Street unversehrt inmitten rauchender Trümmer stehen.

Vielleicht wurden wir verschont, weil wir jetzt eine große Aufgabe vor uns haben.“ Zwischen 1500 und 2000 Mahlzeiten geben Harris und seine etwa zwei Dutzend Helfer täglich aus. Die Kirche wurde zum Basislager für die Rettungsarbeiten, weil sie als einziges Gebäude im Umfeld von „Ground Zero“ noch intakt ist. Polizisten und Helfer, Frauen und Feuerwehrleute füllen die Bänke. Sie sind gekommen, um zu beten und in ihren verdreckten Uniformen auf den Holzbänken zu schlafen, oder um bei Fußpflege und Massage für kurze Zeit das Grauen beiseite zu schieben.

Das wohl wichtigste Signal der Hoffnung stärkte den Mut der Helfer wenige Tage nach Beginn ihres Einsatzes. Eine dichte, undurchdringliche Wolke verdüsterte noch immer den Finanzdistrikt, es gab keine Elektrizität. Dann endlich, um zwölf Uhr mittags, durchbrachen zwölf starke, durchdringende Glockenschläge die desolate Atmosphäre. Zwei Gemeindemitglieder hatten mit einem Scheinwerfer und einem Bleirohr den Kirchturm von St. Pauls Chapel bestiegen und schlugen die Glocke. Die Rettungsarbeiter ließen ihre Werkzeuge fallen, drehten sich zur Kapelle hin und legten ihre Helme über die Herzen. „Die Glocke hat wohl zwanzig Jahre nicht mehr geschlagen“, vermutet Harris, „aber es war wichtig, daß sie an diesem Tag schlug.“

Deutsche Tagespost, 9. Oktober 2001

 


TERMINE

Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!


Mi. 31.10. 14.00 Uhr Altenclub im Pfarrheim

Mo. 05.11. 20.00 Uhr Ökumene-Kreis im Pfarrheim

Fr. 09.11. 19.30 Weinabend der KAB im Pfarrheim. Gäste willkommen!

So. 11.11. 17.00 Herbstkonzert der Blaskapelle St. Korbinian, Hachinga-Halle

Di. 13.11. 14.40 Frauenkreis im Pfarrheim

Mi. 14.11. 14.00 Altenklub im Pfarrheim

Mi 28.11. 14.00 Altenklub im Pfarrheim

 

Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching .
Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd. des Pfarrers (Konrad Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach (Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.