Kirchenzettel
St. Korbinian
ALLER AUGEN
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 3. JAHRESSONNTAG
LESUNG I (Neh 8,2-10): |
"Das ganze Volk lauschte auf das Buch des Gesetzes." |
| LESUNG II(1 Kor 12,12-31): | "So aber gibt es viele Glieder, doch nur einen Leib." |
| EVANGELIUM (Lk 1,1-4;4,14-21): | "Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt." |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
Sonntag 3. Jahressonntag hl. Agnes +304 |
Montag hl. Vinzenz +304 |
Dienstag sel. Heinrich Seuse +1366 |
Mittwoch hl. Franz von Sales +1622 |
Donnerstag Bekehrung des hl. Apostels Paulus |
Freitag hl. Timotheus und Hl. Titus +1.Jh. |
Samstag hl. Angela Merici +1540 |
Sonntag 04. Jahressonntag hl. Thomas v.Aquin
+1274 |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: : 21.01. Josefine Neurihrer +1916, Maria Schmiedt +1970, Harri Krause +1976, Frieda Ross +983, Eduard Widmann +1989; 22.01. Alois Glowka +1944, Felix Schönherr +1945, Andreas Nickl +1975, Josef Zahn +1980, Lisbeth Kerscher +1987, Albert Kästele +1988, Rudolf Loistl +1993; 23.01. Irmengard Grau +1940, Karl Danner +1968, Sr.Cilliana Bergler +1997; 24.01. Andreas Dorrer +1975, Karl Pfeifer +1978, Michael Brandl +1986, Frieda Ritzinger +1986, Hans Sagerer +1999; 25.01. Wilhelm Ferstl +1945, Georg Widmann +1955, Maria Krämer +1991; 26.01. Anna u. Sigmund Müller +1960, Josef Gillhuber +1985 Hans Frost +1990; 27.01. Ellen Barak +1972, Jakob Beham +1978, Katharina Hummel +1981, Friederika Kretschmer +1985, Richard Lösch +1997, Alfred Konrad +1998, Therese Lipp +1999. |
Predigt zum 3. Jahressonntag 2001
Der Karfreitag findet im Leben Jesu nicht erst am Karfreitag statt. Er begleitet ihn sein ganzes Erdenleben. Die Systematik der Auflehnung geschieht bereits in Nazareth. Wir werden das am kommenden Sonntag sehen. Für heute sind erst einmal die Augen aller mit großer Spannung auf ihn gerichtet. Es liegt ja eine große Erwartung in der Luft Der Sohn dieser Stadt ist zurückgekommen. Man erzählt so viel von ihm. Man spricht von Wundertaten, mitreißenden Reden. Von Heilungen, von seinem Blick in die Zukunft. Man hört von einem gewissen Johannes, der im Jordantal die Massen anzieht und sie reihenweise tauft. Der spricht von der Endzeit, davon, daß die Zeit reif sei für den Messias. Ist Jesus, der Sohn des Zimmermanns auch so einer? Er ist jedenfalls ein Rabbi geworden. Was will der heute bei uns? Will er uns etwa bekehren? Wer gibt ihm das Recht, sich so aufzuspielen? Er nimmt das Buch der heiligen Schrift in die Hand. Er rollt den Propheten Jesaja auf. Die schöne Stelle, wo dieser vom kommenden Messias spricht. Auf dem Messias wird der Geist des Herrn ruhen. Blinde sehen, Taube hören, Lahme werden gehen, den Armen wird die Frohe Botschaft verkündet. Er wird das große Gnadenjahr des Herrn ausrufen. Wie wird er das jetzt auslegen? Das Unfaßbare geschieht. Der Gipfel der Lästerung vor ihren Augen! Die Bombe schlägt ein: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört hat, erfüllt. Das heutige Evangelium schließt damit. Der Protest bricht erst in einer Woche los. Der Karfreitag hat die Massen noch nicht mobilisiert. Wir haben noch Zeit, die Brisanz, die bereits in der Luft liegt, auszuloten. Kann eine Buchrolle solche Sprengkraft besitzen? In den Tagen des Priesters Esra gab es auch ein Ereignis, bei dem die Augen aller weit geöffnet waren und ihre Ohren aufmerksam den Worten dessen, der aus der Thora-Rolle vorlas. Was war geschehen? Israel durfte aus der Babylonischen Gefangenschaft zurückkehren In Jerusalem sahen sie mit Entsetzen dort, wo der herrliche Tempel gestanden war, den Ort und den Greuel der Verwüstung. Man machte sich sofort daran, den Schutt wegzuräumen für den Wiederaufbau. Da fand man irgendwo in einem verschütteten Keller den Ort, an dem seinerzeit vor der großen Flucht das Gesetzesbruch versteckt worden war. Welche Freude! Man berief die Festversammlung ein, las das Buch vor, hielt Festmahlzeit. Die Freude des Herrn ist eure Stärke! Mit neuem Mut, ja mit Begeisterung machte man sich an den Tempelbau. Wo das Wort Gottes ist, da ist Gott selber! Die Religionswissenschaft unterscheidet unter den Religionen der Welt eine besondere Gruppe, zu der heute die Juden, die Christen und die Moslems gehören. Das sind nämlich sogenannte Buch-Religionen. Sie verehren alle ein Buch, das ihnen den Glauben erzählt, den Willen Gottes kündet und zu einem Leben anleitet, in dem die Begegnung mit Gott möglich wird. Jesus wußte auch um diese Unterscheidung. In der großen Eucharistierede von Kapharnaum, da hatte es auch einen Protest gegeben, der seine Hörer allesamt veranlaßt hatte, ihn zu verlassen. Jesus sprach vom Himmelsbrot und von dem, der das wahre Himmelsbrot geben werdeIch bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot ißt, wird ewig leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht eßt und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch und ich werden euch nicht auferwecken am Jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Ihr Protest war plausibel: Sind wir denn Menschenfresser? Zu den Aposteln sprach er dann: Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und Leben. Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig. Der Buchstabe allein mach fanatisch. Er macht sogar blind. Dem entspricht die Art und Weise, mit der die Kirche in der Liturgie mit der hl. Schrift umgeht. Das kommt in den beiden Akklamationen zum Ausdruck, mit der die Gemeinde auf das Vorlesen der hl. Schrift antwortet: Wort des lebendigen Gottes Dank sei Gott und Evangelium unseres Herrn Jesus Christus Lob sei dir Christus! Die Kirche ehrt die heilige Schrift und gibt ihr den Ehrentitel: Wort Gottes. Also sie wertet die hl. Schrift nicht als tote Buchstaben, sondern als lebendiges Wort Gottes, das sein Leben in der lebendigen Verkündigung erweist. Dieses Leben erweist sich auch in der stillen Wechselwirkung zwischen dem Buch der hl. Schrift und ihrem zu verkündigenden Inhalt. Die Verkündigung dieses Inhaltes trägt nämlich das Leben der Gläubigen in der Kirche und erweist auf diese Weise zugleich seine Lebenskraft. Darum hat die Kirche nie dem reformatorischen Grundsatz von der Schrift als alleiniger Quelle des Glaubens zugestimmt. Der Glaube erhält seinen Inhalt durch die geschriebenen Worte. Der hl. Geist aber entfaltet ständig das Leben des Glaubens in der lebendigen Gemeinschaft der Kirche. Dem sola scriptura, allein die Schrift der Reformatoren hält darum die Kirche ihr scriptura et traditio, Schrift und Überlieferung entgegen. Damit erstarrt die Kirche nicht im und mit dem Buchstaben sondern verbleibt im authentischen Leben der Urkirche verwurzelt, aus deren lebendiger Tradition ja das Neue Testament überhaupt erst entstanden ist und niedergeschrieben werden konnte. Dafür ist ein untrügliches und kostbares Zeugnis die zweite Lesung aus dem ersten Korintherbrief. Wir sind ja bereits mitten im Thema der Ökumene, Anliegen des Gebetes um die Einheit der getrennten Christenheit. Der zweite Korintherbrief kennt noch keine Spaltung in Kirchen, wohl die Gefahren zur Abspaltung innerhalb der Gemeinden. Das schöne Bild des lebendigen Leibes der Kirche, die sich zusammensetzt aus vielen Gnadengaben, aus verschiedenen Fähigkeiten, auch verschiedenen Talenten der einzelnen Glieder. Das alles bezieht sich nicht nur auf die verschiedenen Menschen in der Kirchengemeinschaft. Dazu gehören auch die Lebensäußerungen der Kirche, ihre Gebete, die Formen ihres Gottesdienstes und vor allem die Feier der Sakramente. Dominus Jesus hat mit aller Eindeutigkeit darauf verwiesen, daß zur Vollgestalt der Kirche auch das Leben in allen Sakramenten gehört. Wo es dem Hl. Geist verwehrt wird, durch alle Sakramente in den Gläubigen sich zu entfalten und Gestalt anzunehmen, da können wir nicht von einer Vollgestalt der Kirche sprechen. Es sei denn, wir wollten den Menschen was vorgaukeln, als gäbe es vielfältigen Ersatz für die vielen wunderbaren Glaubenserfahrungen, welche die Kirche uns in ihren Sakramenten bietet. In der Anbetung und im Empfang der Eucharistie, in der Marienverehrung und dem Rosenkranz, in den Wallfahrten und dem Kreuzweg und der Maiandacht. Und nicht zuletzt im Sakrament der Buße, als ginge alles ohne die Einheit mit Jesus in seinem Priestertum, im päpstlichen und im bischöflichen Amt. Es stimmt. Dominus Jesus hat Illusionen
entschleiert. Aber den Blick auf die Wahrheit gerichtet und, da bin ich sicher, der
Ökumene einen weitsichtigen, nachhaltigen Dienst erwiesen, der die Irritationen, die
gezüchtet wurden, bald in den Schatten stellen wird. Das aber bedarf unseres beharrlichen
Gebetes. |
Das geistliche Wort
oder: Gabriele Kuby, "Sind Martyrer intolerant"? - "ungelehrte Gedanken einer Konvertitin zu >Dominus Jesus<" (Deutsche Tagespost v. 13.Jan.2001). Weil lesenswert, Volltext bald im Abdruck. Die hier angeführten Zitate sollten im Volltext gelesen werden. Sie werden abgedruckt, weil sie geeignet sind, unser Interesse zu wecken. Die Autorin unterscheidet "vier Gruppen von Empörern gegen den Text aus Rom": 1."die große Masse der ungläubigen toleranten Humanisten", "die vom kath. Glauben nichts wissen und nichts wissen wollen". "Angegriffen wird allein der Anspruch, ohne die Frage zu stellen, was denn der Inhalt dieses Anspruches ist". "Mögen die toleranten Humanisten zeigen, wo denn ihr Territorium von Katholiken heutzutage aggressiv verletzt wird"; 2. "die nicht-christlichen Religionsgemeinschaften"; 3."Protestanten und andere Christen". "Wir haben doch so gut geschwisterlich miteinander geredet, von gleich zu gleich, und jetzt erhebt ihr euch wieder über uns und sagt, ihr seid etwas Besseres, nicht Schwester, sondern Mutter". Dominus Jesus: "Der Herr Jesus, der einzige Erlöser, hat nicht eine bloße Gemeinschaft von Gläubigen gestiftet. Er hat die Kirche als Heilsmysterium gegründet: Er selbst ist in der Kirche und die Kirche ist in ihm. ... Die Gläubigen sind angehalten, zu bekennen, daß es eine geschichtliche, in der apostolischen Sukzession verwurzelte Kontinuität zwischen der von Christus gstifteten und der katholischen Kirche gibt . Sie ist die einzige Kirche Christi. ... Diese Kirche ist verwirklicht in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri und den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird." 4. "Katholiken". Alle Haltungen, die bisher beschrieben wurden, finden sich auch innerhalb der katholischen Kirche. Für sie vor allem ist "Dominus Jesus" geschrieben. "Und ist es nicht nötig, Priester und Laien daran zu erinnern, was zur unumstößlichen Essenz des katholischen Glaubens gehört. ... Wenn Katholiken nicht mehr wissen, ob Jesus Christus wirklich der Herr ist, der allen Menschen das Heil bringt? Wenn sie sich ins Bockshorn jagen lassen von dem Vorwurf, sie seien intolerante Feinde des Friedens, weil sie glauben, was Jesus Christus von sich selber sagt? Der sanfte, demütige, werbende Kampf Jesu um unseren Glauben und sein Schmerz über unseren Unglauben ist der rote Faden durch das Johannes-Evangelium. Jesus weiß ja, daß es eine unerhörte Zumutung ist, daß die Menschen in ihm Gott erkennen sollen. ... Diese Erkenntnis zuzulassen zwingt uns auf die Knie. Sie ist eine Kriegserklärung an das Ego. Statt das Ego zu kreuzigen, wird Jesus gekreuzigt. ... Jesus mußte sterben, weil er seinen Anspruch, Gottes Sohn zu sein, selbst im Angesicht des Todes nicht hat fallen lassen. Wie haben sich die Menschen verhalten, die mit diesem nie zuvor und nie danach erhobenen Anspruch konfrontiert waren? Wie hätten wir uns verhalten?" Es gäbe noch viel zu zitieren! Ihr
Pfarrer |
Termine
Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!
Die. 23. Jan. Taizé-Gebet um 19.00h in der Heilandskirche. Anschl. Tee und Gebäck im Gemeindesaal. Ökumenische Abendandacht in St. Alto: Freitag, 23. Jan. um 19.00 Uhr. Musikalische Gestaltung: Gospelchor St. Alto. Anschl. gemütl. Beisammensein im Pfarrheim Mittwoch, 24. Jan. ab 14.00 Uhr Kaffeenachmittag im Pfarrheim. Wie immer Gäste herzlich willkommen! Kerzenbasteln: Donnerstag, 25. Jan. um 17.00 Uhr. Kommuniongruppe Capin; Freitag, 26. Jan. um 16.00 Uhr Kommuniongruppe Pfarrer. Zum Welt-Lepra-Tag am 21. Januar bieten wir nach den hl. Messen wieder Blumen zu je DM 1,-- an. Wegen der Kälte-Anfälligkeit der Blumen hatten wir Alternativen überlegt, z. B. Semmeln. Die kämen aber im Verhältnis zu teuer! So bitten wir wieder, sich der Blumen zu bedienen! Ergebnis der Sternsinger: DM: 5.341,37. Vergeltsgott! P. Georg und Pfarrer Sebastian freuen sich auf die Hilfe! Mittw. 31. Jan. 19.45 Uhr (nach der Abendmesse). Themenreihe ROM: Die Verlautbarung "Dominus Jesus" von Joseph Kard. Ratzinger im Kreuzfeuer der Meinungen - eine Nachlese. Referent: Manfred Kopal, St. Korbinian. Alle Interessenten sind willkommen. Der Eintritt ist frei. Spenden für unsere "Homepage" (Internet-Seite) werden gerne entgegengenommen! Siehe "Das geistliche Wort" ! Passionsspiele in Erl: 17. Juni bis 4. November 2001 Ihr Pfarrer |
Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86,
Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching
.
Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.