Kirchenzettel
St. Korbinian
Zungen
wie von Feuer
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM HOHEN PFINGSTSONNTAG
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LESUNG I (Apg 2,1-13): |
"Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen." |
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LESUNG II (1 Kor 12,3-7.12-13): |
"Keiner kann sagen: Jesus ist der Herr! wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet." |
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EVANGELIUM (Joh 20,19 -23): |
"Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben." |
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM PFINGSTMONTAG
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LESUNG I (Apg 10,14 -35.42-48): |
"Und er ordnete an, sie im Namen Jesu Christi zu taufen." |
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LESUNG II (Eph 4,1-6): |
"Seid demütig, friedfertig und geduldig." |
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EVANGELIUM (Joh 15,26-16,3.12-13): |
"Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen." |
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM DREIFALTIGKEITSSONNTAG
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LESUNG I (Ex 34,4-9): |
"Der Herr aber stieg in der Wolke herab und stellte sich dort neben ihn." |
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LESUNG II (2 Kor 13,11-13): |
"Freut euch, seid eines Sinnes." |
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EVANGELIUM (Joh 3.16-18): |
"Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet." |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
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Sonntag PFINGSTSONNTAG Sammlg. Renovabis |
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Montag PFINGSTMONTAG Hl. Bernhard von Siena +1444 |
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Dienstag Hl. Hermann Josef
+1241 |
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Mittwoch Hl. Rita +1434 |
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Donnerstag |
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Freitag |
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Samstag Hl. Beda der
Ehrwürdige +735 |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 19.05.Angela Heimbach +1988, Franz Wimmer +1994; 20.05.Josef Prechtl +1977, Georg Weller +1979, Maria Siegl +1980,Theresia Beller +1984, Theresia Mayr +1999, Christine Kottmüller +2001; 21.05.Maria Geiger +1968, Wolfgang Klingseisen +1983, Marianne Repp +1988, Christl Schäfer +1993, Elizabeth Silva +2000; 22.05. Max Ottmann +1981, Theresia Weber +1984; 24.05. Katharina Furch +1977, Therese Buchberger +1987, Rosa Hofmann +1996, Johann Ringlstetter +1996, Sr.M. Antella Birner +2000; 25.05. Sylvester Resch +1998. |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
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Sonntag FEST DER
HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT |
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Montag Hl. Augustinus v.
Canterbury +604 |
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Dienstag |
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Mittwoch |
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Donnerstag HOCHFEST DES
LEIBES UND BLUTES CHRISTI |
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Freitag Hl. Mechthild +1160 |
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Samstag Hl. Justin +um 165 |
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Sonntag 09. Jahressonntag |
| GEDENKTAGE: 26.05.Margarete Ottmann +1970, Sophie Brücklmayer +1978, Ute Lotspeich +1982, Jakob Glas +1995, Theresia Mayr +1999; 27.05. Elisabeth Neugebauer +1998, August Buck +1998; 28.05. Adele Krösa +1985, Berta Weigel +1990, Mathilde Vornehm +1995, Maria Brandl +1998, Emma Göbel +1999; 30.05. Heinrich Körbl +1969, Karoline Schütz +1979, Franz Driendl +1983, Heinrich Dopsch +1992; 31.05. Kurt Mösch +1976, Otto Petzak +1978, Richard Mack +1987, Edeltraud Wild +2000; 01.06. Irmgard Schachtner +1987, Wilhelm Eld +1996. |
Predigt am Pfingstsonntag
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Am weißen Sonntag bereits haben wir dieses Evangelium vernommen. Auch heute, am Pfingstsonntag hören wir noch einmal diese Übertragung der Vollmacht an die Apostel, Sünden zu vergeben. Dabei muß uns allmählich eine Vorbedingung auffallen, die Jesus dem Auftrag voranstellt: Empfangt den Heiligen Geist. Die Apostel empfingen den Hl. Geist Gottes bereits am Osterabend, 50 Tage bevor der Hl. Geist auf die Gesamtkirche herabkommt. Jesus will sagen: den Auftrag, den ihr jetzt von mir erteilt bekommt, den könnt ihr nur im Heiligen Geist erfüllen. Ihr werdet nie in eigener Machtvollkommenheit die Vergebung der Sünden spenden können. Das kann nur der Hl. Geist bewirken. Das führt uns überhaupt zu der Frage: was wirkt eigentlich der Heilige Geist? Wozu brauchen wir ihn? Hat Gott dem Menschen nicht den Verstand gegeben? Der Heilige Ignatius von Antiochien, hat seinerzeit im zweiten Jahrhundert folgende Antwort gegeben: Der ungeistliche Mensch kann nichts Geistliches tun und der geistliche nichts Ungeistliches, der Glaube nicht Werke des Unglaubens und der Unglaube nicht Werke des Glaubens. Auch das, was ihr dem Fleisch nach tut, ist geistlich, denn ihr tut alles in Christus. (an die Epheser / Brev.dt.II/3 153f.) Der geistliche Mensch ist bei Ignatius der Getaufte, der sich die Nachfolge Jesu in seine Geistesart hineinbegeben hat. Wie die christliche Geistesart aussieht, das erfahren wir durch die sieben Gaben des Hl. Geistes. Der Bischof erbittet sie bei der hl. Firmung für die Firmlinge: Gib ihnen den Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis und der Stärke, den Geist der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Der Geist der Weisheit schenkt die Fähigkeit, die Dinge nicht bloß vordergründig zu sehen. Er schaut den Dingen auf den Grund und läßt sich durch Vorteile des Augenblickes nicht täuschen. Der Geist der Einsicht. Es hilft gar nicht, gegen eine Wand der Uneinsichtigkeit anzurennen. Ein borniertes Verhaftetsein an eine Ideologie, eine sklavische Rachsucht. Überhaupt jegliche Art von Unfreiheit. Heiliger Geist, schenk uns rechte Einsicht! Wir brauchen den Geist der Einsicht vor allem, um wieder das Sakrament des heutigen Evangeliums in seinem Wert zu erkennen. Um zur rechten Demut zu finden, in der allein wir erkennen, daß wir uns niemals selber vergeben können. Daß wir angewiesen sind auf die Versöhnung, die Gott uns durch die Kirche schenkt. Der Geist des Rates. Guter Rat ist teuer. Auch der Geist des Rates scheint recht teuer zu sein. Wie sagt Jesus im Evangelium der Vigilmesse von Pfingsten? Wer Durst hat, der komme zu mir und es trinke, wer an mich glaubt. Aus seinem Innern werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Lebendiges Wasser, das ist frisches, sprudelndes Quellwasser. Jesus Christus würde derart klare Bildworte nicht gebrauchen, wollte er nicht eine Wirklichkeit damit ansprechen. Guter Rat, immer verfügbar wie eine sprudelten Quelle! Eine kostbare Gabe, teuer, weil sie vorhanden ist, gerade dann und dort, wo Langweile zu herrschen scheint. Jesus will dafür den Einsatz eines Risikos. Wo du um keinen Rat weißt, da höre auf dein Herz und tu, was du tun kannst, ohne dein Gewissen zu belasten. Richte dich nicht nach dem Rat der Straße! Es ist nie etwas deshalb richtig, weil es auch die andern tun. Und du wirst erkennen, wie der Geist des Rates dich führt. Der Rat der Erkenntnis. Es ist wohl in erster Linie die Erkenntnis Gottes. Niemand kommt zum Vater, außer durch mich sagt Jesus. Der hl. Paulus sagt, daß niemand sagen kann Jesus Christus ist der Herr, außer im Heiligern Geist. Der Glaube ist Gnade und ohne Gnade gibt es keine Erkenntnis Gottes. Der Geiste der Stärke: die Beharrlichkeit im Guten. Sich nicht täuschen lassen durch Mißerfolg. In Gottes Augen mag er sogar Erfolg sein. Der Geist der Frömmigkeit und der Frucht des Herrn. Ursprünglich, beim Propheten Jesaja war es nur die Frömmigkeit, da waren es nur sechs Geistesgaben. Es sollten aber sieben sein, damit die heilige Zahl erfüllt ist. Darum hat man noch die Gottesfurcht hinzugezählt. Ein Gedanke, der aus Erfahrung kam. Die Frömmigkeit, die Dauerverbindung des Menschen mit seinem Gott. Die Regel in den religiösen Übungen, ihr fester Platz im Alltag und besonders am Sonntag, dem Tag des Herrn. Alles aber muß geschehen im Geist der Furcht des Herrn. In jener Tugend, die sich scheut, die Ehre Gottes zu verletzen. Solche Furcht hat nichts mit Angst zu tun. Vielmehr stärkt sie das Vertrauen, von dem auch die Liebe lebt, die sich scheut, den andern auszunützen. Ob davon jene Abgeordneten wissen wollen, die im Europarat ihre Mehrheit dazu nutzen, den Namen Gottes aus dem europäischen Grundgesetz auszugrenzen? Die Parteien, in deren Namen sie abstimmen, sind ja bekannt. Welche Geistesgabe brauchen wir, daß wir den Tierschutz zwar hochschätzen, aber nicht über den Menschenschutz stellen? Und welche, daß wir die Arbeit zwar pflegen, aber ihr sklavisch den Sonntag nicht opfern? Um welche Geistesgaben müssen wir für die Politiker bitten, daß sie ihr Gewissen rein erhalten, obwohl man mit Schmutz hin und herwirft? Welche Gaben braucht der heilige Vater, daß er trotz körperlicher Schwäche und Schmerzen stark bleibe in seinem Amt und worum wollen wir für Kardinal Ratzinger beten, unseren ehemaligen Erzbischof, daß er den Anfeindungen trotzen kann, die ihm zugedacht sind, weil er einfach denen nicht sich fügen will, welche die Kirche von ihrem Auftrag weg verändern wollen?
Komm, Heiliger Geist!
Entzünde in den Herzen der Gläubigen Das Feuer deiner
Liebe! |
Predigt am Pfingstmontag
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Es ist ein untrügliches Kennzeichen der Kirche, daß zuerst der Geist Gottes wirkt, bevor der Mensch in ihr was tun kann. Kann jemand denen das Wasser zur Taufe verweigern, die ebenso wie wir den Heiligen Geist empfangen haben? Ähnlich war es ein Äthiopier, der voller Interesse bereits in der Heiligen Schrift gelesen hatte, bevor Philippus durch Gottes Geist zu ihm gebracht wurde. Dann allerdings mußte der Apostel erklären, eigentlich nur bestätigen, was der Geist Gottes in seinem Herzen schon bewirkt hatte. Der Pfingstmontag ist zu einem Gemeinschaftstag der christlichen Konfessionen geworden. Wir danken Gott für diesen Tag und für alles, was an Bewußtseinsbildung in den letzten Jahren geschehen ist. Immer mehr ist jetzt darauf hin zu arbeiten, daß wir unsere Ziele abstecken: was wollen wir eigentlich? Denn mit einem emotionalen Elan ist es noch lange nicht getan. Es ist ein schwerer Weg, weil wir noch immer nicht gemeinsam sagen können, was wir uns unter dieser einen Kirche, die wir erstreben, vorstellen. Ein Leib und ein Geist, ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater Wichtige und wesentliche Unterschiede sind noch gegeben. Erst dann werden wir die volle Einheit in der einen Kirche erlangt haben, wenn jede Gruppe der anderen ihren Glauben bestätigen wird können.
Dazu segne Gott unser Bemühen in
und durch seinen Geist. |
Predigt am Dreifaltigkeitssonntag
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Denn der einzige Sohn Gottes ist der, der uns Kunde gebracht hat davon, was wir ohne ihn in keiner Weise wissen und erfahren könnten. Liebe Brüder und Schwestern, Was das innerste Geheimnis des Christusglaubens ist, was die ganze Christenheit eint, das ist zugleich das, was uns trennt gegenüber alle anderen Religionen. Gott ist dreifaltig. Einer in drei Personen. Nicht drei Darstellungsformen des Einen, sondern drei göttliche Personen, geeint im einen göttlichen Wesen. Gott Vater und Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. Dieses UND ist wichtig. Denn keine dieser drei göttlichen Personen ist ohne die beiden anderen. Sie existieren nicht nebeneinander, sondern ineinander, sind aber trotzdem unterschieden je nach Person, aber nicht von einander geschieden nach dem Wesen. Der Eine Gott in Drei Personen. Achten wir hernach darauf, was die Präfation zum Dreifaltigkeitsfest darüber sagt: Nicht in der Einzigkeit einer Person, sondern in den drei Personen des einen göttlichen Wesens. Ohne Jesus Christus könnten wir darüber nicht das Geringste wissen. Warum hat Christus den Glauben so kompliziert gemacht, warum hat er das Geheimnis des göttlichen Wesens uns überhaupt geoffenbart? Eine erste Antwort: wenn Jesus Christus schon als Mensch auf Erden erscheint, mit den Leuten spricht, dann wird es irgendeinmal wohl darum gehen, ob man ihm irgend was glauben kann. Ein Vertrauensverhältnis soll sich ergeben. Wie soll das möglich sein mit jemand, der mir seinen Namen verheimlicht, über seine Herkunft nichts sagt, nichts von seinen Plänen? Wenn ich noch dazu den Eindruck gewinne, daß der ein ungeheueres Wissen hat, aber nicht den geringsten Einblick gewährt? Jesus mußte uns aufklären über sich selber. Eine zweite Antwort: Jesus mußte über sich selber Auskunft geben, weil er gekommen ist, um uns Menschen von den Sünden, vom Tod zu erlösen und uns die Auferstehung kund zu tun. Die Vergebung von den Sünden, die Jesus uns bringt, ist mehr als eine menschliche Vergebung. Es ist die Vergebung des Vaters im Himmel. Aber, warum will Gott uns vergeben? Welches Interesse hat er an uns? Weil Gott uns liebt. Warum liebt uns Gott und wenn schon, wie soll seine Liebe uns erreichen Die Religionsstifter und die Philosophen haben viel nachgedacht über Gott und die Welt. Irgendwo sind sie alle einmal darauf gekommen, daß es Gott nur einmal gegen kann. Gäbe es auch nur zwei Götter, dann wäre keiner der beiden allmächtig, allwissend. Es kann nur einen einzigen Gott geben. Auch Abraham hat das erkannt und Moses. Bei beiden war es weniger die klare und mühsame Erkenntnis des Verstandes. Sie erkannten Gott durch die Gnade. Das hat uns heute die erste Lesung deutlich gezeigt. In der Gnade Gottes schauten sie auch den Willen Gottes, sich uns Menschen mitzuteilen. Der Herr ging an ihm vorüber und rief: Jahwe ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Huld und Treue. Gott liebt uns. Das ist eindeutige Aussage des Alten und vor allem des Neuen Testamentes. Wie soll Gott ein liebender Gott sein können, wenn er allein ist? Liebe bedeutet aber Wahrheit, bedeutet Dialog, bedeutet Hingabe. Alles Begriffe, die für ein absolutes Einzelwesen Widersprüche in sich selber wären. Gott ist kein Single! Solches sich Zurückziehen von Gemeinschaft und Verantwortung ist keine Spitzenform kulturellen Lebens. Es ist vielmehr eine Form von Degeneration, auch und vielleicht gerade dann, wo jemand punktuelle Gemeinschaften sucht, von denen er sich rechtzeitig wieder distanziert, bevor die Verantwortung käme. In Gott ist höchste Gemeinschaft, höchster Dialog und vollkommene Liebe. Eine Liebe, die seit Ewigkeit ist. Dreifaltige Liebe. Diese dreifaltige Liebe Gottes ist in ihrem innersten Wesen angelegt darauf, sich nach außen mitzuteilen. Wie singen wir doch, wenn auch sehr menschlich gedacht, im schönen Adventslied: Gott Vater das mit Huld vernahm, der Sohn verlangt zur Erden; der Heilig Geist hernieder kam, das Wort sollt Fleisch uns werden. Oder im Pfingstlied: Der Geist des Herrn treibt Gottes Sohn, die Erde zu erlösen; der stirbt, erhöht, am Kreuzesthron und bricht die Macht des Bösen. Als Sieger fährt er jauchzend heim und ruft den Geist, daß jeder Keim aufbreche: Halleluja! In Gott ist Gemeinschaft seit Ewigkeit. Gott erlöst dadurch, daß er uns zur Gemeinschaft ruft. Zur Gemeinschaft mit sich selber und zur Gemeinschaft unter uns Menschen. Der Friede ist ein Wesensmerkmal des Christen. Wie hat der Papst jüngst in Aserbeidschan gesagt an die Adresse jener, die in ihrer eigenen Ängstlichkeit ständig von seinem Rücktritt reden? Solange ich atme künde ich den Frieden im Namen Gottes. Es scheint, daß die göttliche Vorsehung diese Botschaft vor allem unserer Zeit anvertrauen wollte. Eben, weil wir aus der Geschichte mit Vorliebe das Gegenteil herauslesen. Seitdem Jesus Christus gelebt hat gibt es keinen Frieden, der nicht das Antlitz Jesu tragen würde.
Laßt uns also immer
wieder mit Dankbarkeit den kurzen Preis der heiligsten Dreifaltigein im
Gebet erwägen: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem
Heiligen Geist. |
Predigt zum Fronleichnamsfest
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Du sollt an den ganzen Weg denken, den der Herr, dein Gott, dich während der vierzig Jahre in der Wüste geführt hat, um dich gefügig zu machen und dich zu prüfen. Der Weg also ist nicht das Ziel, sondern: der Weg ist die Prüfung. Nur wer Angst hat vor einem Ziel, kann der Weg zum Ziel erklären. Niemand baut eine Straße und führt sie an kein Ziel. Aber ohne Ziel auch keine Prüfung. Ohne Ausdauer kein Durchhalten. Mit Wehleidigkeit keine Ausdauer. Zu erproben ist die Kraft, mit der ich dem Ziel zustrebe, mit der ich Hindernisse überwinde. Und diese Kraft kommt vom Ziel. Sie kommt vom Willen, das Ziel zu erreichen. Das Ziel ist die Anstrengung wert. So werde ich mir auf dem Weg der Werte bewußt. Sie helfen mir, in die Umstände sich zu fügen. Das Deuteronomium, das letzte Buch Moses, faßt die Urgeschichte Israels noch einmal zusammen. Es nimmt den ganzen Weg in den Blick, den Gott sein Volk geführt hat aus der Knechtschaft Ägyptens heraus ins gelobte Land. Dabei fügt es die Erfahrungen hinzu, die Israel gewonnen hat. Allen voran die Gebote Gottes. Alles soll dem Volk in Erinnerung bleiben: Du sollt an den ganzen Weg denken, den der Herr, dein Gott, dich während der vierzig Jahre in der Wüste geführt hat, um dich gefügig zu machen und dich zu prüfen. Wir sind jetzt auch ein Stück Weges miteinander gegangen. Welche Erfahrungen haben unsere Erinnerungen dabei bereichert, Erfahrungen, die uns vor Augen führen, wie Gott sich ins Spiel gebracht hat, wie er unsere Wege mitgeht? Wir sind miteinander gegangen, festlich gekleidet, in schöner Ordnung, mit Musik und doch auch einigen Fahnen. Keine leeren Flaschen kennzeichnen unseren Weg, keine Blechbüchsen, keine Plastiktüten, verbrauchte Rauchwaren oder sonstiger Unrat. Es wäre schön, wenn der Psalm 107 uns bestätigen könnte, was wir empfinden: Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit, ich will dir singen und spielen. Wach auf, meine Seele, Wacht auf, Harfe und Saitenspiel, ich will das Morgenrot wecken! Oder, wie Jesaja singt: Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn! Meine Seele soll jubeln über Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in der Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt. Denn wie die Erde die Saat wachsen läßt und der Garten die Pflanzen hervorbringt, so bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern. (Jes 61,10 ff) Sind die Zeiten vorbei, da man verkündet hat, die Freiheit komme von den Fetzen und Lumpen, mit denen man sich beschmutzt? Nein, sie haben sich angekündet, die da sagen, der Weg sei das Ziel: ihr Weg ist gezeichnet durch brennende Autos, durch undenkbaren Unrat, Glasscherben von Schaufenstern. Angst und Schrecken soll ihnen vorausgehen, den Chaoten. Ihr Chaos gewährt keinen Ausblick, keine Hoffnung auf die wir uns freuen. Dabei hat die Zukunft, auf die wir uns aufgemacht hat, ihren Ursprung auch gewissermaßen in einem Chaos. Das Chaos der Sünde, die das Antlitz Gottes im Menschen besudelt und mit ihm die weite Welt. Geben wir uns keinen Illusionen hin! Und sollten wir jemals klagen: wie schön könnte alles sein, wenn die Leute braver wären, dann soll dies kein Ausdruck von Resignation sein, sondern lieber Ansporn zu immer wieder neuem Aufbruch, zu dem wir doch unterwegs sind! Haben wir das Geschrei vom Karfreitag noch im Ohr, als sie riefen und grölten: Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm! Und hören wir die Worte vom Kreuz herunter, mit dem Jesus bat: Vater, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun! Haben wir durchschaut, daß an dieser Stelle das Chaos gewandelt wurde und immer wieder gewandelt wird, daß hier die große Wende der Erlösung eintritt? Ständig wieder eintritt, wenn wir seinem Vermächtnis gemäß tun, was er uns aufgetragen hat: Tut dies zu meinem Gedächtnis. Darum darf kein Sonntag vergehen, an dem wir nicht in Ehrfurcht und Dankbarkeit und mit festlicher Freude die Eucharistie gefeiert hätten. Jeder macht sich schuldig, auch heute noch schuldig, der diese zentrale Feier der Kirche, dieses ihr Herzstück nicht ernst nimmt. Ob groß oder klein, ob Kind oder mündiger, gefirmter Christ. Das ist keine Privatsache und darf es niemals werden. Ist der Kelch des Segens über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? E i n Brot ist es. Darum sind wir viele e i n Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot. An dem Brot, durch das wir ewig leben. Denn dieses Brot ist sein Fleisch für das Leben der Welt. Er hat es gesagt, es steht wörtlich in der heiligen Schrift, wir haben nichts dazugedichtet. Er hat uns die hl. Messe aufgetragen. Wie sollte diese Feier Menschenwerk sein? Das Opfer, welches allein das Chaos überwindet. Wie sollte das menschliche Erfindung sein? Die göttliche Liebe, die Versöhnung spendet? Wie sollten wir die aufnehmen können ohne ein reines Herz? Niemand kann Gott dienen und dem Chaos. Niemand kann die Kultur des Todes bauen und gleichzeitig ewiges Leben erhoffen.
Mit der Sünde
brechen heißt nicht, zu behaupten, nie mehr zu sündigen
Wir sind Sünder und bleiben das unser Lebtag. Aber es heißt,
das Gewissen zu pflegen und auf es zu hören, das schlechte
Gewissen nicht zu verdrängen. Es heißt, bei Gott und bei
den Mitmenschen Vergebung zu suchen und sie auch selber nicht zu
verweigern. Sonst dürften wir das Brot nicht empfangen, das
Speise der Engel zu nennen die hl. Schrift sich nicht
scheut. So können wir im Geist mitsprechen, was der große
Thomas von Aquin vor bald achthundert Jahren gedichtet hat: Guter
Hirt, du Brot des Lebens, wer dir traut, hofft nicht vergebens, geht
getrost durch diese Zeit. Die du hier zu Tisch geladen, ruf auch dort
zum Mahl der Gnaden in des Vaters Herrlichkeit. |
Termine und Mitteilungen
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Wem gefallen eigentlich die Neuanpflanzungen am Friedensplatz ??? Meinungen -> mailen! Fronleichnamsordnung: I. 8 UHR Morgenlob und Beginn der hl. Messe im Kirchhof; 1. Lesung (Dtn 8,2-33.14-116) "Der Mensch lebt nicht nur vom Brot" Fürbitten: um Rückkehr der Menschen zur christlichen Werteordnung. II. Ecke Schmorell/Goerdelerstr. Zweite Lesung (1 Kor 10,16-17): "E i n Brot ist es". Fürbitten: um Nahrung für alle Menschen. III. Wiesenhügel Grünau: EVANGELIUM (Lk Joh 6,51-58): "Mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank". Fürbitten: Daß die Menschen die Heiligung des Sonntags schätzen. EUCHARISTIEFEIER. IV. Park Le Vesinet/Schwesternheim: EVANGELIUM (Lk 14, 15-24). Fürbitten: um Wertschätzung jeglichen Menschenlebens. V. Kriegerdenkmal: EVANGELIUM: (Lk 12,22-31). Fürbitten: Um Segen für Die Arbeit und die Früchte der Erde. ZUGORDNUNG: Kreuz, Vereine, Barmherzige Schwestern, Blasmusik. Allerheiligstes, Kinder, Familien (mit Kinderwagl!) und Einzelpersonen. Wir bitten um Fensterschmuck am Prozessionsweg: Station I im Kirchhof > Grünauer Allee > Schmorellstr. > Ecke Goerdelerstr. (Station II). > Goerdelerstr. weiter bis Einmündung Leuschnerstr., dort links hinter dem Ladenzentrum zum Wiesenhügel. Dort hl. Messe (Station III). Dann Grünauer Allee zurück > Korbinianstr. Park Le Vesinet (Station IV). > Badstr. > Hauptstr. zum Donhauser-Bruckl > Kirchenstr. > Kriegerdenkmal (Station V) > Zurück zur Kirche. Bitte sammelt alle Kinder, die es gibt, zusammen, daß wenigstens ein paar dabei sind! Viele wissen gar nicht, was Fronleichnam ist. Die Ferien verleiten dazu, den Festtag nicht vom Werktag zu unterscheiden.
PROCEDAMUS IN PACE |
Kath.Pfarramt
St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching
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Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.