Kirchenzettel
St. Korbinian
18. 06. - 25. 06. 2000
LOBE, ZION, DEINEN HIRTEN
DIE FROHE
BOTSCHAFT ZUM DREIFALTIGKEITSSONNTAG
| LESUNG I (Dtn 4,32-34.39-40): | "Hat sich je etwas so Großes ereignet wie dieses?" |
| LESUNG II (Röm 6,14-17) | "Ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht |
| EVANGELIUM (Mt 28,16-20 | "Als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel." |
DIE FROHE BOTSCHAFT ZU FRONLEICHNAM
| LESUNG I (Ex 24,3-8): : | "Das ist das Blut des Bundes." |
| LESUNG II (Hebr 9,11-15) | "Er ist der Mittler des neuen Bundes." |
| EVANGELIUM (Mk 14,12-16.22-26) | "Nehmt, das ist mein Leib." |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
| Sonntag FEST DER HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT 18.06.2000 09.00 Beichtgelegenheit 09.30 Singmesse 15.30 italienische Messe 19.00 Singmesse |
| Montag Hl. Romuald +1027 19.06. 07.00 hl. Messe im Kloster (tgl.) |
| Dienstag 20.06 07.30 hl. Messe |
| Mittwoch Hl. Aloisius von Gonzaga +1591 21.06. 18.30 Rosenkranz 19.00 Singmesse |
| Donnerstag HOCHFEST DES LEIBES UND BLUTES CHRISTI 22.06.2000 08.00 FRONLEICHNASPROZESSION: Beginn im Kirchhof (bei schlechtem Wetter ohne Prozession) hl. Messe um 08.00 + 10.30h) |
| Freitag 23.06. 07.30 hl. Messe |
| Samstag Geburt Johannes des Täufers 24.06. 14.00 Trauung Bierl-Buß 18.30 Beichtgelegenheit und Rosenkranz 19.00 Singmesse für Sonntag |
| Sonntag 12.Jahressonntag 25.06.2000 08.30 Beichtgelegenheit 09.00 Singmesse 10.30 Familienmesse 19.00 Singmesse |
Das geistliche Wort
Mit dem Pfingstfest schließt die österliche Zeit. Sie hat gedauert vom Aschermittwoch
zuerst als österliche Bußzeit bis zum Ende der Feier des Ostermorgens. Dann die 50 Tage
der Osterfeier vom Ostermorgen bis zum Pfingstsonntag. Früher gab es anschließend noch
die Pfingstoktav (die jedem Hochfest beigeordnet war). Davon ist seit der Neuordnung der
Liturgie und des Kirchenjahres in einigen Ländern, so Deutschland, Österreich und
Schweiz nur noch der Pfingstmontag übrig geblieben. (Den Pfingstsamstag gibt es seitdem
nicht mehr, der wäre der Samstag vor dem Dreifaltigkeitssonntag). |
Predigt zu Fronleichnam 2000
Es gibt im Leben der Kirche einen Umstand, den haben wir uns gewöhnt, wenn überhaupt noch, nur hinter vorgehaltener Hand zu nennen. Ich meine die fünf Gebote der Kirche. Viele junge Leute wissen gar nichts mehr davon. Vielleicht noch von den 10 Geboten Gottes. Die Kirche muß ihre Pflicht wahrnehmen, ihren Gläubigen zu den Geboten Gottes mit der Autorität des Moses noch fünf Gebote zusätzlich ans Herz zu legen, die sich aus der neuttestametntlichen Gemeinschaft ergeben. Würde das nicht besser in den Abfallkorb der Geschichte passen? Wer läßt sich heute noch gerne Gebote vorschreiben? Was man allerdings für Müll und Abfall gehalten hat, kommt das nicht wieder zurück nach den teuren Prozeduren der Wertstoffentsorgung? Wie mehr gilt im geistigen Bereich, daß wir sehr sorgsam zu
unterscheiden haben, bevor wir etwas von unseren heiligen Traditionen geringschätzen oder
gar wegwerfen. Ich will heute versuchen, das aufzuzeigen mit Dingen, die vielen Leuten
nicht mehr viel wert sind, mit den Geboten der Kirche. 1. Feiere den Sonntag als "Tag des Herrn". 2. An Sonn- und Feiertagen nimm regelmäßig an der Eucharistiefeier teil. 3. Am Freitag bringe ein Opfer. 4. Empfange regelmäßig, wenigstens in der österlichen Zeit, die Sakramente der Buße und des Altares. 5. Hilf der Kirche und deiner Pfarrei. Diese fünf Gebote sind fünf Minimalkriterien katholischer
Lebensführung. Es sind fünf Eckpunkte, von denen aus wir die Möglichkeit haben, den
Reichtum der Erlösung und des Christenlebens praktisch in die Tat umzusetzen. Diese fünf
Gebote offenbaren zugleich den größten Mangel in der Kirche Mitteleuropas, nämlich den
Mangel an Priester- und Ordensberufen. Einen wichtigsten Grund dafür sehe ich im
folgenden und dabei soll es nur um die beiden ersten Kirchengebote gehen: Für Katholiken,
die sich der Leitungsfunktion der Kirche entzogen haben, ist der Sonntag längst nicht
mehr ?Tag des Herrn". Natürlich Tag der Besinnung, der Ruhe. Aber nicht viel mehr
ein Tag der Autobahn und des Verkehrsstaues? Da greift auch kein umweltschonender
Gesichtspunkt. 2. Katholiken, die sich der Leitungsfunktion der Kirche entzogen haben,
haben längst die Heiligung des Sonntags durch die Mitfeier der Eucharistie abgewählt. Wo
das Christsein auf nur menschliche Zusammenhänge reduziert wird, da sind schon gewichen
zwei wichtige Begriffe, für die das Priestertum steht: das Übernatürliche und Der Blick
auf die letzten Dinge, die Endzeit, das Eschatologische. Fronleichnam ist das Fest der
Übernatur. ?Übernatur" ist das entscheidende Kriterium des Christseins. Wo das
Übernatürliche aus dem Blick gefallen ist, da hat der Glaube längst seine Kraft
verloren. Wir werden davon hören hernach, zum Evangelium beim Segensaltar am
Friedensplatz. Die große Eucharistierede Jesu in Kapharnaum. Warum haben die Leute damals
so eindeutig reagiert: "Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?"
Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm." Die
Deutung, mit der Jesus sein Vermächtnis des Letzten Abendmahles erklärt, ist ja zugleich
Gerichtsrede. Ob ich das Übernatürliche annehme oder ablehne, das heißt: für mich
nicht als verbindlich erkläre, damit spreche ich mir selber das Urteil: ?Wahrlich,
wahrlich, ich sage euch, wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht eßt und sein Blut
nicht trinkt, werde ihr das Leben nicht in euch haben. Wer men Fleisch ißt und mein Blut
trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag." Der hl.
Paulus präzisiert im 1. Korintherbrief; "Sooft ihr von diesem Brot eßt
und aus diesem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er wiederkommt.
Wer also unwürdig von dem Brot ißt und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht
sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.Wer also unwürdig davon ißt und trinkt, der
zieht sich das Gericht zu, indem er ißt und trinkt. Deswegen sind unter euch viele
schwach". Verstehen wir, daß es keine Eucharistie geben kann ohne
geweihtes Priestertum? Daß Jesus diese gerichtsträchtige Feier nicht den Beliebigkeiten
einer demokratischen Mehrheit anvertrauen kann, sondern sie uns nur anbietet als seine
persönliche Chefsache, wie sie gegeben ist in der personalen Weihe-Bindung des
katholischen und übrigens auch des orthodoxen Priestertums. Zu diesem hohen Gut gibt es
leider noch keinen ökumenischen Zugang. Lest es doch einmal im Zusammenhang durch, das
ganze Johannes-Evangelium! Jene, die meinen, daß sie stark sind im Glauben und jene, die
noch gar nicht gemerkt haben, wie schwach sie geworden sind! Jeder kann sich auftanken an
der Übernatur, ihre frische Freude, ihre Hoffnung, ihren Reichtum an Gottesliebe und ihre
Dankbarkeit, teilzuhaben am Leben der Kirche. Und das alles ohne Geld, nur mit etwas Zeit.
Solche Zeit bietet der Sonntag in Fülle! In Jesus Christus ist die Übernatur Gottes
Fleisch geworden, personal zu uns gekommen. Ihre frische Freude, ihre Hoffnung, ihr
Reichtum an Gottesliebe und Dankbarkeit für das Leben. Ja noch viel mehr! Ihre Allmacht
und ihre Demut, ihr Wille zur Versöhnung und ihre Gemeinschaft. Aber auch ihre
verbindliche Bereitschaft, Jesus auf dem Weg des Kreuzes nachzufolgen. Wie man im
Urchristentum, in der Zeit der Martyrer gesagt hat: dem Glauben nicht abzuschwören. Oder
wie man dafür heute sagt: aus der Kirche auszutreten. Und dabei herumzusagen, das habe
mit dem Glauben nichts zu tun! Macht doch den Leuten diesen Nonsens klar! Derartige
Unverbindlichkeit beleidigt unser christliches Bewußtsein. Nur im Unglauben kannst du
sagen, du hättest die regelmäßige Teilnahme an dieser Eucharistie nicht nötig, du
könntest auch so Christ sein. Es kann allerdings sein, daß die Gebote der Kirche dir die
Teilnahme am hl. Mahl verbieten. Wir sollten solchen Gegebenheit nicht bloß emotional
beurteilen. Es stimmt, wir kommen hier oft an eine Schmerzgrenze, die sich unserer
Verfügung entzieht. Es gibt da allerdings eine Brücke und das ist ein Angebot, das im
Rang vor der direkten Teilnahme am Herrenmahl steht. Für das unsere Kinder längst vor
dem Beginn der Gruppenvorbereitung zum ersten Empfang der hl. Kommunion bereitet sein
sollten. Die geistliche Kommunion. Die Sehnsucht nach Gemeinschaft mit Jesus. Dafür gibt
es keine Schranke, die eine Ordnung setzen könnte, die für eine Lebensgemeinschaft, wie
die Kirche das ist, setzen könnte. Seit früher Zeit spricht man auch von der
"Augenkommunion", die nicht nur möglich ist vor dem in der Monstranz
ausgesetzten Allerheiligsten, sondern auch vor dem verschlossenen Tabernakel. Von dieser
geistlichen Kommunion her ist das Bewußtsein ehrfürchtiger Anbetung geprägt. Es wird
leider bei manchen Anlässen in der Kirche nicht mehr geübt, das Unterlassen
geschäftiger Schwätzerei. Als Restbewußtsein gibt es das, gottseidank! allerdings nur
noch bei Beerdigungen. Heute verkünden wir den Tod des Herrn und preisen seine
Auferstehung. Triumphal und demütig zugleich. Und wir wollen dieses Geschenk dankbar
annehmen mit jenem Glauben, dem Jesus das ewige Leben verheißen hat. |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 18.06. Friedrich Geyer +1960, Jakob Held +1964, Elfriede Stöckl +1989, Alfred Feßler +1992, Charlotte Thaller +1994, Anton Wagner +1997, Michael Burgermeister +1997, R(ichard?) Zugmann +19?, Anna Zugmann +19?, Anna Birzer +1999; 19.06. Albertine Zöpf +1978, Wilhelm Hübel +1978, Ludwig Reger +1983, Anna Keil +1992; 20.06. Kilian Dirnecker +1974, Franz Xaver Hofbauer +1980; 21.06. Maria Augustin +1971, Maria Gutmann +1981, Maximilian Krawczyk +1986, Elisabeth Betzelt +19?; 22.06. August Schick +1967, Maria Pauliel +1989, Ludwig Schröttle +1990, Maria Eberle +1993; 23.06. Alois Bold +1972, Sophie Buchner +1971, Elisabeth Hamatna +1988, Anton Schöfbeck +1988; 24.06. Elisabrth Röder +1988. |
Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!
Termine dieser Woche: Mittwoch, 21. Juni (1 Tag vor
Fronleichnam) um 9.30 Uhr Ministrantenprobe! Unsere Fronleichnamsfeier : |
Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122. Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching; E-mail: St.Korbinian-Uhg@t-online.de; Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach (Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.