Kirchenzettel
St. Korbinian
14.10. - 21.10.2001
WASCH DICH
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 28. JAHRESSONNTAG
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LESUNG I (2 Kön 5,14-17): |
"Naaman, der Syrer, ging zum Jordan hinab und tauchte siebenmal unter." |
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LESUNG II (2 Tim 2,8-13): |
"Wenn wir mit Christus gestorben sind, werden wir mit ihm leben." |
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EVANGELIUM (Lk 17,11-19): |
"Es sind doch alle zehn rein geworden, wo bleiben denn die übrigen neun?" |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
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Sonntag 28.
Jahressonntag Hl. Papst
Kallistus +222 |
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Montag Hl.
Theresia von Avila +1582 |
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Dienstag Hl.
Hedwig von Andechs +1243; Hl. Margaretha +1620 |
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Mittwoch Hl.
Ignatius v. Antiochien +117 |
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Donnerstag Hl.
Lukas, Evangelist |
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Freitag Hl.
Jean Bereboef, Isaac u. Gefährten +1646 |
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Samstag Hl.
Wendelin + |
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Sonntag KIRCHWEIHFEST
- Papstsonntag Hl.
Ursula +3.Jh. |
Gedenktage
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GEDENKTAGE: 14.10. Josef Tschinkel +1958, Rudolf Neubauer +1977, Friedrich Straub +1982, Stanislaw Kwiaton +1988, Thea Zaengl +1993; 15.10. Therese Wunsch +1952, Maria Hartmann +1986, Amalia Weber +1993, Walburga Pröll +1974, Maria Oswald +1979, Luise Bühringer +1996, Maria Häsner +1997; 16.10. Heinrich Mächler +1970, Johann Larch 1972, Stefanie Hajek +1981, Barbara Ullmann +1985, Irene Goßlau +1987, Anton Brandmüller +19?; 17.10. Josefa Huber +1974, Konrad Maimer +1977, Kaspar Westermayr +1983, Maria Schmalzbauer +1986, Edith v. Eitzen +1993, Frieda Kramer +1984; 18.10. Franz Geserer +1980, Thomas Wiesheu +1981, Anna Helmert +1998; 19.10. Maria Hasl +57, Georg Berger +90, Anna Bold +93; 20.10. Paul Reindl +79, Josef Höllriegl +19?, Hubert Wenzel +82, Anna Weber +88, Ewald Troll sen. +95. |
Predigt zum 28. Jahressonntag
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Religion der Freiheit oder deren Karikatur? Die Dankbarkeit hatte also zur Zeit Jesu schlechte Karten. Und es bedeutet einen Schlag ins Gesicht der Bewohner Jerusalems, wenn ausgerechnet ein Mann aus Samaria der einzige ist, der zurückkommt, um vor Jesus Gott seinen Dank abzustatten. Dabei ist Dankbarkeit eines jener geistigen Elemente, welche den Urgrund für Religion liefern. Wie das schon in den zarten Anfängen abgewürgt werden kann, das zeigt die in manchen Familien geübte Unsitte, ein Kind zur Dankbarkeit zu zwingen. In Wirklichkeit ist Dank eine der Tugenden menschlicher Freiheit. Der Dank ist etwas so freies, daß er beim Kind bereits ganz von selber als natürliches Bedürfnis sich einstellt, in natürlicher, 00kindlicher Weise. Bestimmt hat Jesus das im Auge gehabt, als er uns Erwachsene mahnte: wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht ins Reich Gottes gelangen. Daraus schließend können wir feststellen: Religion ist der Hort der Freiheit. Aber ist nicht oft genug eines die Karikatur des anderen? Also Religion die Karikatur der Freiheit und Freiheit die Karikatur der Religion? Damit ist wohl einer der Gründe beim Namen genannt, warum viele Menschen die Religion meiden wie der Teufel das Weihwasser. Dabei bräuchte der Teufel das Weihwasser gar nicht zu fürchten. Hat er nicht die Macht, es zu vergiften? Die Geschichte lehrt uns, daß ihm das vielfach gelingt und gelungen ist. Dabei könnte er allerdings an eine für ihn unüberwindliche Grenze stoßen. Mit Weihwasser verbinde ich ja viele Dinge: Gebet, Segen, Gnade, Vertrauen, Göttliche Vorsehung. Wenn ich mit Weihwasser mich selber, Menschen und Dinge segne, dann darf keines davon fehlen. Ich kann allerdings das Gebet zur leeren Formel machen. Den Segen zum Aberglauben. Die Gnade kann ich vergessen, das Vertrauen kann ich in Anspruch fälschen, die göttliche Vorsehung in Schicksal. Dann hätte ich dem Teufel schon so perfekt zugearbeitet, daß er ohne Schwierigkeit, ohne Tarnung sein Gift ungehindert verspritzen kann, bevor ich etwas davon ahne. Dann kann er sogar genüßlich im vergifteten Weihwasser baden. Ich verwende dieses starke Bild, weil ich damit zeigen will, wie gefährlich eine Religion ist, die in Wirklichkeit bloß deren Karikatur darstellt. Wir beginnen bald wieder mit der Vorbereitung auf den ersten Empfang der hl. Kommunion und auf den Empfang der hl. Firmung. Die Eltern möchte ich ansprechen: orientiert euch nicht in den Kaufhäusern darüber, was ein Kommuniongeschenk ist. Ich muß das sagen, auch wenn die meisten Väter und Müttern von Kommunionkindern und Firmlingen gar nicht da sind. Aber an Kommunion- und Firmgeschenken sind auch viele der Anwesenden beteiligt. Ob da nicht eine Überlegung fällig wäre: Das Geschenk an eine Bedingung knüpfen. Etwa: wenn du in einem Vierteljahr auch noch zur Sonntagsgemeinde gehörtst, oder: wenn du nach den großen Ferien noch dazu gehörst, dann kommt der zweite Teil des Geschenkes, die Zinsen...? Das beste Geschenk für so einen Anlaß sind gläubige Eltern. Wenn die Kinder noch gar nicht wissen, was eine Sonntagsmesse ist, dann sind sie längst viel zu früh daran, ihr Kind zur hl. Kommunion anzumelden. Es sei denn, sie wollten dem Teufel dabei beistehen, nicht nur ins Weihwasser Gift zu spritzen. Er hat war keinen Zugang in das Heiligste ins Sakrament. Um beim Bild zu bleiben, er kann aber die Verpackung vergiften. Das gilt auch für das Sakrament der Ehe. Nicht zuletzt die hohe, erschreckend hohe Scheidungsziffer zeigt uns das. Nicht nur in Filmen. Auch im täglichen Leben wird die Untreue als etwas Normales hingestellt und die Scheidung als Selbstverständlichkeit erachtet. Der Segen wird sogar für die Sünde gefordert. Der Teufel hat es sich im Heiligtum wohnlich gemacht Wie kann er ausgetrieben werden? Gebet, Segen, Gnade, Vertrauen, Göttliche Vorsehung. Das alles ist zu aktivieren. Wo immer auch in der Ehe der Alltag beginnt, zur Versuchung zu werden, da bieten sich längst jene Heilmittel an, die zur Normalausrüstung christlichen Alltags gehören. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Eheleute und Kinder auf Dauer einander anschreien, wenn wie von Herzen miteinander beten. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Menschen einander ausnützen oder gar aufeinander fluchen, wenn sie einander segnen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand anbetend um Gottes Gnade bitten kann, wenn er jemandes freien Willen zu irgend etwas zu zwingen fähig ist. Ich kann mir nicht vorstellen, daß auf Dauer irgendwo Mißtrauen herrscht, wo zugleich an Gottes Vorsehung dankbar erinnert wird. Das alle steckt übrigens sehr stark in der Feier der hl. Messe. Naaman der Syrer hat es begriffen, daß er durch den Gott Israels von der Vergiftung seines Aussatzes geheilt worden ist. Er hat begriffen, daß die Verehrung des Gottes Israels Bodenhaftung braucht, darum hat er Erde vom Boden Israels in seine Heimat mitgenommen. Wir brauchen die Bodenhaftung in der Gemeinschaft der Kirche, weil hier der Ort ist, wo Gott sein universales Heil wirkt, wo wir die Sakramente, die Heilmittel der Kirche in der Gemeinschaft der Heiligen empfangen. Das ist die Botschaft des heutigen Sonntags: Die Botschaft der Erlösung richtet sich durch Jesus Christus nicht mehr an ein einzelnes Volk. Sie gilt universal. Niemand braucht mehr soviel Erde Israels mit sich zu nehmen, was auf zwei Eselsrücken Platz hat. Dafür steht die Gemeinschaft der Kirche. Überwindet
die Karikatur der Religion durch einen redlichen Glauben und treues
Glauben! Damit der Teufel die Christen noch mehr fürchte wie das
Weihwasser. |
Ein geistliches Wort des Pfarrers
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Betet für den Frieden! "Kirchenbesuch fast verdoppelt", so stand es bald nach den Selbstmordattentaten auf die Welthandelstürme in New York in Zeitungen zu lesen. Was für Sprüch haben doch die gemacht! Bei einem Extra-Gottesdienst, da mögen sie gekommen sein. Doch zu den Werktagsmessen, Rosenkränzen, also den ganz normalen Angeboten? Natürlich, niemand hat (hat von Haben) Zeit übrig. Damit dieses "übrig haben" wirksam wird, da muß etwas geschehen und zwar mittels unserer menschlichen Freiheit. Was ist: Prioritäten und Werteordnung überdenken, auf irgendwas verzichten, das Verhalten einüben auf die Maßgabe der Liebe.
Dann
geschieht was ganz Wichtiges, Menschliches. "Hat" kommt
nicht nur vom "Haben", vielmehr noch vom "Geben".
Die alte Erfahrung des geistlichen Lebens: was ich schenke, erhalte
ich vielfach zurück: z. Mt. 13,27; Mk 10,30 u. andere Stellen. Die Zeit, die wir Gott schenken, ist alles andere als verloren! Oder läßt Gott "sich von irgend jemand lumpen"? Wir Christen haben einen wichtigen Unterschied zu anderen Religionen, z.B. zu den Moslems. Sie haben ihren Gebetsteppich und ihre Zeiten. Ihnen wird alles vorgesprochen, müssen schon als Kinder viel auswendig lernen. Sie brauchen nicht zu lesen. Was ist da bei uns anders? Wir haben den Sonntag. Er ist den Gläubigen heilige Gepflogenheit. Ansonsten gibt es viele Angebote, die wir aus freier Liebe nutzen können. Wo Zwang ist, da geschieht nach außen hin mehr. Wo es Freiheit gibt, bleibt Vieles unsichtbar. Sieht man gar nix, fehlt was. Niemand fühle sich gehetzt oder handle gar aus Angst. Darum ein Angebot zur Zufriedenheit: wenigstens einmal im Monat zur Werktagsmesse, zum Rosenkranz. Am Samstagabend wir der Rosenkranz darum im Kirchenzettel bleiben, auch wenn keine Abendmesse mehr folgt. Gut, im Oktober findet er sowieso dreimal in der Woche statt. Wollen wir sehen, wie es im übrigen Jahr aussieht! Ihr Pfarrer |
TERMINE
Die Pfarrei ist
Ihrer Mitarbeit Wert!
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Totenbuch
Der "Förderkreis Oikokredit"
ermöglicht Geldanlage für genossenschaftlich organisierte
Tätigkeit und stellt ihnen Kredite mit verbilligten Zinssätzen
zur Verfügung. Dazu muß es Menschen geben, die auf
Höchstzinsen verzichten. Das Geld für erworbene Anteile
wird bei Eigenbedarf wieder zurückerstattet. Nähere
Information im Pfarrheim St. Georg, Taufkirchen (Lindenring 56). BLUTSPENDEN am 23.10. von 15.00 - 19.45h im KUBIZ, Jahnstr. 1
Die
CARITASSTATION in Taufkirchen braucht Mitarbeiter:
Gottesdienstordnung
ab 14. Oktober St. Korbinian: Samstag. 17.30 Rosenkranz u. Beichtgelegenheit Sonntag. 09.00h; 10.30h; 19.00h (18h ?) hl. Messen.
Kloster: am Werktag. 07.00h; Sonntag 09.30h.
Altenwohnstift am Parksee: Samstag: 16.00h (St. Alto / St. Korbinian im Wechsel)
St. Alto: Sonntag: 09.00h. St. Birgitta 10.30h St. Alto/Birgitta (im Wechsel): Samstag: 18.00h.
St. Birgitta: Sonntag: 10.30h. |
Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86,
Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching
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Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd. des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.