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Kirchenzettel

St. Korbinian

14. 01. 2001 - 20. 01. 2001


FAMILIE

 

 

DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 2. JAHRESSONNTAG


LESUNG I (Jes 62.1-5):

"Der Herr hat an dir seine Freude."

LESUNG II(1 Kor 12,4-14):

"Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nütze."

EVANGELIUM (Joh 2,1-11): "Er wußte nicht, woher der Wein kam."


G O T T E S D I E N S T O R D N U N G

Sonntag 2. Jahressonntag - Familiensonntag
14.01.2001

8.30 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse - Sammlung Max Kolbe-Werk -
10.30 Familienmesse
19.00 Singmesse

Montag
15.01.
13.30 Seelenm. für + Herrn Emmeran Perl, anschl. Beerdg.

Dienstag
16.01.
07.15 hl.Messe vom Tag

Mittwoch Hl. Antoniuis d.Einsiedler +357
17.01.
14.15 Seelenm. f. + Herrn Alfons Grubmüller, anschl. Beerdg.
19.00 ökumen. Andacht für die Einheit der Christen
(18.30 Uhr kein Rosenkranz; s.Sterberosenkränze!)

Donnerstag
18.01.
07.25 Kindermesse in der Schule

Freitag
19.01.
07.15 hl.Messe

Samstag Hl. Fabian u. Sebastian +251
20.01.
17.30 Beichtgelegenheit und Rosenkranz
18.00 Singmesse für Sonntag

Sonntag 3. Jahressonntag
21.01.2001

08.30 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse
19.00 Singmesse

 

Gedenktage

GEDENKTAGE: 14.01. Martin Süßmeier +1961, Johann Engl +1979, Maria Fliedner +1987, Franziska Berofen +1993, Richard Scherr +1996, Anneliese Henniger +1996, Rosa Fischer +2000; 15.01. Gertrud Seifert +1973, Maria Scholten +1986, Maria Prechtl +1995; 16.01. Theresia Kiermayer +1976, Justine Dollmann +1981, Kurt Neubert +1982, Rosa Nutzinger +1986, ThereseTafelmayer +1988, Cornelia Spiegl +1989, Karl Sitter +1990, Anna Maier +1992, Max Strobel +1998; 17.01. Maria Pusl +1939, Anna Süßmeier +1968, Rosalie Degele +1976, Josef u. Maria Heinzelmann +1984, Martin Mair +1991, Theresia Hörmann +1995; 18.01. Irmtraud Ardaya +1973, Oliver und Marcus Besson +1993, Hedwig u. Heinrich Czabon +?, Cäcilie Wimmer +1998; 19.01. Josef Hartmann +1973, Wilhelm Gotthard +1976, Josef Datz +79, Maria Falke +82, Josef Nutzinger +83, Toni Herzog +94; 20.01. Bernhard Bold +71, Georg Ottmann+48, Magdalene Durach+80, Hedwig Seifert +85, Hermann Menzel +70.

 

Predigt zum Fest Taufe des Herrn

 


2. Jahressonntag 2000
Familiensonntag

Wir haben das Privileg, daß wir das ganze Jahr das Gnadenbild der heiligen Familie vor uns sehen. Am Sonntag zwischen Weihnachten und Neujahr, dem Hochfest der Gottesmutter, feiert die Kirche das Fest der heiligen Familie. Heute haben unsere Bischöfe wiederum uns vor die hl. Familie gestellt. Diesmal nicht in erster Linie, um ihr die schuldige Frömmigkeit zu widmen. Heute geht es um Gestalt und Schicksal unserer menschlichen Familien.Laßt mich dazu einen Zugang suchen, der hoffentlich in vielen Familien eine wichtige Rolle spielt, nämlich von der Musik her.

Was hat die Familie mit Musizieren zu tun? Bestimmt sehr viel, sind doch die ersten Töne, die ein Kind von sich gibt, pure Musik! Von Anfang an läßt sich eine Unterscheidung heraushören. Zu welch leichten und zarten Töne kann schon der Säugling finden, um sein Wohlbefinden zu äußern, sogar spontanes Entzücken über eine liebes Gesicht, eine freundliche Begegnung. Natürlich wird auch bald etwas Bedrängendes daraus. Äußerungen des Mißfallens bedienen sich einer harten, stoßartigen Melodienfolge, wenn auch der Inhalt eines daraus gestellten Wunsches oder einer Forderung nicht so einfach abzuzeichnen ist. Schließlich wird klar, wer von nun an den Ton in der Familie anzugeben beansprucht.

Welche Musik von da an in der Familie vernehmbar wird, das hängt ab von den Erziehungskünsten der Eltern und, wenn sie bereits da sind, wie diese von den Geschwistern mitgetragen werden. Da bricht auf einmal eine ganz neue Dimension ins Spiel. Längst hat man festgestellt, daß in der Seele des Kindes das Gottesbild sehr früh grundgelegt wird, bevor es beginnt, sich in der Sprache zu üben. Spiegelt sich doch in der Erziehungsmethode der Elter deren Gottesbild.

Dabei geht es zuerst um das Aushalten. Da steht am Anfang die Zuwendung gegenüber dem Kind. Wehe, wenn diese nach Maßgabe von Belohnung oder Strafe gewährt oder entzogen wird. Ungeduld und Launenhaftigkeit sind da schlechte Ratgeber. Wie schnell verschiebt sich da auf ganz praktische Weise ein Gottesbild? Was Wunder, wenn das Kind selber zum kleinen Tyrannen wird, das untrüglich kund gibt, wer das Sagen hat? Wo hat da übrigens das bekannte Wunschkind-Denken seinen legitimen Platz?

Keine leichte Aufgabe für die Eltern. Sie beansprucht viel an Einfühlung, an Zeit, an Liebe. Vielleicht haben die Eltern hier die letzte Gelegenheit zu lernen, was Liebe ist?

Da wollen wir inne halten. Ja, brauchen sie das überhaupt noch zu lernen? Sind sie nicht längst als aufgeklärte junge Menschen auf Partnersuche gegangen? Oder haben sie vielleicht gemeint, daß Liebe etwas Auszuprobierendes sei, getreu den Entdeckungen eines Oswald Kolle, damals vor 30-35 Jahren?

Was ist Liebe? Eines vom Schönsten, was ich je darüber gehört habe, hat seinerzeit bei einem seiner Besuche in Deutschland Papst Johannes Paul II. den jungen Leuten in unmißverständlicher Weise zugerufen: „Man kann nicht auf Probe leben, man kann nicht auf Prbe sterben, man kann nicht auf Probe lieben“. Man kann nur sein eigenes, großes und unauswechselbares Ja sagen und das immer wieder, nach jedem Fall , nach jedem auf dem Boden Liegen wieder sich aufrichten und von Neuem zu Gott und den Mitmenschen sein aufrichtiges Ja sagen.

Wir hätten Weihnachten nicht richtig gefeiert, wenn wir dabei nicht begriffen haben, daß Liebe das große Geschenk des Vaters im Himmel an uns Menschen ist. „Sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget“! Wer sich einbildet, Liebe würde sich zusammensetzen aus den perfektesten Bemühungen von uns Menschen, dessen sogenannte Liebe, beser gesagt: Egoismus, wird scheitern. Und wer sich zynisch an der Heiligkeit der Ehe vergreift, indem er spöttisch sagt: „Was, du hast immer noch denselben Partner, dieselbe Partnerin“, so ein Mensch beschmutzt jeden freundschaftlichen Kontakt. Und das erst recht, wenn er am Sonntag zehnmal zur Kirche rennt!

Papst Paul VI. Hat in seiner allmählich genug verschrieenen Enzyklika über die Ehe und die natürliche Geburtenregelung, und auch seinerzeit bei seinem Besuch in Nazareth goldene Worte gefunden über die Heiligkeit der Ehe und den unersetzlichen Wert der Familie. Er beschreibt da Ehe und Familie als den Hort, in dem Menschenwürde gelernt wird, Ehrfurcht, Liebe und Gehorsam. Und auch den Umstand, daß für all diese Tugenden in unserer Welt kein Platz mehr sein würde, sobald Ehe und Familie aufgelöst würden. Fallt auf niemand herein, der daherkommt mit dem sattsam bekannten, allmählich langweiligen Gegenbeweis mit der sogenannten Realität! Wo nämlich die Familie jetzt schon Schaden leitet, da bleiben genau jene gegenteiligen Untugenden übrig. Und wo ein Kind trotzdem auf rechtem Weg bleibt, da haben gottseidank auch gute „geheime Miterzieher“ sich ausgewirkt. Leider aber gibt es Kinder genug, die bleibenden Schaden für ihr Leben davontragen.

Zum Schluß noch eine ernste Angelegenheit, die ich immer wieder erwähne.Die Weitergabe des Glaubens. Es kommen nur wenige Kinder zur Sonntagsmesse und ich möchte ausdrücklich allen Eltern danken, die sich bemühen, ihren Kindern die Geheimnisse der Liturgie zu erschließen. Das ist zuerst Aufgabe der Eltern, längst bevor der Priester oder die Religionslehrerin an die Kinder herankommt. Dann ist es bereits zu spät. Und ist diese heilige Aufgabe der Eltern wirklich so schwer ist, wenn sie nur selber im Gottesdienst der Kirche wie zuhause sind?. Wo Kinder nicht mehr zur hl. Messe zu kommen brauchen, da wird an Religion einst nur übrig bleiben, was eben wie im Angebot von Sekten oder Ähnlichem zu haben ist. Priester- und Ordensberufe bleiben aus, wo in der Kindesseele kein Platz mehr vorhanden ist für entsprechende Gedankenspiele.

Sagen wir nicht, wir könnten da nichts ändern. Wir haben immer noch das Gebet, zu dem der Herr selber uns auffordert wenn er sagt. „Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter in seine Ernte zu senden!“ Sich da in die Rehe der Beter einzureihen, das ist eine der ganz hohen aufgaben der Familie. Hört nicht auf, an die religiösen Bedürfnisse der Kinderseele zu denken! Ihnen zu dienen, das gehört zu den schönsten Aufgaben der Eltern.
Amen.

 

Das geistliche Wort

 


Familiensonntag (14. Januar)

Es gibt zwar einen liturgischen Sonntag der hl. Familie am Sonntag nach Weihnachten. Aber der hat einen anderen Charakter. Er ist der Verehrung der hl. Familie geweiht. Der "Familiensonntag" in der zweiten Jahreswoche schaut natürlich auch auf die hl. Familie, bei uns sowieso. Die hl. Familie bietet ja d i e Orientierung für jede christliche Familie.

Der Familiensonntag hat eine - warum nicht gar! - auch politische Ausrichtung: die Sabotageakte der Regierung an Ehe und Familie, anstatt sie verfassungsgemäß zu schützen. In Zusammenahng damit die seit Jahren familienunfreundliche Wohnungspolitik; Kindergeld; Mutter oder Karriere usw. Die Kirche muß Stellung nehmen.

Das wird zusehends schwerer. Wir haben ja bald keine gemeinsame Sprache mehr.

Zuerst einmal das Verschwinden des Dialektes. Ob da nicht die Kinderunfreundlichkeit eine entscheidende Rolle spielt? Den Dialekt haben wir in der Familie gelernt. Wenn keine Geschwister da sind, mit wem sollen die Kinder unter sich ihre Sprache entwickeln, entgegen einer herzlosen Sprachdiktatur der Medien, in Kindergarten und Schule?

Dann die ideologische Sprachverwirrung. Beispiel: "Konservativ". Bisher eindeutig bekannt als jene Haltung, welche die überkommenen Werte pflegt, "konserviert". Also weder rot noch gelb. Neuerdings, siehe Tschechei: da taucht der Begriff in den Medien scheinbar andersherum auf. Scheinbar, weil überhaupt nicht klar definiert. "Konservativ" werden auf einmal die "alten Seilschaften" genannt. Also: die alten Kommunisten. Aber unsern Medienleuten fehlt es da an Unterscheidungsgabe, wer da wohin gehört. Oder ist Absicht dahinter? Wir werden im Unsicheren darüber gehalten, in welche geistige Landschaft da wer gehört, zum Beispiel gegenwärtig bei dem Rundfunk- und Fernsehstreit da drüben.

Und ein Drittes: Was ist eigentlich die "Putztruppe" des Herrn Fischer gewesen und gibt es die heute nicht mehr? Als er noch die Turnschuhe an hatte, damals hatte diese eine wichtige Rolle für ihn gespielt. Dabei ist "Putz" eine nicht gerade niedliche Abkürzung (die reden ja fast nur so!): "Proletarische Union für Terror und Zerstörung, mit mehr oder weniger offenen Querverbindungen zur RAF. !!! Zerstörungsobjekte waren vorwiegend geistig zu verstehen, wie z.B. Familie als "autoritäre Einrichtung der Fremdbestimmung".

So sind wir wieder am Anfang und das gebietet offenkundig: Seid wachsam, laßt Euch nichts vormachen und unterscheidet die Geister!

Ihr Pfarrer
Konrad Schmid


Termine

Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!

 

Elternabend für alle angemeldeten Kinder: Dienstag, 16- Jan. um 20 Uhr im Pfarrheim.

Kaffeenachmittag am Mittwoch, 17. Januar ab 12.00 Uhr im Pfarrheim. Gäste wie immer herzlich willkommen!

Pfarrgemeinderat: Öffentliche Sitzung am Mittwoch, 17. Januar um 19.45 Uhr im Pfarrheim

Weltgebetswoche für die Einheit der Christen 18.-25. Januar 2001

In der evang. St.Matthäuskirche (Sendlinger Tor) findet am Die. 23. Jan. um 19 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt mit Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter und Landesbischof Dr.Johannes Friedrich statt.

Weil am Mittwoch, 17. Januar die Abendmesse wegen einer Beerdigung ausfällt, halten wir um 19 Uhr eine Andacht für die Einheit der Christen.

Schnuppertage im Priesterseminar, für junge Leute, die mit dem Gedanken spielen, Priester zu werden: Donnerstag, 1.Feb., Freitag, 2.Feb., Sonntag, 4.Feb.
Leitung: Regens Franz-Josef Bauer, Spiritual Gerhard Beham, Subregens Martin Guggenbiller. Info u. Anmeldung: Diözesanstelle "Berufe der Kirche", Schrammerstr. 3/II. 80333 München. Tel. 2137-1253

Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching .
Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach (Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.