Kirchenzettel
St. Korbinian
DAS
GEWAND
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 28. JAHRESSONNTAG
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LESUNG I (Jes 25,6-20): |
"Wir wollen jubeln und uns freuen über seine rettende Tat." |
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LESUNG II (Phil 1,12-20): |
"Alles vermag ich durch ihn, der mir die Kraft gibt." |
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EVANGELIUM (Mt 22,1-14): |
"Darauf wußte der Mann nichts zu sagen." |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
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Sonntag 28.Jahressonntag |
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Montag Hl.
Kallistus I. +222 |
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Dienstag Hl.
Theresia v. Avila +1582 |
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Mittwoch Hl.
Hedwig +1243, Hl. Margareta M. Alac. +1690 |
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Donnerstag Hl.
Ignatius v. Ant. +117 |
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Freitag Hl.
Lukas, Evangelist |
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Samstag Hl.
Jean d. Brebeuf u. Isaac Jogues u. Gef. +1649 |
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Sonntag Kirchweihsonntag
Hl. Wendelin +570 |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 13.10. Ludwig Ruppmannsberger +78, Johann Moser +96, Wilhelm Hofheinz +97, Johann Schindele +98; 14.10. Rudolf Neubauer +77, Friedrich Straub +82, Stanislaw Kwiaton +88; 15.10. Maria Hartmann +86, Amalia Weber +93, Luise Bühringer +96, Maria Häsner +97, Centa Strobel +01; 16.10. Heinrich Mächler +70, Stefanie Hajek +81, Barbara Ullmann +85, Luise Goßlau +87; 17.10. Konrad Maimer +77, Paula Pommer +78 Franz Geserer +80, Max Hagn +81, Thomas Wiesheu +81, Anna Helmert +98; 19.10. Herbert Wollny +44, Georg Berger +90. |
Predigt zum 28. Jahressonntag
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Die kalte Jahreszeit hat begonnen und wir kleiden uns demgemäß wärmer, als im Sommer. Damit ist eine wichtige Bedeutung des Gewandes angesprochen. Zum Schutz vor Kälte kommen noch weitere Sinngehalte des Kleides, das der Mensch ja auch gerne und mit Geschmack anlegen möchte. Die Schönheit ist wichtig, die reiche Auswahl. Früher war noch ganz wichtig, daß der soziale und auch der politische Stand durch das Kleid unterscheidbar zu sein hatte. Das Recht, Lumpen zu tragen war den ganz Armen vorbehalten, anderen Leuten höchstens zu Zeiten großer Not. Es gab sogar Heilige, die haben bewußt altes Zeug getragen, unappetitliche Lumpen. Mir fällt da der hl. Alexius v. Edessa ein, der im 4. Jahrhundert die frisch angetraute Ehefrau verließ und nach einer Legende 17 Jahre unerkannt als Bettler unter der Treppe des Elternhauses lebte, bis er kurz vor seinem Tod erkannt wurde. Dann der hl. Franziskus, der zumindest in der Frühzeit in Lumpen schlüpfte. Wenig Wert auf sein Äußeres legte auch der hl. Pfarrer von Ars, allerdings, weil er alles wegschenkte. Aber sonst hat man in der Kirche im Großen und Ganzen das Äußere schon gepflegt. Nicht nur im heutigen Evangelium spielt das hochzeitliche Festgewand eine entscheidende Rolle, und das nicht nur bei der hl. Taufe. Jetzt Zeit, daß wir nach den Gründen fragen. Adam und Eva bekamen ein Blätterkleid verpaßt. Hier hat das Kleid die grundlegende Bedeutung als Schutz für Leben und Würde: Durch die Sünde war der Tod in die Welt gekommen. Nun sollen die Spuren des kommenden Todes bedeckt werden, die sich in Krankheit und Hinfälligkeit zeigen. Bringt der Tod doch die Menschenwürde in Gefahr, da hier das aufrechte Gehen und alle Eigenbestimmung des Menschen aufhören. Im Judentum war zu bestimmten Festen das Waschen der Kleider vorgeschrieben; die Tempeldiener hatten besondere Kleidung zu tragen. Als Zeichen des Protestes und des sich Distanzierens vom Bösen werden dann vor allem bei Gotteslästerung die Kleider zerrissen. Vor allem die Psalmen geben gute Auskunft über die Bedeutung des Kleides. Im Psalm 21 wird dem Messias vorausgesagt, daß bei seiner Hinrichtung über sein Gewand das Los geworfen wird. Sein Kleid ist nicht mehr das Gewand der Ehre, darum wird sein Besitz dem Zufall anheimgegeben. Vom Bösewicht ist im Psalm 108 gesagt: Er zog den Fluch an wie ein Gewand. Was das bedeutet wird, sehen wir beim Propheten Jesaja, der vom Messias voraussagt, daß er mit dem Gewand des Heiles bekleidet ist. Und schließlich die zentrale Aussage über Gott: Du bist mit Licht umhüllt wie mit einem Gewand.. Und schließlich der Psalm 101. Da wird die Vergänglichkeit aller Dinge beschrieben: Die Himmel sind das Werk deiner Hände, sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle zerfallen wie ein Gewand; du wechselst sie wie ein Kleid, und sie schwinden dahin. Da wird heute im Evangelium zu einer Feier eingeladen. Sie ist nicht alltäglich. Nur Geladene haben Zutritt. Sie müssen sich die Zeit reservieren. Man kommt nicht so zufällig bei der Hochzeit vorbei, um da auch einmal hineinzuschmecken. Der Gast hat sich vorzubereiten, das kostet Zeit und Geld, besonders beim Gewand. Und da wagt es einer, so nebenher sich in die Festgesellschaft einzuschleichen. Er gehört nicht dazu. Das gibt es auch im Reich Gottes. Auf der einen Seite werden alle eingeladen, ohne Ausnahme. Die an den Zäunen herumlungern, die Arbeitslosen, die nirgendwo unterkommen, die niemand mag. Aber eingeladen zu werden, das ist etwas Personales. Du hast also mit Würde zu erscheinen. Sie ist dir durch die Einladung zuerkannt. Wenn du diese Würde nicht achtest, gehörst du zu denen, die ihre Unkultur mit Heulen und Zähneknirschen bestätigen. Ohne Zweifel müssen wir in diesem Gastmahl, in dieser Hochzeitsfeier das zentrale Ereignis im kirchlichen Leben erkennen, die heilige Eucharistie. Die christliche Kultur hat dafür als gesellschaftlichen Rahmen den Sonntag geformt. Das unterstreicht die Bedeutung der hl. Messe, daß an diesem Tag ihr nichts vorzuziehen ist. Es gilt, dafür sich Zeit zu nehmen. Lieber würde ich im Sonntag auch ein gewisses Reservat von Langweile entdecken, als wieder von der Hektik des Alltags eingeholt zu werden, wenn auch mit diversen anderen Vorzeichen. Sonst kannst du die Messe nur wie im Eiltempo noch irgendwie mitnehmen. Dann wirst du tatsächlich gar nicht wahrnehmen, daß du in irgend einem Aufzug daherkommst, der nichts mehr von den Ansprüchen erkennen läßt, die der Sonntag wert ist. Natürlich gibt es was viel wichtigeres als teure Textilfaser. Die hl. Messe könnte eine gute geistliche Bereitung gebrauchen. Warum den Tag nicht in der Familie mit einem geistlichen Lied beginnen? Warum kein Blick in die hl, Schrift, etwa am Vorabend schon? Warum nicht auch die Überlegung, ob nicht doch wieder einmal der Empfang des Bußsakramentes nötig wäre? Dann wird der Sonntag zu einem Tag des Segens und des Friedens. Das wird in vielen Dingen spürbar sein und wenn es bloß der Kaffee ist, dar halt doch am Sonntag besser schmeckt. Wer dann am Tisch des Herrn teilnimmt, wird etwas spüren vom Brot des Lebens, vom Brot vom Himmel, das alle Süßigkeit in sich enthält. Vom Brot, das die selige Auferstehung bereits in sich birgt. Wir müssen als Bedingung dieser heiligen Speise die Auferstehung als Ziel gewählt haben. Sonst wird es uns nicht gelingen, die Sünde zu meiden und so würdig die Eucharistie zu empfangen und dabei Christus zu begegnen. Darum steht am Schluß des Evangeliums die Bemerkung: Denn viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt. Die Berufung, die Einladung, zeigt zwar die Würde, die zuerkannt ist. Zum Heil wird diese Würde erst, wenn wir sie uns angeeignet haben. Das Herr, ich bin nicht würdig, das wir vor der hl. Kommunion sprechen, darf keinen Verdrängungsmechanismus in Gang setzen, mit dem wir dunkle Flecke in der Seele verdrängen. Wer in schwerer Sünde lebt, eine solche wäre auch der Austritt aus der Kirche, auch wenn dafür Manche kein Gespür mehr haben, darf die hl. Kommunion nicht empfangen.
Ganze Hingabe
wird das Gabengebet heute die Art und Weise, die ganz und gar
ergriffene Mitfeier nennen, würdig der Anbetung Gottes. Damit
wir jetzt schon Christus begegnen und in seiner Gemeinschaft
verbleiben, die zum Himmelreich führt. |
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Unter solchen Kriterien wird das Ereignis, seine Durchführung und Weiterentwicklung gerne in den Medien behandelt. Dabei treffen sie im Grunde gar nicht zu, außer man sieht in der Kirche eine Firma, einen Betrieb. Die Kirche ist das Werk des Heiligen Geistes, allerdings nicht nur das. Kirche ist auch Menschenwerk und hatte als solches beim Konzil eine Öffnung der Fenster" dringend nötig. In der Kirche gilt ein eigenartiges Gesetz. Sie hat einen göttlichen Auftrag und leidet darunter. Das kommt daher, daß dieser Auftrag von Menschen auszuüben ist. Darum wird dir sich Kirche immer auch ihr eigenes Kreuz sein. Nie kann sie diesem Auftrag gemäß zu einer perfekten Gesellschaft werden, obwohl und weil sie ihr Leben nicht von der Welt hat. Der Auftrag der Kirche weist sie mitten in alle menschlichen Bereiche hinein: Familie, Erziehung, Kultur, Caritas. Das setzt Organisationsformen voraus, die "weltlichen" Kriterien unterliegen. Doch die Motivation der "Organe" wirkt Gottes Geist, insoweit die Menschen ihn in sich hereinlassen. Wo wird das deutlicher als in der Ehe? Es gibt sie als unauflösliche nur kraft göttlicher Sendung und tut sich so schwer damit.
Für
Beobachter und Kommentatoren kirchlicher Ereignisse und Belange wäre
schon etwas an Unterscheidungsgabe nötig, zusammen mit einem
gewissen Bestand vor einer "Pisastudie". Sonst kann man
einfach die Dinge nicht zuordnen: was ist Glaube, also übernatürlich,
Ursprung oder Aussage Göttlicher Offenbarung, und was ist
menschlicher Art. Gottes Geist muß sich ständig gegenüber
den Belangen durchsetzen, die er selber geschaffen hat, vor allem
gegen des Menschen Herz, in dem Vorlieben, Sünde, Eitelkeiten
und menschlicher Sachverstand ihr Eigenleben führen möchten,
das sich gerne von seinem Ursprung emanzipieren möchte, siehe
Adam und Eva. Die beiden bleiben immer aktuell, in uns selber. Immer
gab es darum in der Kirche einen Wüstenvater St. Antonius,
Cosmas und Damian, Ambrosius, Severin, Bruno, Bernhard, Franziskus,
Elisabeth, Katharina v. Siena, Nikolaus v.d.Flüe, Thomas Morus,
Karl Borromäus, Ignatius v. Loyola, Theresa v. Avila, Pfarrer v.
Ars, Konrad v. Parzham, P.Rupert Mayer, Papst Pius XII, Papst
Johannes XXIII. Und noch Lebende? Papst Johannes Paul II, Kardinal
Meisner und viele, viele andere. Wieviele hat es gegeben, die Gutes
zu sagen hatten, aber viel Unausgewogenes und Irriges, so daß
die Kirche insgesamt ihnen nicht folgen konnte: Savonarola, Martin
Luther, Ulrich Zwingli, Ignaz Döllinger. In jedem Jahrhundert
gab und gibt es Dutzende, hier genannt oder nicht, die furchtlos ihre
Stimme erheben, heute noch, auch wenn sie längst gelebt haben. Ihr Pfarrer |
Termine
und Mitteilungen
Di. 15.10.02, 19.30 Hoagartn mit Adi Stark im Pfarrsaal
Mi. 16.10.02, ab 14.00 Kaffeenachmittg im Pfarrheim
Mi. 16.10.02, 17.45 Vollversammlung aller Firmlinge im Pfarrheim. Anschließend seid Ihr zur Abendmesse eingeladen! Haben Eure Eltern und Paten dafür auch Zeit Schön wäre es.
Der Firm-Termin: 16. November um 9.30 Uhr bleibt.
Bitte beteiligt euch beim Austragen des Pfarrbriefes!
Der Kirchweih - Pfarrbrief wird ab Donnerstag zum Abholen bereit liegen. Bitte, beteiligen Sie sich am Austragen in die Hausbriefkästen! Vor allem Kinder und Jugendliche, Firmlinge sind gebeten, zu kommen!
Anmeldung zur Kommunionvorbereitung
Liebe Eltern,
am Samstag, 26.10.02, 9.30 - 11.00 erster Termin für Erstkommunion-Anmeldung im Pfarrbüro. (Die Künder müssen Sie nicht mitbringen). Voraussetzung: die Kinder sollen bereits vor Beginn der Gruppen-Vorbereitung zur Sonntagsmesse kommen!
Jeden Donnerstag gibt es in der Jahnschule, Untergeschoß, um 7.25 Uhr eine eigene Kindermesse für die Grundschüler. Etliche Kinder werden zu dieser Zeit bereits zur Schule gebracht. Bitte, machen sie auch diese auf die hl. Messe aufmerksam!
Ergebnis Caritassammlung: Kirchenkollekte Euro 143,44
Haussammlung Euro 2.912,10
Sonstige Euro 100,--
Gesamt Euro 3.155,54
Herzlichen Dank allen Spendern und Sammlern.
Gott lenkt alles mit wundervoller Weisheit.
Wir wissen nur nicht sofort, wozu alles gut ist."
Aus dem KZ Dachau, Engelmar Unzeit
Kath.Pfarramt
St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching
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Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.