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Kirchenzettel

St. Korbinian

12. 11. - 19. 11. 2000

32. Jahressonntag

 

MEHR ALS DAS NÖTIGE

 


+ VITA MUTATUR NON TOLLITUR +

Unser Mitgefühl wendet sich den Angehörigen der Bergbahnkatastrophe am Kitzbühler Horn zu. Unsere Gebete gelten denen, die ihr Leben so plötzlich ihrem Schöpfer zurückgeben mußten. Gott möge sich ihnen barmherzig zuwenden und sie in seiner Liebe bergen

 

Die frohe Botschaft zum 32. Jahressonntag

 

LESUNG I (1 Kön 17,10-16):

"Der Mehltopf wurde nicht leer."

LESUNG II (Hebr 9,24-28):

"sonst hätte er viele Male seit der Erschaffung der Welt leiden müssen."

EVANGELIUM (Mt 12,38-44): "Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten getan als alle anderen."

 

G O T T E S D I E N S T O R D N U N G

Sonntag 32. Jahressonntag     Hl. Josaphat +1623
12.11.2000
08.30 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse Kindermesse
19.00 Singmesse

Montag
07.00 hl. Messen im Kloster (tgl.)

Dienstag 
14.11.

Mittwoch Hl. Marinus Anianus +7/8 Jh.
15.11.
18.30 Rosenkranz
19.00 Kapiteljahrtag (Konzelebration der Ortspfarrer in St. Korbinian - anschließend Treffen im Pfarrheim)

Donnerstag Hl. Margareta v. Schottland +1093
16.11.
07.25 Kindermesse im der Schule

Freitag Hl. Gertrud v. Helfta +1302
17.11.
07.15 hl. Messe

Samstag Kirchweih von St. Peter und St. Paul in Rom
18.11.
17.30 Beichtgelegenheit und Rosenkranz
18.00 Singmesse für Sonntag

Sonntag 33. Jahressonntag
Hl. Elisabeth v. Thüringen   +1231
19.11.2000
08.30 Beichtgelegenheit (Sammlg. f. Korbiniansverein)
09.00 Singmesse mit den Vereinen (Volktstrauertag)
10.30 Familienmesse
15.30 italienische Messe
19.00 Singmesse
Montag Patrozinium unserer Pfarrkirche
20.11.2000
19.00 Festmesse
"Ettaler Liebfrauenmesse" mit Chor und Blasmusik

 

Predigt zum 32. Jahressonntag

 


Das Kirchenjahr eilt seinem Ende zu. Darum hat die Kirche schon begonnen, das Weltende zu feiern. Das Weltende, das geprägt werden wird vom Jüngsten Gericht: jenem Gerichtstag, bei dem alles gerichtet werden wird von seinem innersten Wesensgehalt her. Diesem inneren Wesensgehalt wollen wir heute nachgehen. Für die Erlösten wird dabei eine Fülle des Lebens „herauskommen“, für die der ständig gefüllte Mehltopf und der überfliesende Ölkrug nur ein ganz kleines Beispiel unserer Hoffnung darstellt.

Was ist das innerste Wesen des Menschen?

Wenn ich vom Innen rede, grenze ich ab gegenüber dem Äußeren. Das Persönliche, das Ur-Eigene. Es stellt sich dar in unseren Vorstellungen, Wünschen, Hoffnungen. Ein Anspruch an mein Tun und mein Reden, auf den ich nicht verzichten möchte. Die freie Rede, die freie Meinung wird ja einen Inhalt haben. Gibt es etwas, das sich wie ein roter Faden durch meinen Alltag durchzieht? Wie eine Spule, die weit in die Vergangenheit zurückweist und die hoffentlich noch genügend Vorrat aufweist für die Zukunft? Daraus ergibt sich dann, was ich nach außen gebe im Reden und im Tun.

Die alte Praxis der „Stoßgebete“ kommt mir da tröstlich in den Sinn, wenn ich an die Katastrophe am Kitzbühler Horn denke, die uns gestern erschüttert hat. „Jesus, Maria und Josef, steht uns bei im letzten Streit“. Das Stoßgebet, das zu unserem Gnadenbild gehört. Es ist gut, wenn wir, für welche Situation auch immer, so einen frommen Gedanken als eisernen Bestand im Herzen tragen. Es könnte zu so etwas wie einem Anti-Panik-Programm werden, zu einem starken Schutzschild des Vertrauens und der Hoffnung, das fähig ist, aus diesem Leben hinüberzutragen vor das Angesicht Gottes.

Vertrauen und Hoffnung sagen nämlich, daß du nicht armselig da stehst vor Gottes Gericht. Begeben wir uns darum wieder zurück zur heutigen Botschaft.

Die beiden Witwen in der ersten Lesung und im Evangelium haben da etwas Gemeinsames: sie sind bereit, ihr Letztes zu geben – um einer großen Zukunft willen. Sie leben von und in großer Liebe. Kommt uns da ein anderes Wort als das aus dem 15. Kapitel des Johannesevangeliums: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt“.

Dazu stellt uns heute wieder der Hebräerbrief das große Vorbild unseres Erlösers und Herrn Jesus Christus vor Augen „Und wie es dem Menschen bestimmt ist, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt, so wurde auch Christus ein einziges Mal geopfert, um die Sünden vieler hinwegzunehmen; beim zweitenmal wird er nicht wegen der Sünde erscheinen, sondern um die zu retten, die ihn erwarten.

Gegenüber den vielen Gurus und Esoterikern wird hier ein Doppeltes betont: die Einmaligkeit unseres Lebens. Und der Reichtum, der uns geschenkt wird. Wir brauchen nicht immer wieder von neuem wiedergeboren zu werden, einmal als Mensch dann wieder in irgend einer anderen Lebensform. Ein einziges Mal lebst du und wirst einmal gelebt haben, und das verantwortlich.

Vor dem jüngsten Gericht werden wir aber nur bestehen können, weil da Einer für uns eintritt, der sagen wird: was ich für dich getan habe, das gilt für dich, das hast auch du getan. Denn da gibt es eine große Übereinstimmung, sagt der Erlöser, zwischen meinem Leben und deinem Leben, zwischen dem was ich gesagt habe und was du gesagt hast, zwischen dem was ich gehofft habe und was du gehofft hast, zwischen dem, was ich gewünscht habe und was du gewünscht hast. Zwischen dem, was ich gebetet habe und was du gebetet hast. Ich bin in deinem innersten Wesen aufgeleuchtet als dein großes Vorbild. Du hast wahrhaft als Christ zu gelten und was gefehlt hat an deinen guten Werken, das habe ich in reichem Maß für dich getan. Dein Pfennig in der Währung deines Lebens wird jetzt umgemünzt in den unendlichen Wert meines Lebens und meines Opfers. Darum laßt uns immer wieder in der Gemeinschaft der Heiligen beten: „Jesus, Maria und Josef, steht uns bei im letzten Streit!“

Wie bezeichnen wir am besten diese Rolle, die Jesus Christus an uns und für uns gespielt hat? Wir nennen es sein ewiges Priestertum. Dazu sollten wir einfach den Hebräerbrief nocheinmal hören:

„Christus ist nicht in ein von Menschenhand errichtetes Heiligtum hineingegangen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor Gottes Angesicht zu erscheinen; auch nicht um sich selbst viele Male zu opfern, denn er ist nicht wie der Hohepriester, der jedes Jahr mit fremdem Blut in das Heiligtum hineinzugehen, sonst hätte er viele Male seit Erschaffung der Welt leiden müssen.“

Ein Priestertum besteht darin, vor Gott einzutreten für die, die ihm anvertraut sind. Es wird zum Hohenpriestertum, sobald seine Rettungstat keiner Wiederholung bedarf, sondern ein für allemal, für alle Ewigkeit gilt. Da haben die Protestanten recht: kein Papst, kein Bischof, kein Priester kann dieser Rettungstat Jesu Christi Konkurrenz machen. Da rennen sie bei uns offene Türen ein. Nie hat die Kirche anderes gelehrt. Bloß wurde und wird es falsch verstanden. Da gibt es nichts zu ergänzen, zu verbessern, zu wiederholen. Da gilt es nur, zu gewährleisten, daß die eine Rettungstat Jesu Christi unter uns, in unserer Mitte gegenwärtig ist. So daß auch wir uns gleichsam unter das Kreuz stellen können, wie die Mutter Maria, der Apostel Johannes und die anderen Frauen aus der Begleitung Jesu.

Diese Gegenwart des Kreuzesopfers Jesu kann keine bloß gedankliche Erinnerung sein. Auch nicht unter Erinnerungszeichen, die halt für das gelten, was Jesus beim Letzten Abendmahl in seine Hände genommen hat, Brot und Wein. Es kann nur durch eine echte Stellvertretung geschehen und dazu hat Jesus die Apostel zu den ersten Priestern geweiht und diese haben ihre Nachfolger bestimmt und zum presbyteros geweiht, das heiß der Ältere. Dieses Wort ist dann in unsere Bezeichnung „Priester“ geflossen. Der Inhalt des neutestamentlichen Priestertums ist die Vollmacht zur Spendung der Sakramente, soweit sie nicht dem Gläubigen vorenthalten ist, wie die Spendung des Sakramentes der Ehe und der Taufe im Notfall. Da beschränkt sich die Vollmacht des Priesteramtes auf die Person, auf die im Sakrament der Ehe miteinander Verbundenen. Da sind sie Priester und Priesterinnen, die sich täglich das Sakrament spenden, nämlich die unkündbare Zusage Gottes, der aus der beiderseitigen Treue den sicheren Weg zum Himmel macht.

Die heutige Sonntagsbotschaft nennt einen einzigen Vergleichspunkt für das Geschenk des Priestertums, nämlich die nie nachlassende Fülle des Heils, das im Sakrament durch die Hände des Menschen geht. Nicht sichtbar auf der ganzen Linie, aber doch spürbar in vielen Gaben und Gnadengeschenken Gottes, die unser diesseitiges Leben bereichern und die nicht verloren gehen, wenn wir für endgültig aus dieser Welt gerufen werden. Laßt euch nicht irre machen, weder durch eine Panik, noch durch eine Verdrängung. Amen.

 

 

Gedenktage

GEDENKTAGE:  : 12.11. Maria Höfler +1978, Otto Steiger +1984, Gertrud Reimann +1984, Babette Beckenlehner +1988, Franz Beer +1996, Georg Ulrich +1997, Johann Rothwinkler +198, Walter Mochner +1999; 13.11. Hubert Bruder +1936, Wilhelmine Sido +1984, Gerhard Seizinger +1989, Josef Seidl +1993, Maria Konte +1996, Josef Huber +1997, Kaspar Stumpferl +1998; 14.11. Anton Maier +1955, Maria Fanderl +1965, Georg Maier +1978, Johannes Fanderl +1990, Dietmar Czichos +1995; 15.11. Josef Bäuml +1975, Nguyen van Thant +1983; 16.11. Luise Knauer +1966, Siegfried Greitmann +1984, Georg Ramstöck +1986, Anna Rupp +1997, Josef Huber +1997; 17.11. Imelde Pedoni +1995, Cäcilie Seifert +1997, Ottmar Radlmeyer +1997; 18.11. Anna Ellinger +1987.

 

 

Termine

 

Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!

Zum Kapiteljahrtag am 15. Nov. (19 Uhr) sind besonders eingeladen alle Pfarrgemeinderäte, Mitglieder der Kirchenverwaltung und alle, die aktiv das Leben der Pfarrei mitgestalten. Es ist kein "Termin" im üblichen Sinn mit Rede usw., sondern dient dem Austausch von Erfahrungen und Gedanken, dem Kennenlernen mit Gästen aus den anderen Pfarreien des Dekanates.

Wer es noch nicht weiß: Das "Kapitel" bilden die Pfarrer im Dekanat. (Ähnlich wie sich die Ordensangehörigen eines Klosters im "Kapitelsaal" treffen, um fortlaufend die Ordensregel zu hören und Angelegenheiten des Klosterlebens zu besprechen).

Sa. 18. Nov. Missio-Kleidersammlung. Abtransport um 11 Uhr! Bitte die Sachen bis zu dieser Zeit am Parkplatz vor dem Pfarrheim ablagern. Bitte nur bei Regen und Nässe !!! unter dem Vordach des Pfarrheimes.

Liebe Ministranteneltern,

Längst ist ein Treffen aller Ministrantenfamilien fällig. Ich möchte Sie dazu für den Sa. 18. Nov. um 10.30 Uhr in den Pfarrsaal herzlich einladen gem. Dabei können Sie sich gegenseitig kennen lernen und wir können auch einige Gedanken miteinander austauschen. Sie brauchen an diesem Tag nicht zu kochen, Sie sind alle unsere Gäste. Schließlich ist ja die ganze Familie vom Ministrantendienst betroffen, so daß nicht bloß das wichtige Vergeltsgott, sondern auch ein Dankeschön der Pfarrei angebracht ist. Bitte, lassen Sie uns wissen, mit wieviel Leuten Sie kommen!

Einführung in Advent- und Weihnachtszeit und Gruppeneinteilung für Kommunionvorbereitung am Do. 30.11. um 16.30 Uhr.

Wahlergebnis der Wahlen zur Kirchenverwaltung am 4./5. Nov.

(108) Rauscher Rudolf Bankkaufmann Leuschner-Str. 41
(98) Eiglsperger Margit Hausfrau Ludw.-Thoma-Str. 18
(94) Grund Franz Handelsvertreter Bgm.-Prenn-Str. 7
(93) Ziegler Georg Werkzeugmacher Ludw.-Thoma-Str. 13
(83) Raiser Richard Dipl. Verw.Wirt Truderinger-Str. 47
(79) Huber Hildegard Hausfrau Ludw.-Thoma-Str. 20

Ersatzleute:

(69) Diepld Jakob Metzgermeister Turnerweg 5
(54) Kopal Manfred Assistent f. Chemie Bgm.-Prenn-Str. 11

Die "alte" Kirchenverwaltung amtiert noch bis zum Jahresende. Dann wird sich die neue Verwaltung treffen und den Kirchenpfleger bestimmen.

Ich freu mich über die harmonische Wahl, das schöne Ergebnis und auf die neue Zusammenarbeit.

Ihr Pfarrer
Konrad Schmid

CHRISTKINDLMARKT IN ST.KORBINIAN

Am Sa. 25. von 14 - 18 Uhr und So. 26. Nov. von 10-17 Uhr

Sonntag Vormittag = Frühschoppen!

Auch heuer erwartet Sie eine große Auswahl von Geschenken: "Auch für Sie ist was dabei": Hand-Getöpfertes & -Gestricktes, auch Tracht- & Puppenkleidung, Gestecke, Sträuße & Kränze aus verschiedenen Materialien, Weihnachtliches & und andere hübsche Kleinigkeiten.

Wie stets dabei: Buchhandlung "Götz" mit vielseitigen Angeboten an Büchern & Adventkalendern.

Alle Jahre wieder: Unsere Schmankerl-Ecke: Stärken Sie sich bei Punsch, Kaffee und Kuchen!

Der Erlös kommt wie immer unseren Freunden in Indien und sozialen Einrichtungen in Unterhaching zugute. Wir freuen uns auf Sie!

Natürlich hoffen wir wieder auf die bewährten KUCHENSPENDEN! Vergeltsgott!

Der Bastelkreis St. Korbinian

 

Die Blaskapelle St. Korbinian lädt ein zum

HERBSTKONZERT

in der Hachinga-Halle am Sonntag, den 12. November 2000 um 17.00  Uhr

Zur Aufführung gelangen Werke von: Carl Maria v. Weber, W.A. Mozart, Guiseppe Verdi, Franz Doelle, Julius Fucik u.a.

Musikalische Leitung: Heinz Neubauer.
Moderation: Peter Bergmann und Bob Ross.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Auf Ihren Besuch freut sich doe Blaskapelle St. Korbinian.
Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden erwünscht!

 

Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122. E-mail: St.Korbinian-Uhg@t-online.de Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching . Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach (Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.