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Kirchenzettel

St. Korbinian

11. 02. 2001 - 18. 02. 2001


TIEFE

 

 

DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 6. JAHRESSONNTAG


LESUNG I (Jer 17,5-8):

"Er ist wie ein Baum, der an Wasser gepflanzt ist."

LESUNG II (1 Kor 15,12-20):

"Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube zwecklos."

EVANGELIUM (Lk 6,17.20-26): "Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und in Verruf bringen um des Menschensohnes willen."

 


G O T T E S D I E N S T O R D N U N G

Sonntag 6. Jahressonntag
11.02.2001

08.30 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse / Kindermesse
19.00 Singmesse

Montag
12.02.
07.00 hl. Messe im Kloster (tgl.)

Dienstag
13.02
07.15 hl. Messe

Mittwoch Hl. Cyrill +869 und hl. Methodius +885
14.02.
18.30 Rosenkranz
19.00 Singmesse

Donnerstag
15.02
07.25 hl. Kindermesse in der Schule

Freitag
16.02
07.15 hl. Messe vom Tag

Samstag hl. 7 Gründer des Servitenordens (14.Jh)
17.02.
17.30 Beichtgelegenheit und Rosenkranz
18.00 Singmesse für Sonntag

Sonntag 7. Jahressonntag
18.02.2000

08.00 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse
19.00 Singmesse


Predigt zum 6. Jahressonntag



Der Kelch ist der tiefste Brunnen.

Es sei zuerst in Erinnerung gerufen, daß wir in diesem Jahr die Evangelien aus dem Lukasevangelium hören. Die beiden Evangelisten Matthäus und Markus bilden mit Lukas sie sogenannte Gruppe der Synoptiker. Das heißt, wenn man alle drei in Zusammenschau (Synopse) liest, dann fallen eine Reihe von gleichlautenden Kapiteln auf, die allerdings nicht unbedingt in gleicher Zeitenfolge stehen. Bei jedem der drei Synoptiker lassen sich hervortretende pädagogische Ziele erkennen, die sie mit ihren Berichten verbinden. Die sogenannten Seligpreisungen stehen nur bei Matthäus und Lukas. In beiden Evangelien wählt Jesus aus seiner Jüngerschar vorher die 12 Apostel aus.

Die Begleitumstände sind oft unterschiedlich. So steigt Jesus bei Matthäus mit seinen Jüngern auf einen Berg angesichts der großen Volksmassen. Jesus tritt hier offensichtlich auf als der neue Moses, der das neue Gesetz gibt. In beiden Fällen richtet dazu Jesus seine Augen auf die Jünger und lehrt sie. Bei Lukas hingegen steigt Jesus mit den Aposteln, die er vorher nach einer Gebetsnacht ausgewählt hatte, vom Berg herab zu der großen Volksmenge, die dort unten auf ihn wartet.

Welche Botschaft hat er ihnen zu verkünden, angesichts der drängenden Menge? Hören wir genau hin. Er sagt: Euch gehört das Reich Gottes. Aber merkt euch, ihr seid die ärmsten Hunde, denn jetzt werden ihr hungern. Aber ihr werdet satt werden. Jetzt werdet ihr oft beleidigt sein und viel Ungemach und Leid erdulden, aber wer zuletzt lacht, lacht am besten. Die Menschen werden euch hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen. Ist das nicht brandaktuell?

Da haben am 7. Februar 2001 die beiden christlichen Parteien im deutschen Bundestag einen Gesetzesentwurf eingebracht, der endlich die Ehre Gottes in der Öffentlichkeit schützen soll, der die Bestrafung böswilliger Lästerer vorsieht und aufgrund dessen es nicht mehr zulässig sein soll, mit Spott und Hohn auf Gott, Kirche und Papst in Zeitungen, in Literatur und Unterhaltung viel Geld zu verdienen, natürlich mit Berufung auf künstlerische Freiheit und Freiheit der Meinungsäußerung. Nein haben alle die Parteien, die keinen christlichen Namen tagen, gesagt und den Antrag einmütig abgescchmettert. Der Spottindustrie haben sie das I-Tüpfelchen aufgesetzt mit der lakonischen Bemerkung: ihr verursacht ja keine Störung der öffentlichen Ordnung, ihr Christen geht ja nicht auf die Straßen und schmeißt Molotowcocktails, zündet keine Autos an und werft keine Schaufenster ein. Also kann es sich um keinen strafbaren Anlaß handeln.

Matthäus bringt acht Seligpreisungen, Lukas nur vier. Beide sind sich aber in der jeweils letzten einig, daß bei ihnen Jesus ausruft: „Freut euch und jauchzt, euer Lohn im Himmel wird groß sein!“ Denn ebenso haben es ihre Väter gemacht: das ist ja immer schon so ihre Lebensart, andere zu verspotten und sogar die Gottesfürchtigen zu töten.

Lukas bringt im Gegensatz zu Matthäus nach vier Seligpreisungen vier Wehe-Rufe gegen jene, die keinen Trost zu erwarten haben und die von den Menschen Schmeicheleien und verlogenes Lob erhalten.

Das Ganze wird heute von zwei Lesungen eingerahmt, von denen wir keine außer Acht lassen dürfen. Mir kommt es auf sie an. Beide zeigen nämlich jene Eckpunkte unseres christlichen Daseins auf, ohne die wir gar nicht anzufangen brauchen, uns als Christen zu versuchen.

Der Prophet Jeremia zeichnet uns in der ersten Lesung das Bild vom grünen Baum in der Steppe. Umherblickend in der Umgebung entdecken wir eine Reihe von verdorrten Bäumen, deren dürren Zweige mahnend in die Luft starren. Ja wir müssen uns im Geiste auf einen Weg durch dürres Steppenland begeben. Nicht zum Vergnügen, sondern aus Not, vielleicht auf der Flucht und haben diese einzige Möglichkeit vor uns. Tage lang mit Hunger und Durst. Ganz verzweifelt entdecken wir auf einmal diesen grünen Baum: da gibt es Wasser, da ist ein Brunnen oder gar ein Wasserlauf! Da gibt es Rettung.

Die zweite Lesung aus dem Neuen Testament, aus dem ersten Korintherbrief. Paulus wundert sich. Was, eine Auferstehung soll es nicht geben? Seid ihr nicht noch dümmer? „Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos!“ Wir wären erbärmlicher dran, als jene, die sowieso keine Hoffnung haben. „Nun ist aber Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen!“

Die Seligpreisungen der Evangelien bedeuten alles andere als die Zeichnung eines idyllischen Sozhialparadieses. Ihre Wahrheit ist uns nur zugänglich zwischen den Eckpunkten von Glaube und Auferstehung. Als neulich die neuen Kardinäle bekannt wurden, da war die Idiotie mancher Kommentare aus einer entscheidenden Ignoranz entstanden. Die rote Farbe des Kardinalspurpurs ist ja alles andere als dekorativer Schmuck. Sie entspricht der liturgischen Farbe, die bei der hl. Messe zur Verehrung der heiligen Martyrer gebraucht wird. Der Kardinalspurpur erinnert seine Träger unübersehbar an diese beiden Eckpunkte unseres Christenlebens: an den überzeugten Glauben und an die Auferstehung, notfalls mit dem Martyrium dazwischen.

Unser Glaube muß tief sein und um Tiefgang besorgt sein, damit unsere Hoffnung unerschütterlich wird. Wie schöpfen wir aus solch tiefem Glauben jene unerschütterliche Hoffnung, die jeder Zeit stand halten läßt in den Versuchungen des Alltags? Vergessen wir nicht, daß die Sonntagslesungen jedesmal uns hinführen in die Mitte der Feier der Erlösung, in die hl. Eucharistie. Dazu nutzen wir ein zeichenhaftes Gerät, das eine sehr deutliche Sprache spricht. Ich meine den Kelch.

Seit dem Ereignis des Letzten Abendmahles ist der Kelch mehr, weit mehr als nur ein Trinkgefäß. Es mag sein, daß Jesus den Aposteln, einen einfachen Becher gereicht hat, vielleicht aus Ton, vielleicht aus Holz. Aber in der Liturgie werden die Dinge so geformt, daß sie zugleich den eindeutigen Gebrauchswert symbolisieren. Das ist bestimmt so beim Kelch.

Der Kelch besteht aus drei Teilen: den Fuß, den Knopf oder Nodus und der Kuppa, der Kelchschale. Der Fuß verleiht die nötige Standfestigkeit. Der Knopf in der Mitte trennt die Schale vom Fuß und ermöglicht zugleich den Griff. Das eigentliche Gefäß, die Kuppa, birgt das eucharistische Blut und lädt zum Trinken. Natürlich hat man je nach dem künstlerischen Stil auf Formschönheit geachtet und bestes Material dazu verwendet.

Der Kelch symbolisiert die Sehnsucht der Menschheit nach dem unerschöpflichen Brunnen, aus dem wir uns für das ewige Leben laben. Der Kelch ist der tiefste Brunnen, den es gibt. Er verwirklicht, was Jesus uns sagt: „Wer an mich glaubt, aus dessen Inneren werden Ströme lebendigen Wassers fließen“. „Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.“ Darum gibt es für uns am Sonntag nichts Wichtigeres als die hl. Messe. Andernfalls würden wir den ewigen und unerschöpflichen Brunnen für uns zum versiegen bringen, der allein uns Kraft gibt, Glauben und zuletzt die Auferstehung, die Verwirklichung der Seligpreisungen..

So dürfen wir heute nach der hl. Messe uns aussenden lassen mit dem Psalm 76: „Sie aßen und wurden satt; er gab ihnen, was sie begehrten. Ihr Verlangen wurde erfüllt“. O wunderbare Speise!
Amen.

 

 

Gedenktage

GEDENKTAGE: 11.02. Georg Schmied +1942, Alfred Stief +1953, Katharina Riedmair +1960, Otto Schober +1968, Anna Schaal +1982, Hugo Gehrmann +1991, Josefine Englert +1995, Friedrich Senn +1998, Maria Schneider +1999; 12.02. Anna Adam +1979, Otto Niedermeier +1982, Franziska Zech +1985, Martin Walleitner +1988, Justine Bleicher +1990, Margarete Seifert +1991, Cäzilia Waldhauser +1996, Manfred Frommholz +1997; 13.02. Magdalena Weber +1972, Therese Lenk +1978, Karl Kania +1995, Pietro Breagogna +1992; 14.02. Rudolf Kernke +1991, Thomas Schmid +1983, Gertrude Krause +1990; 15.02. Josef Dotzer +1944, Georg Hummel +1975, Therese Weigl +1976, Carina Eckert +1991, Hermann Demmelmeier +1998, Helmut Müller +2000; 16.02. Sofie Stief +1960, Zbigniew Idzikowski +1963, Rosa Muschawek +1975, Josef Gerstner +1975, Michael Erhart +1977, Johann Lipp +1982, Josef Märtl +1988, Susanne Liegl +1990, Josefa Gartner +1999; 17.02. Jutta Ziernfuß +1985, Hildegard Schubert +1986, Leopold Oks sen. +1991, Josef Schmaus +1997.

 

 


Termine

Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!

 

Unser neuer KIRCHENPFLEGER heißt Rudolf Rauscher und wohnt in der Leuschnerstr. 39. Am 6. Februar hat ihm die Kirchenverwaltung dieses Amt anverttaut. Herr Rauscher ist Bank-Fachmann und seit mehr als 30 Jahren aktiver Sänger im Kirchenchor. Der Pfarrer gratuliert und freut sich auf gute Zusammenarbeit!

Dienstag, 13. Febr. ab 14.30 Uhr Kaffeenachmittag im Pfarrheim. Gäste herzlich willkommen.

Dienstag, 13. Febr. um 19.30 Uhr Hoagartn im Pfarrheim
Mit Adi Stark. Eintritt frei.

Kommunionvorbereitung im Pfarrheim:
Donnerstag, 15. Febr. um 16.00 Uhr. (Gruppe Diakon)
Freitag, 16. Febr. um 16.00 Uhr. (Gruppe Pfarrer)

Abitur im Studieneseminar Traunstein. Internats-Gymnasium für geistliche Berufe. Prospekt am Schriftenstand und im Pfarrbüro. Wer einen geeigneten Kandidaten kennt, der aufgeschlossen ist für gute (humanistische) Bildung, kann ihm gerne einen Prospekt zukommen lassen. Kardinal-Faulhaber-Str. 6, 83278 Traunstein. Tel. 0861/16682-0, Fax -/16682-20
Näheres: info@seminar-traunstein.de
oder www.seminar-traunstein.de

Die Verwendung des Sternsingergeldes
Als nach dem zweiten Weltkrieg das STERNSINGEN zum Dreikönigstag wieder aufkam (während der Nazizeit war es jha verboten und während des Krieges sowieso nicht durchführbar), da setzte sich in den Pfarreien bald die Einsicht durch, den Erlös sinnvoll anzuwenden und zwar für Belange der Kinderseelsorge in der "Dritten Welt". Das Kinderemissionswerk in Aachen wurde aufmerksam und bereitete sich vor, die treuhänderische Verwaltung und Organisation von diversen Hilfsmaßnahmen zu übernehmen. Bedacht werden insgesamt Belange von Ausbildung und Gesundheit der jungen gen Generation. Auf diese Weise konnte auch bald das Ergebnis statistisch erhoben und bekannt gemacht werden. Die Millionenbeträge, die jedes Jahr unter der Obsorge von Aachen verwaltet werden, sind jedoch nicht alles. Viele Pfarreien haben "private" Partnerschaften, die sie betreuen. Auch wir tun das. Aachen ist informiert. Wir teilen dreifach: je 2000,-- DM für Pfr.Sebastian und P. Georg, der Rest Aachen (zu nicht ganz gleichem Teil). Auf diese Weise berücksichtigen wir die Mitsorge für die Gesamtkirche. Nochmal Vergeltsgott!

Ihr Pfarrer
Konrad Schmid

Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching .
Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach (Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.