Kirchenzettel
St. Korbinian
2. Advent
GOTT GEDENKT DEINER
Die frohe Botschaft zum 2. Adventsonntag
LESUNG I (Bar 5,1-9): |
"Gott willl deinen Glanz dem ganzen Erdkreis unter dem Himmel zeigen." |
| LESUNG II (Phil 1,4-11): | "Immer, wenn ich für euch alle bete, tue ich es mit Freude." |
| EVANGELIUM (Lk 3,1-6): | "Im fünfzehnten Jahr des Kaisers Tiberius." |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
Sonntag 2.
Adventsonntag |
Montag Hl. Damasus I.
+384 |
Dienstag Hl. Johanna
Franziska v. Chantal +1641 |
Mittwoch Hl. Äbtissin
Odilia +720, hl. Luzia +720 |
Donnerstag Hl.
Johannes v. Kreuz +1591 |
Freitag |
Samstag Hl. Abt
Sturmius +779 |
Sonntag 3.
Adventsonntag |
Predigt zum 2. Adventsonntag
Es ist anzunehmen, daß Lukas sein Evangelium in einer ersten Auflage mit diesem dritten Kapitel, begonnen hat, das uns als das heutige Evangelium zum 2. Adventsonntag vorliegt. Die Kindheitsgeschichte der ersten zwei Kapitel wurde wohl erst einer zweiten Auflage vorangestellt. Immerhin beginnt dieses dritte Lukas-Kapitel mit einer sehr feierlichen Einleitung. Den Lesern und den Hörern des Evangeliums muß die Vorgeschichte bekannt sein sie reicht sehr weit ins Alte Testament zurück - , welche die Bemerkung des Evangelisten erst verständlich macht: Da erging in der Wüste das Wort des Herrn an Johannes, den Sohn des Zacharias". Dieser Zacharias gehörte bekanntlich zur Priesterklasse des Stammes der Leviten. Er hatte den Wochendienst im Tempel zu verrichten und dabei war ihm, der mit seiner Frau Elisabeth ein stadtbekanntes kinderloses Ehepaar war, eines Tages die Geburt eines Sohnes vorausgesagt worden. Inzwischen war Johannes längst volljährig geworden. Im Bewußtsein seiner Sendung hatte er sich in die Wüste begeben. In dieser Zeit hatte er sich viel mit den Propheten beschäftigt und vor allem mit der Stelle aus dem Propheten Baruch: Senken sollen sich alle hohen Berge und die ewigen Hügel, und heben sollen sich die Täler zu ebenem Land, so daß Israel unter der Herrlichkeit Gottes sicher dahinziehen kann".Wer je im hl. Land sich aufgehalten hat und durch das bergig zerklüftete Land gefahren ist, muß sich aus dieser Gegend einiges wegdenken. Einmal die bequemen Autos und die dafür geschaffenen Straßen. Ein erholsames Wandern ist in vielen Teilen dieses Landes nicht vorstellbar. Die engen Talschluchten bieten keine Wege, besonders nicht bei den spontanen Gewittern, da werden sie wegen der Sturzbäche zur tödlichen Falle. Und irgendwo an den steilen, felsigen Abhängen gibt es auch nicht viel Weiterkommen. Senken sollen sich die hohen Berge und heben sollen sich die Täler zu ebenem Land". Ein Stoßseufzer, mehr als verständlich. Und weil die Natur da von sich aus keine Verbesserung der Verhältnisse anbot, gibt es für Johannes nur eines: ein Ruf an die Menschen: Jede Schlucht soll ausgefüllt werden, was krumm ist soll gerade werden!" Ich versuche, die Lage so breit zu schildern, weil an dieser Stelle offenbar wird, daß Johannes diese ganze Mühsal nicht so vordergründig auf die Geographie des Gebirges angewandt wissen will. Es geht ihm vielmehr um den Blick nach innen, um das Innewerden des Zustandes, wie es da drinnen aussieht in deinem eigenen Inneren. Ein Unterfangen, nicht weniger leicht als der Wille, die Wegeverhältnisse im Gebirge zu verbessern. Behalten wir im Auge, daß Johannes in seiner Botschaft nach dem Querverweis auf die Propheten, den Jesaja und den Baruch, erwähnt: und er verkündete dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden". Wenden wir uns nun der Aktualisierung diesr Botschaft zu. Eine ganz zweitrangige Nebensache wurde längst zur alleinigen Hauptsache der Adventzeit erklärt, nämlich die Besorgung von Geschenken für Weihnachten und damit wird auch die Adventzeit manipuliert zu einem sinnlosen Festival des Konsums. Weihnachtsfeier mitten im Advent entlarvt sich immer mehr als eine durchaus heidnische Angelegenheit. Sollen sie doch machen was sie wollen, die Vereine und Betriebe, aber bitte die Finger weglassen von eienem Mißbrauch des heiligen Wortes der Weihnacht. Oder können Viele nicht mehr wörtlich lesen? Ich gehöre zu keinem Fest, das mitten im Advent Weihnachtsfeier" genannt wird und bei dem dann nch dazu der komische heidnische Weihnachtsmann" daherkommt. Ich sag das so deutlich, weil ich damit ein Zeichen setzen will gegen die überhandnehmende Verbiegung guter Begriffe, mit deren Hilfe offensichtlich heutzutage das Christentum und seine gute Tradition ausgehöhlt wird. Ich werde im Kirchenzettel immer wieder auf solsche schillernde Begriffe hinweisen, wie heute auf Euthanasie". Tötung mit voller Absicht gilt immer noch als Mord. Sowas mit Euthanasie" zu beschönigen, was auf Deutsch angenehmes Sterben" heißen würde, solche Verlogenheit macht die Sünde nur noch deutlicher. Ist es anders mit der Tötung der Ungeborenen? Oder vorige Woche die Geschichte mit den eheähnlichen Verhältnissen". In der Zeitung war neulich vom 1.Adventswochenende" die Rede, ein Widerspruch in sich und damit Unwort ersten Ranges! Die Adventwoche geht dem Adventsonntag nicht voraus, sondern folgt auf ihn! Bitte, nennen Sie mir derartige Worte und Begriffe, die in lässiger Schlamperei gebraucht werden und damit sehr schnell eine gegenteilige Bedeutung annehmen.Gott will deinen Glanz dem ganzen Erdkreis unter dem Himmel zeigen, ... steh auf, Jerusalem, und steig auf die Höhe!" Ja, wir haben eine hohe, frohe und heilige Botschaft. Dazu brauchen wir aber eindeutige Worte. Laßt uns in Treue zum Wort stehen, und niemand kann uns verführen, unserem Gott und der Kirche untreu zu werden. Amen. |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 10.12. Babette Liebl +1975, Hans Sehlmacher +1978, Carmen Mitra +1987, Antonie Zajonz +1989, Adolf Tatzer +1990, Ludwig Roiß +1998; 11.12. Barbara Weiß +1935, Anton Weimann +1956, Friedrich Wagner +1957, Albert Gebhard 1972, Josef Breit +1973, Otto Reiner +1995; 12.12. Johannes Simon +1945, Johanna Simon +1980, Marlene Schütz +1988, Frank Schmidt +1996; 13.12. Anna Schäfer +1976, Hans Kellner +1981, Maria Bittenbinder +1984, Maria Brunner +1985, Gerdtrude Krause +1988, Smilsana Hyrat +1990, P.Johann Unterholzer +1992, Centa Reichenberger +1996; 14.12. Heinrich Willems +1972, Franziska Soller +1986, Herbert Rau +1994, Walter Paetzmann +1995, Spender einer Niere +1993; 15.12. Georg Gell +1966, Ludwig Goretzki +1976, Katharina Heinz +1982, Wilhelm Gaube +1986, Maria Geiger +1987, Emil Freisinger +1988, Robert Schleichert +1995, Emma Starnecker +1999; 16.12. Eugen Maier +76, Maria Schmitt +77, Rudolf Libera +86, Emma Calzavara +87, Agnes Kupka +98. |
Termine
Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!
Samstag, 16. Dez. ab 15 Uhr Adventfeier der italienischer Gruppe im Pfarrheim. Gäste herzlich willkommen. Montag, 18. Dez. um 19 Uhr: adventliche Musik mit unserer Blaskapelle St. Korbinian im Kloster der Barmherzigen Schwestern. Alle, die den Schwestern eine Freude machen wollen, sind herzlich eingeladen! Aktive Sterbehilfe: Kommentar des Vaticansenders Die aktive Sterbehilfe kommt immer mehr ins Gespräch. In den Niederlanden wurde sie legalisiert, in Züriche rAltenheimen leichter zugänglich gemacht. Nun ergibt eine Meinungs-Umfrage des Forsa-Institutes, daß zwei Drittel aller Deutschen "für" die Todesspritze sind, falls ein Kranker unheilbar qualvoll leidet. 62% der über 1.000 Befragten würden für sich selber um Beendigung des Lebens bitten. Ein Kommentar von Pater Eberhard von Gemmingen SJ: Traue Meinungsumfragen nur, wenn sie mit der kritischen Haltung gemacht werden, die für die betreffende Sache nötig ist. Fachleute wissen, daß unheilbar kranke Menschen, die schwer leiden die Todesspritze ablehnen, wenn ihnen die Schmerzen genommen werden. Sie wünschen nicht den Tod, son dern ein Ende des Leidens. Und dies ist in vielen Fällen möglich. Ob die Befragten darauf hingewiesen wurden? Wer im Ernstfall um die - wie man sagt - erlösende Spritze bittet, verlangt oft nur nach einem Menschen, der bei ihm oder bei ihr bleibt. Allein leiden bedeutet doppelt leiden. Ich weiß nicht, ob die Befragten auf diese Zusammenhänge hingewiesen wurden, bevor sie ihre Antworten gaben. Es ist meines Erachtens ein großer Unterschied, ob jemand die Antwort über Leben und Tod im Angesicht des Todes gibt oder in deutlicher Distanz. Klar ist, daß keine außerordentlichen Mittel zur Lebensverlängerung angewandt werden sollen, wenn das nur Leiden erzeugt. Sterben lassen ist erlaubt und geboten. Wer aber das christliche Evangelium kennt, weiß auch, daß Selbsttötung und Bitte um Tötung durch einen Anderen auf jeden Fall verboten ist. der Mensch hat sich das Leben nicht gegeben, er darf es sich nicht nehmen. So wie man sein Lebensschicksal, seine Eltern, seine Hautfarbe, seine Gesundheit annehmen muß, so auch das Leiden und die Lebensdauer. Der Glaube an Gottes Vorsehung hilft auch, schwerstes Leiden zu ertragen, das beweisen viele Zeugen. (6.12.2000) "Euthanasie" - was ist das bloß? Eine riesige Verlogenheit. Das könnten wir Deutsche aus einer unseligen Vergangenheit wissen. Was aus dieser Zeit geblieben ist - und niemand beschimpft das, wie sich gehören würde (und was ich hiemit tue), als rechtsradikalen Umtrieb. Die Verlogenheit hat Methode. Was tut's, daß sie seinerzeit als Mittel der Volksverdummung zum Prinzip der Diktatur geworden ist. Sie bleibt bewährtes Mittel eben solcher Täuschungsstrategie. Mord wird verkauft als Akt der Barmherzigkeit. Die Klassifizierungsmerkmale: lebenswert - lebensunwert sind ja längst unters Volk gebracht in Sachen der Tötung Ungeborener. Lebenswert oder -Unwert wird dabei, ohne das zu sondieren, einmal auf Mutter und nächstesmal auf Kind bezogen. Wenn Kind nicht in den Lebensplan der Mutter sich fügt, droht eben das Leben der Mutter lebensunwert zu werden. Müßte nicht die Mutter nach solcher Strategie entsorgt werden? Sollte das Kind (vielleicht) behindert sein (können), wird es auf das Kind bezogen. (Wieviele Kinder laufen pumperlgsund herum, die bei der Vorsorgeuntersuchung als behindert erkannt wurden? Ich kenne ein paar mit Namen, habe sie selber getauft!) Deutlich zu sehen, wie Kultur pervertiert wird. Trefflich dieser Umgang mit pervertierten Begriffen! Klappt das am Lebensanfang, warum nicht am Ende? Leicht, den Katalog zu bereichern mit "Tod in Würde" durch Barmherzigkeit, wenn der Lebenswert Angehöriger, von Ärzten, Pflegepersonal; wenn die Bilanz von Versicherungen gar arg strapaziert wird! Warum spricht man nicht von "vorteilhafte Entsorgung"? Lehrstück Holland: Seit Jahren gibt es dort Euthanasie. Erst jüngst durch Gesetz geregelt. Natürlich ist volle Freiwilligkeit für die Kandidaten der Todesspritze verfügt. Ein Paragraph, der sich leicht umgehen läßt. Oftmals (4-tausendfach pro Jahr) werden diese nicht gefragt. Man erzählt sogar von Feiern der Angehörigen nach vollbrachter Tat. Verdrängungsfeiern! Feier soll vergegenwärtigen. Doch nicht das Töten! Soweit also geht die Lüge! Gleichzeitig flüchten jährlich gut tausend Kinder nach Indien aus ihrer tibetischen Heimat, weil dort ihre Zukunft verboten ist, während ihre Mütter bzw. Mädchen zwangssterilisiert werden: eine besonders heimtückische Methode des Völkermordes durch die chinesischen Zwangsherren. Holland hat jetzt das Gesetz. In der Schweiz will man es, in Belgien, in Frankreich gibt es deutliche Bestrebungen. Wann kommt das bei uns? Frage an Europa: wie wollt ihr für die Menschenrechte in Tibet eintreten, glaubhaft? Ihr Pfarrer |
Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122. E-mail: St.Korbinian-Uhg@t-online.de Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching . Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach (Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.