Kirchenzettel
St. Korbinian
10.06. - 17.06.2001
WAHRHEIT UND ZEICHEN
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM DREIFALTIGKEITSSONNTAG
LESUNG I (Spr 8,22-31): |
"Als er den Himmel baute, war ich dabei." |
LESUNG II (Röm 5,1-5): |
"Wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld" |
| EVANGELIUM (Joh 16, 12-15): | "Der Geist der Warheit wird euch in die ganze Wahrheit führen." |
DIE FROHE
BOTSCHAFT ZUM FRONLEICHNAMSFEST
LESUNG I (Gen 14,18-20): |
"Er war Priester des höchsten Gottes." |
| LESUNG II (1 Kor 11,23-26): | "Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch überliefert habe." |
| EVANGELIUM (Lk 9,11-17): | "Gebt ihr ihnen zu essen!" |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
Sonntag
FEST DER HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT |
Montag Hl.
Barnabas, Apostel |
Dienstag |
Mittwoch Hl.
Antonius von Padua +1231 |
Donnerstag
HOCHFEST DES LEIBES UND BLUTES |
Freitag Hl. Vitus
+ um 304 |
Samstag Hl. Benno
+1106 |
Sonntag
11. Jahressonntag |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 10.06. Klara Wittmann +1996; 11.06. Josef Prenn +1975, Josef Stöckl +1979, Franz-Xaver Starnecker +1982, Friedl Retzer +1987, Gitta Zacher +1992; 12.06. Hans Moser jn. +1971, Christine Feigl +1978, Rosi Moosburner +1998; 13.06. 15 Barmherzige Schwestern +1944, Babette Braunsperger +1944, Maria Obermaier +1945, Maria Liegl +1947, Katharina Wittmann +1957, Irmgard Kölbel +1977, Georg Liebhart +1997, Gerhard Helmbrecht +1998; 14.06. Claudia Weiß +1980, Josef Ruatti +1981, Therese Birnböck +1983, Johanna Pfeifer +1985, Elisabeth Linke +1989, Erika Bäger +1991, Christian Müller +1997, Elisabeth Riedmair +1998; 15.06. Monika Fleckenstein +1966, Sophie Ulrich +1989, Pauline Zillner +1989, Klaus Huber +1995, Johannes Güpner +1995; 16.06. Elisabeth Hägele +1976, Karoline Wittmann +1976, Gabriele Kießling +1984, Maria Roiger +1991, Max Strobel +1994, Ursula Geyer +1998, Ursula Bartel +2000. |
Predigt zum Dreifaltigkeitssonntag 2001
Haben wir die Aussage Jesu über die heilige Dreifaltigkeit aus dem Evangelium herausgehört? Der Geist der Wahrheit wird sagen, was er hört; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles was der Vater hat, ist mein. Von diesem aktuellen Einblick in das Leben des dreipersonalen Gottes, den Jesus und heute gibt, bis zu unserem Glauben an die Heilige Dreifaltigkeit war für die Apostel und die junge Kirche noch einiges an Wegstrecke zurückzulegen. In der Lesung vom Pfingstmontag haben wir in der Apostelgeschichte gehört, daß die Leute gesagt haben: Wir haben noch nicht einmal gehört, daß es einen Heiligen Geist gibt. Man hat es ihnen erzählt und sie wurden gleich getauft. Heute ist die Sache viel schwieriger geworden. Fragt in eurem Umkreis: wer, was, wie ist die Heilige Dreifaltigkeit? Und gleich werden Leute sich einfinden, die versuchen, der Unwissenheit des Menschen Brücken zu bauen, von denen sie selber nicht wissen, wie tragfähig sie sind. Drei Personen im einen Gott. Ein Vortrag im Rundfunk wollte uns jüngst weis machen, von Personen sei da schwer zu reden, weil man gleich sich in Vielgötterei befinde. Beziehungen sei das bessere Wort. Beziehung aber zwischen wem? Zwischen Zuständen oder zwischen Personen? Wo Geist ist und Wahrheit, kann es sich nur um Person handeln. An den Sonntagen und den Festtagen des Kirchenjahres und der Heiligen beten wir bei der hl. Messe das Gloria. Es ist der große Lobgesang auf den Dreieinigen Gott. Seine Ursprünge hat dieses Lied bereits im Neuen Testament. Wir preisen in diesem Lied den Dreieinigen Gott; Sein Geheimnis wird dabei nicht erklärt. Vor der Erklärung, vor der Ausdeutung steht erst der betende Glaube. Das entspricht einer uralten Einsicht der Kirche: Die Regel des Betens entspricht der Ordnung des Glaubens. Das gilt auch umgekehrt: Die Regel des Glaubens entspricht der Ordnung des Betens. Die großen Geheimnisse des kirchlichen Glaubens entspringen nicht dem Grübeln und nicht der Erklärung, nicht neugieriger Frage und gescheiter Antwort. Das Glaubensbekenntnis der Kirche ist Frucht der Begegnung mit dem Geheimnis Gottes, dem Innewerden der Erlösung. Die Antwort auf eine Begegnung ist staunender Lobpreis. Hernach kommen die Fragen. Das ist übrigens das Kreuz der gegenwärtigen theologischen Wissenschaft. Es entsprach einer guten Tradition, wenn an den Hochschulen die Theologieprofessoren ihren Vortrag begangen mit der Anrufung des Heiligen Geistes. Die theologisch-wissenschaftliche Forschung muß dem Gebet entspringen und unmittelbar wieder hineinführen. Heute hat sich weitgehend eine Mentalität der Sachkunde breit gemacht. Da entstehen natürlich am laufenden Band Konflikte mit dem kirchlichen Lehramt. Immer war es so im Leben der Kirche: Zuerst das Beten. Dann mögen die Zweifler kommen, die Besserwisser, die gescheiten Erklärer. Das Nachdenken setzt ein. Aber das Formulieren einer Antwort darf nicht geschehen isoliert in der Studierstube des Einzelnen, sondern im Angesicht der Gesamtkirche Die großen Konzilien haben sich darum bei den großen Streitfragen versammelt. So ist unser Glaubensbekenntnis entstanden. Das Credo der Kirche antwortet nicht zuerst auf Zweifel und Fragen, sondern auf die Beengung mit Gott. Begegnung bedeutet in sich Erkenntnis, Offenbarung. Darum sieht die Gotteserkenntnis der Kirche anders aus als jene der alten griechischen Denker und Philosophen. Für menschliches Denken allein ist es undenkbar, daß Gott Schöpfer der Welt ist. Da müßte er aus seinem eigenen Ich heraustreten und sich auf eine Beziehung einlassen, die ihn aus sich herausführt. Darum ist bei den Philosophen die Welt gleich ewig wie Gott. Die Apostel der Selbstverwirklichung, merken die heutzutage, daß sie auf das längst überholte Gottesbild der alten Griechen zurückgefallen sind? Gott ist Gemeinschaft, Gott ist Hingabe. Gott ist Mitteilung. Gott hat sich geoffenbart. Ja noch mehr: er lädt uns ein, mit ihm in die engste Gemeinschaft der Liebe zu treten. Das alte Gebet des Gloria also bringt den Dreieinigen Gott uns nahe. Ja es nimmt ihn mitten in unser Leben herein. Denn in diesem Lied werden Grundbefindlichkeiten, Grundbedürfnisse von uns Menschen angesprochen, die niemand leugnen kann. Ein erstes Bedürfnis sagt bereits das Wort Ehre. Würde. Damit ist auch das Gegenteil benannt, die Verachtung, Welche Erfahrungen haben wir damit? Niemand nimmt sich selbst die Ehre sagt der Hebräerbrief. Wir empfangen Würde durch die Demut, in der wir Höheres ehren. Wer dies verweigert, steht außerhalb der Gemeinschaft. Verlieren wir Ehre und Würde, wenn es uns schlecht geht? Das stimmt so zwar nicht, es ist aber unsere Not. Darum bringt das Gloria immer wieder eine Bitte: das Erbarme dich unser ins Spiel. Der Stolz, wenn er eine falsche Selbstsicherheit zum Ausdruck bringt, scheut sich davor, zu bitten. Solcher Stolz der Machbarkeit ist aber keine Tugend. Darum hat Jesus vor dem letzten Abendmahl den Aposteln die Füße gewaschen: Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit auch ihr einander so tut, wie ich euch getan habe. Dieses Beispiel Jesu kann uns in äußerste Bedrängnis bringen. Du wirst ausgenützt, darfst nicht du selber ein. Weißt bald nicht mehr, wer du überhaupt bist. Schaust voll Neid auf andere, die über sich verfügen können, jederzeit. Die andern tanzen nach ihrer Pfeife, nie würden sie einen Finger für andere rühren. Sind es im Grunde nicht hoffnungslose Menschen? Und weil es keine Hoffnung gibt ohne Liebe, kennen sie den Zugang zur Liebe auch nicht. Sie wollen sich in sich selber verwirklichen. Wenn das zu einer gesellschaftlichen Krankheit wird, dann stimmen viele Ehen nicht mehr, dann ist auch keine Versicherung mehr bezahlbar. Was dann, wenn eine Erwartung zusammenbricht, etwas längst Verdrängtes zum Vorschein kommt?. Eine Schwäche, ein Unvermögen. Dinge sogar, die niemand selbst verschuldet, sondern allgemein menschlicher Befindlichkeit entsprechen, auf die man sich kaum vorbereiten kann. Ereignisse, die den Alleskönner, dem Macher, zum Empfänger werden lassen? Wo bleibt dann die Selbstverwirklichung? Ich denke, daß aus solcher Lage ein Grundgebet der Christenheit entstanden ist. Eigentlich gar kein Gebet. Eher eine Feststellung, ein Hoffnungsanker. Er lautet: "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" und in kürzerer Form: In Gottes Namen.. Wir respektieren damit eine Sendung. Ein Gesandter handelt nicht im eigenen Namen. Etwas im Namen eines anderen zu tun, bedeutet, einer Sendung zu gehorchen. Hier ist es die Sendung, Ehre zuteil werden lassen, zu helfen. Barmherzig sein. Zu segnen, nicht zu verfluchen. Aber auch: sich in Situationen hineinsenden lassen. Nicht verdrängen, sondern annehmen, was nicht zu ändern ist. Göttliche Vorsehung wirkt nicht nur dann, wenn "wieder einmal was gut hinausgegangen ist". Das alles ist schwierig. Das wollen wir gar
nicht verdrängen. Aber weil es anstrengend ist, kommt Gott uns zuhilfe in seiner großen
Güte und er hilft uns, zum Vertrauen zu finden. Zu der Haltung, die bereits im Kleinkind,
im Säugling, ja im Ungeborenen lebendig ist. Zu der Haltung, die unserer Gottähnlichkeit
entspricht, und zwar "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen
Geistes". |
Fronleichnam ist Freude und Bekenntnis
Fronleichnam ist Freude und Bekenntnis. Das trifft doch für jede Freude zu. Was wäre Freude, die sich nicht zeigt? Natürlich gibt es stille Freude, die sich nicht herzeigen will die sich, weil sie sich allein genügt. Eucharistie ist umfassender. Sie ist Verkündigung und sie ist Stille. Den ganzen Tag ist der Herr still und nicht sichtbar im Tabernakel verborgen und jeder empfängt Segen, der zu ihm kommt. Ein sich gegenseitig gegenüber-Sein wie Auge in Auge braucht keine Zuschauer. Eucharistie ist aber auch Verkündigung. Eucharistie ist Geschehen. Ereignis des Todes und der Auferstehung und der Wiederkunft Christi. Mystisch, aber nicht weniger wirklich. Wirklicher als alles andere, denn sie vergeht nicht, solange die Welt besteht. Bringt ewige Erlösung. Das genügt sich selber nicht. Ihre Feier ist in sich Verkündigung. Drängt hinaus in die "Kommune", Öffentlichkeit. Ist Einladung an die Gläubigen. Nur weil sie kommen, wird ihr Wesen schaubar. "Was das Auge nicht kann sehen, der Verstand kann nicht verstehen, sieht der feste Glaube ein". Zum Sehen die Gestalt, zum Glauben der Herr. Zum Verhüllen und zur Nahrung das Brot, der Wein; zum Empfangen die lebendige Wahrheit. Jegliches Deuten und anders Übersetzen versperrt die Wahrheit. "Das ist mein Leib - das ist mein Blut". So heißt es im Evangelium und nicht anders. Wo die Einheit in der ewigen Wahrheit gegeben ist, da hört Die "Ökumene" auf, weil da nichts mehr, keine "höhere Einheit" mehr zu suchen ist. Auf den Knieen sind wir auf höchster Ebene angelangt. Näher geht's wirklich nicht! So richtet sich die Wahrheit an den Menschen und läßt ihn nicht aus, bis er die Wahrheit über sich selbst zugelassen hat, "in Demut und Reue". Gebe Gott, daß niemand sich herausnimmt, anders hinzuzutreten! Natürlich, sie werden spotten, weiterhin. Mit einem Spott allerdings, der sich selber richtet. Denn niemand weiß einen ehrenwerten Grund dafür anzugeben, der dem Geist Antwort geben könnte. Spotten könnt's übers Hinken und Stolpern, über falsches Singen und schiefe Hüte. Laßts bittschön das Geheimnis aus dem Spiel! Ihr Pfarrer |
Ordnung und Ablauf der Fronleichnamsliturgie
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Termine
Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!
Mittw. 13. Juni um 10 Uhr Ministrantenprobe für Fronleichnam (Pfarrheim) Ausflug
der Kommunionfamilien: Samstag, 23. Juni, nach St. Ottilien. Treffen um 9 Uhr
S-Bahnhof. Mittw. 27. Juni um 19.45: "Der letzte Abschnitt im Leben des Menschen - der Hospizgedanke aus Sicht einer Praktikerin", mit Frau Orth (Christophorus-Hospiz, München). |
Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86,
Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching
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Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.