Kirchenzettel
St. Korbinian
Gerechte
und Sünder
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 10. JAHRESSONNTAG
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LESUNG I (Hos 6,3-6): |
"Laßt uns streben nach Erkenntnis." |
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LESUNG II (Röm 4,18-23): |
"Er wurde stark im Glauben und erwies Gott die Ehre." |
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EVANGELIUM (Mt 9,9-13): |
"Da stand Matthäus auf und folgte ihm." |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
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Sonntag 10. Jahressonntag
hl. Ephräm d.Syrer
+373 |
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Montag 07.00 hl. Messe im
Kloster (tgl.) |
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Dienstag Hl. Barnabas,
Apostel |
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Mittwoch Hl. Leo III +816 |
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Donnerstag Hl. Antonius v.
Padua +1231 |
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Freitag |
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Samstag Hl. Vitus + um 304 |
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Sonntag 11.Jahressonntag hl. Quirin +270, hl. Benno
+1106 |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 09.06. Maria Littich +1978, Maria Richter +1979, Alois Nirschl +1991, Maria Künzler +1993, Ursula Widmann +1995; 10.06. Klara Wittmann +1996; 11.06. Michael Kardinal Faulhaber +1952, Josef Prenn +1975, Josef Stöckl +1979, Friedl Retzer +1987; 12.06. Hans Moser +1971, Josef Bösl +1983, Rosi Moosburner +1998; 13.06. Maria Liegl +1947, Katharina Witmann +1957, Irmgard Kölbel +1977, Georg Liebhart +1997, Georg Helmbrecht +1998; 14.06. Claudia Weiß +1980, Josef Ruatti +1981, Elisabeth Riedmair +1998; 15.06. Sophie Ulrich +1989, Klaus Huber +1995, Barbara Behr +1901. |
Predigt zum 10. Jahressonntag
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Berufung Wir dürfen von Jesus Christus nicht erwarten, daß er irgend etwas in der Welt höher gelten läßt als Gott. Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Dieses Herrenwort müssen wir unbedingt noch im Ohr haben, damit wir das heutige Evangelium in uns aufnehmen können. Offensichtlich hatte Matthäus immer schon mehr im Sinn gehabt, als die Geldgeschäfte, wie sie für den Zöllner üblich waren. Das konnte nicht sein Lebensinhalt sein. Offensichtlich lag das Reich Gottes ihm sehr am Herzen und seine Bereitschaft, dafür sich einzusetzen. Das Reich Gottes war ja eines der großen Themen der Verkündigung Jesu. Er traf damit einen Nerv der Zeit. So hat Matthäus bestimmt längst einiges gewußt über Jesus von Nazareth, der soviel vom Reich Gottes sprach. An einer Zollstelle erfährt man viel. Die Leute kommen ja nicht mit dem Auto angebraust. Die Zollstelle ist zugleich Raststätte und da gibt es viel zu erfahren. So wurden dort auch alle Nachrichten weitergegeben, die im Umlauf waren über den Wundertäter aus Nazareth. Matthäus aber hat mehr gesucht als Sensation. Sein Evangelium beginnt immerhin mit dem Stammbaum Jesu. In mühevoller Kleinarbeit hat er die ganze Reihenfolge der Stammväter von Abraham an aufgelistet bis hin zu Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus genannt wird. Das war zwar erst später. Aber sowas macht nur jemand, der genau wissen will, auf wen die messianíschen Kennzeichen zutreffen, die durch die Propheten Israels damals allgemein bekannt waren. So hatte Matthäus längst der Gnade Einlaß gewährt. Jesus brauchte nur noch an der Zollstelle vorbeizukommen und zu Matthäus hinüber zu rufen:Komm, folge mir! Scheinbar hat ihn das im Innersten getroffen. Er verläßt seine Arbeit und schließt sich Jesus an und seiner Jüngerschar. Wir haben gehört, wie die Geschichte weitergeht. Matthäus lädt als erstes Jesus zu sich ein und bewirtet alle seine Kollegen, die auch dazu kommen. Das hat Folgen. Er bringt Jesus damit in schlechten Ruf, gegen den Jesus sich wehrt Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Und Jesus präzisiert Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Sünder und Gerechte. Wissen wir, wohin wir gehören? Wer ist Sünder, wer ist Gerechter? Können wir uns einfach in so eine Spalte einreihen? Sünder sind wir. Alle. Wir brauchen dazu nicht einmal extra Böses getan haben. Als Mensch sind wir Sünder. Von Natur aus sind wir nicht heilig. Nur Gott ist von Natur aus heilig. Der Mensch wird heilig nur durch Gnade. Durch Gottes Zuwendung, durch Gottes Barmherzigkeit. Und davon will Gott auch bei uns was sehen. Die heilige Schrift kennt dafür die Bezeichnung Gerechtigkeit. Der hl. Paulus hat in der zweiten Lesung an Abraham erinnert. Er beschreibt den Glauben Abrahams. Er zweifelte nicht im Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre. Paulus spricht hier die schier übermenschliche Prüfung Abrahams an, als er seinen einzigen Sohn Isaak opfern sollte. Für unseren Unglauben lautet dabei die Frage: wie kann Gott bloß so grausam sein! Für Paulus wie für Abraham gilt der Glaube an die Stärke und die Treue Gottes. Da sehe ich eine Parallele zur heutigen Zeit. Im Blick auf den Priestermangel zweifeln Viele, der Zölibat könne doch nicht im Willen Gottes liegen. Es könne doch nicht in seinem Interesse sein, daß nur Männer geweiht werden. Abraham hatte nur einen einzigen Sohn und dazu die schier unmögliche Verheißung, Stammvater eines unzählbar großen Volkes zu werden. Er hielt sich an Gottes Treue, fest davon überzeugt, daß Gott die Macht besitzt zu tun, was er verheißen hat. Darum wurde der Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Der von den Toten auferweckt hat auch Macht, die Kirche durch alle Zeiten zu führen. Gott beruft heute genauso seine Leute wie damals. Aber es gibt das starke Bremsen. Der Zweifel am Zölibat bringt den Irrglauben an menschliche Machbarkeit ins Herz der Kirche. Wir sollten lieber Sorge tragen dafür, wie die Sensibilität für Berufung gepflegt werden kann. Dazu ist auf jeden Fall Voraussetzung, daß Gott der absolute Vorrang im Leben eingeräumt wird. Gott genießt keinen Vorrang, wo die Sünde geleugnet wird. Wo die Keuschheit verachtet wird. Wo die Ehescheidung zum Mittel der Konfliktlösung geworden ist. Wo das Leben zur Disposition gestellt ist. Gott genießt keinen Vorrang, wo der Sonntag nicht geheiligt wird. Wo die Sonntagsmesse dem Sport geopfert wird und der Freizeit. Das sind doch Kennzeichen moderner Lebensart. Und dann wundern wir uns, daß es so wenige Berufungen zum Priester- und Ordensberuf wahrgenommen werden. Unter solchen Umständen ist die Sensibilität für Gottes Ruf verschüttet.. Darum zuerst unser beharrliches Gebet.. Vor einigen Wochen hat unser Herr Kardinal einen eigenen Hirtenbrief geschrieben und dazu aufgerufen, eine Atmosphäre der Ermutigung zu schaffen für junge Leute, sollten sie die Bereitschaft zu einem geistlichen Beruf äußern. Wir können da nichts züchten, das wäre verhängnisvoll. Aber wir können Bereitschaft pflegen. Und wenn derzeit schon Problemfälle um priesterliches Leben weltweit in den Medien gehandelt werden, so sollte das für uns Anlaß verstärkten Gebetes sein für die Priester, die an den Anforderungen ihres Berufes gescheitert sind wie für die Menschen, die besonders darunter zu leiden haben.
Vor allem ist eine
neue Hochschätzung der heiligen Eucharistie nötig. Ich bin
froh und dankbar für die würdige und zahlreiche Mitfeier
des Fronleichnamsfestes, die uns geschenkt worden ist. Ich danke den
Familien, die ganz allein innerhalb der Nachbarschaft ihre Wohnungen
geschmückt haben. Ich bin gleichzeitig traurig darüber, daß
so wenige Leute bei der Werktagsmesse sind. Daß die Anbetung
des Allerheiligsten Sakramentes bei der hl. Stunde einmal im Monat
kaum wahrgenommen wird. Auch hier gilt es, einen persönlichen
Ruf Gottes wahrzunehmen, zu tun, was immer uns möglich ist. Die
Barmherzigkeit, die der Herr heute bei uns anmahnt, ist ja nicht nur
eine soziale Tugend. Sie ist auch ein Ruf zur Großherzigkeit in
der Bereitschaft für das Reich Gottes, Schließlich wollen
wir doch einmal eine ganze Ewigkeit davon leben!. Es gibt und es wird
mehr geben, als nur dieses Leben hier auf Erden. |
Ein
Wort der Klarstellung
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Was zurückliegt: am 9. Mai wurde angeblich ein aus dem Benediktinerorden ausgeschiedener Pater von einem "Bischof X" zum Bischof geweiht. Was sich aus dem Gewirr von Meldungen, Interviews und vagen Aussagen einzelner "Weihekandidatinnen" ergibt deutet darauf hin, daß dieser "Bischof X" in Wirklichkeit Angehöriger einer charismatischen Sekte ist, der sich "Bischof" nennt. Die "Deutsche Tagespost" (Würzburg) hat in den letzten Nummern darüber berichtet. Der Titel "Bischof" kann von jedem geführt werden, der das will und es gibt Leute genug, die ihm die vorgegebene Weihe glauben. Kirchliche Titel genießen keinen Patentschutz. Eine Abgrenzung wäre juristisch viel zu schwierig, weil in anerkannten Kirchen gleiche Titel Verwendung finden. So kann ein jeder ein Nikolausgewand sich zulegen und sich Priester, Bischof und sogar Papst nennen. In München gibt es einen, der sich "Papst Petrus" nennt. Das Kirchenrecht sagt im Canon 1382: "Ein Bischof, der jemanden ohne päpstliche Erlaubnis zum Bischof weiht, und ebenso, wer von ihm die Weihe empfing, zieht sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe zu." Can. 1014: "Wenn nicht eine Dispens des Apostolischen Stuhles erteilt worden ist, hat der Bischof, der bei einer Bischofsweihe Hauptkonsekrator ist, wenigstens zwei Mitbischöfe als Mitkonsekratoren hinzuziehen." Can. 1017: "Ein Bischof darf außerhalb des eigenen Bereiches Weihen nur mit Erlaubnis des Diözesanbischofs erteilen". Can. 1024: "Die heilige Weihe empfängt gültig nur ein getaufter Mann". Wort des Papstes im Apostolischen Schreiben "Ordinatio sacerdotalis" (Ordination zum Priestertum, 22. Mai 1994): "...die Kirche (hat) keinerlei Recht. Frauen die Priesterweihe zu spenden". Voraussetzung dafür: Christus ist Herr der Kirche; "Durch das Sakrament der Weihe werden kraft göttlicher Weisung aus dem Kreis der Gläubigen einige ... dazu geweiht und bestimmt ... die Dienste des Lehrens, des Heiligens und des Leitens in der Person Christi des Hauptes zu leisten und dadurch das Volk Gottes zu weiden". Can. 1008. Das Kirchenrecht sichert das Priestertum ausreichend vor Mißbrauch. Allmählich sickert die Unsinnigkeit einer "Priesterinnenweihe" bei den selbsternannten Kandidatinnen Selber durch. Eine Maßgebliche aus ihren Reihen hat signalisiert: "Ich glaube, wir blasen das Ganze ab". Der Verstand scheint sich durchzusetzen. Die Leute haben ja vor, innerhalb der Kirche die Kirche zu ändern. Was wollen sie noch als Exkommunizierte mit einer ungültigen Weihe? Was könnten sie wollen, von einem Sektenbischof "Geweihte", also keinesfalls in der Kirche und für die Kirche? Wer nimmt schon an einer hl. Messe teil, die eklatant schwere Sünde wäre für die "Zelebrantinnen" wie für die teilnehmenden Gläubigen? Alles daran ist, gelinde gesagt, ungereimt. Bereits durch das Vorhaben stellen sie sich außerhalb der Kirchengemeinschaft. Gott bewahre uns und die Betroffenen vor solch dämonischem Tun!
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Termine und Mitteilungen
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Di. 11. Juni: Frauenkreis fällt aus! Di. 11. Juni: Vollversammlung aller Firmlinge um 16 Uhr mit Dokumentarfilm "Mutter Teresa" im Pfarrheim. In dieser Woche keine Firmstunde! Die. 11. Juni ab 19.30 Uhr Hoagartn im Pfarrheim mit Adi Statrk. Mi. 12. Juni ab 14.00 Uhr Kaffeenachmittag im Pfarrheim.
KAB Fr. 14. Juni um 19.30 Uhr
Monatsversammlung im Pfarrheim. Helmut Stöger informiert
uns: "Die Energie, von der wir leben. Als Gast kommt P.
Korbinian Linsenmann OSB (St. Bonifaz, München). - Der neue Pfarrgemeinderat setzt sich wie folgt zusammen: "Geborene Mitglieder": Pfarrer Konrad Schmid, Diakon Nikola Capin Vorsitz: Manfred Kopal Bgm.Prennstr.11 6116391 Stellv.: Teresa Hellhake Taufk. Finkenw 107 6124429 Schriftf.: Lioba Dirnecker Lehenstr. 3 618569 Mitglieder: Peter Fesser Eugen-Roth-Str. 17 619490 Josef Frimmer Ottobrunnerstr. 3 6116738 Frieda Hering Truderingerstr. 27 6116738 Leonore Körner Truderingerstr. 9 617360 Gabriele Maimer Eugen-Rothstr. 14 6177639 Pietro Marino Joh.Straußstr. 8 6116669 Richard Raiser Truderingerstr. 47 6117554 Ingrid Schütz Ludw.-Steubstr. 15 6111638 Ewald Troll Annastr. 3 6114947. Nächste öffentliche Sitzung: 10. Juli. |
Kath.Pfarramt
St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching
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Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.