Kirchenzettel
St. Korbinian
07.10. - 14.10.2001
SENFKORN
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 27. JAHRESSONNTAG
|
LESUNG I (Hab 1,2-3.2,2-4): |
"Ich schrei zu dir: Hilfe, Gewalt! Aber du hilfst nicht." |
|
LESUNG II (2 Tim 1,6-8.13-14): |
"Leide mit mir für das Evangelium." |
|
EVANGELIUM (Lk 17,5-10): |
"Wir haben nur unsere Schuldigkeit getan." |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
|
Sonntag 27.
Jahressonntag Rosenkranzfest,
Erntedank |
|
Montag |
|
Dienstag Hl.
Dionysius 3Jh. |
|
Mittwoch |
|
Donnerstag Sel.
Papst
Johannes XXIII. +1965 |
|
Freitag Hl.
Maximilian von Pongau +284 |
|
Samstag 18.30 Beichtgelegenheit
und Rosenkranz |
|
Sonntag 28.
Jahressonntag Hl. Papst
Kallistus +222 |
Gedenktage
|
GEDENKTAGE: 07.10. Franziska Herud +1953, Magdalena Bernwieser +1974, Ludwig Radlbeck +1977, Josef Kellner +1981, Therese Lorenz +1981, Sr. M.Polyxena Wagner +1997; 08.10. Ludwig Dietlein +1978, Josef Thalmeir +1993, Pfr. Gregor Roglic +1998, Werner Müller +19?; 09.10. Franz Stierstorfer +1989, Hedwig Schafhauser +1992, Anna Maria Eberl +1993, Maria Strauß +1997, Rosa Niederlechner +1998; 10.10. Josef Weiß +1963, Josef Drexler +1998; 11.10. Anna Ottmann +1937, Alfred Eirich +1944, Johann Ferstl +1966, Anna Reichart +1978, Maria Morosciewicz +1985, Emilie Czogalla +1985, Theresia Pfeffer +1988, Karl Beckenlehner +1992, Willi Bretzner +1999, Anni Kaiser +2000; 12.10. Barbara Gust +1976, Franziska Geserer +1978, Pierre Fettal +1979, Maria Freier +1981, Maria Huber +1982, Mathilde Kluge +1990, Franz Pöll jn. +1996, Albert Eberl +1997; 13.10. Theresia Kubat +1976, Ludwig Ruppmannsberger +1978, Elisabeth Ditzel +1988, Franziska Klein +1994, Johann Moser +1996, Wilhelm Hofheinz +1997, Sr.M.Eunomia Müller +2000. |
Predigt zum 27. Jahressonntag
|
Das Senfkorn auch ein Zeichen für den Erntedank. Heute allerdings unter ganz eigenwilligem Vorzeichen. Da wird von einem Sklaven erzählt, der getreu seinen täglichen schweren Dienst verrichtet. Dann soll er noch seinen Herrn bei Tisch bedienen und zufrieden sein mit der Erkenntnis: Wir sind unnütze Sklaven, wir haben nur unsere Schuldigkeit getan. Das sieht, oberflächlich betrachtet, so danach aus, als hätte der Arbeitnehmer keinerlei Rechte, die er auch einklagen könnte. Da müssen die Gewerkschaften massiv tätig werden. Doch damit hat dieses Evangelium schon gar nichts zu tun. Das neue Testament fordert deutlich genug den gerechten Lohn. Heute geht es um anderes. Um den Glauben geht es. Die Apostel bitten den Herrn. Herr, stärke unseren Glauben. Doch auch der Herr kann den Leuten den Glauben nicht so einfach stärken. Dafür müssen wir schon selber etwas tun4 und wir lernen die rechte Methode dazu. Der Glaube sitzt nämlich nicht beziehungslos in unserer Seele. Er sitzt überhaupt nicht fest darin. Wir müssen das ganze Leben um den Glauben ringen. Der Glaube ist vielmehr eine Kraft Gottes, die uns begleitet, der wir aber gute Segel öffnen müssen, damit der Hl. Geist entsprechend Wind geben kann. Der Glaube ist eine Kraft Gottes, darum sprechen wir von der göttlichen Tugend des Glaubens, die uns zusammen mit Hoffnung und Liebe in der hl. Taufe geschenkt wurde. Die drei göttlichen Tugenden, ich spreche jetzt ruhig in einem Atemzug von allen dreien, sie brauchen ihr entsprechendes seelische Umfeld, in denen sie sich wohl fühlen und fruchtbar gedeihen können. Dieses Umfeld lehrt uns ungeschminkt das Evangelium. Wir sind unnütze Sklaven, wir haben nur unsere Schuldigkeit getan. Das heißt: wir können uns nicht über unseren Herrn stellen. Wir haben keinerlei Anspruch auf irgend etwas, den wir aus der Tatsache unseres Daseins gegenüber unserem Schöpfer erheben könnten. Nicht auf Leben oder Gesundheit oder Wohlergehen oder irgend sonst noch etwas. Das Evangelium nennt diesen Umstand: wir sind unnütze Sklaven. Das ist eine Grundentscheidung. Wer Jesus kennt und ihm nachfolgt, entscheidet sich nicht für Hochmut und Stolz und Verachtung anderer. Sondern für Fleiß und Geduld und hoffnungsfroher Zuversicht. Zu dem Vertrauen, daß aus dem winzigen Senfkorn ein wunderbares Gewächs werden wird, ein Baum, in dem die Vögel des Himmels ihre Nester bauen. Wer Jesus nachfolgt, entscheidet sich mit ihm für demütige Selbstbescheidung. Wir dürfen also durchaus zufrieden sein, wenn unser Glaube auch nur so klein ist wie ein Senfkorn. Denn im Senfkorn kann sogar das ganze Reich Gottes wurzeln. Wenn dein Glaube auch nur so klein ist wie das Senfkorn, dann hast du schon dem Reich Gottes fruchtbaren Mutterboden geschenkt. Und es wird jener Tag des Erntedankes anbrechen, wenn im Himmel die reichen Früchte eines gläubigen Lebens eingefahren sind. Da muß ich wieder an die Vorentscheidung zur Demut erinnern. Der großspurige ist gar nicht fähig, das Kleine am Wegrand zu entdecken. Er verachtet, was klein ist. Das Reich Gottes wird in seinem Herzen kaum wurzeln können. Wir sind jetzt mitten in unserer Wallfahrt zur seligen Kreszenz hier in Kaufbeuren Diese Wallfahrt ist mir so wichtig, weil die selige Crescentia ein großartiges Beispiel dafür ist, wie das Evangelium vom Senfkorn in der Kirche immer wieder seine Verwirklichung findet. Es war ihr die Gnade geschenkt, in schwierigsten Zeiten für die Kirche, einen Glauben zu haben, der buchstäblich Berge versetzt. Oder was ist das anderes, wenn sie einen Auftrag der Oberin im Kloster mit demütigem Gehorsam erfüllt, nämlich aus dem Brunnen im Hof in einem Sieb Wasser in die Küche zu bringen. Und sie hat keinen Tropfen verloren! Mit solchem und vielen anderen unsinnigen, ja entwürdigenden Aufträgen sollte sie lächerlich gemacht und zermürbt aus dem Kloster geekelt werden. Wir würden aber nicht im Sinne der seligen Crescentia, die übrigens am 25. November in Rom heiliggesprochen wird handeln, wenn wir uns auch nur eine halbe Minute mit der grausam-komischen Oberin und manchen Mitschwestern beschäftigen würden, die in Kreszentias demütiger Frömmigkeit nur Heuchelei erkennen wollten. Crescentias Meinung dazu läßt sich eindeutig ausdrücken. Sie sagt: nur wenn ich gehorsam bin, kann Gott mit mir überhaupt etwas anfangen. Im Gehorsam finde ich Gott, was soll ich denn noch wünschen und begehren, wenn ich Gott habe! Das sagte sie, wenn wohlmeinende Mitschwestern ihr geraten hatten, bei solche Sachen den Gehorsam zu verweigern. Und Gott hat ihren Glauben groß gemacht. Die kleine, schmächtige, dauernd kranke, ungebildete Crescentia wurde zur vielgesuchten Beraterin vieler tausender Menschen. Kirchenfürsten und gekrönte Häupter sind darunter. Sie hat in schlichten Briefen ihnen Rat gegeben und ihnen auch die Leviten gelesen. Dabei erinnert sie immer wieder mit aller Deutlichkeit: ihr einziges Bestreben ist, die Adressaten ihrer Beratung, ob groß oder klein, ob mächtig oder arm, zu ermahnen, nach Heiligung des Lebens zu streben. Und daß jeder das kann an dem Ort, wo er sich befindet und in der Weise, die ihm gegeben ist. Von jeder guten Ernte leben viel mehr Menschen, als jene, die unmittelbar damit beschäftigt waren. Vom Glauben eines Heiligmäßigen Menschen, der Berge versetzt hat, werden auch Menschen leben, die es nie für möglich halten können, mit ihrem Glauben Bäume ins Meer zu versetzen. Auch und gerade bei diesem Bildwort geht es in Wirklichkeit nicht um das Meer dieser Welt. Es geht um deine Seele, die manchmal wie ein wildes Gewässer sein kann, uferlos und du weißt nicht, wo dein Schifflein fest machen könnte. Da hilft dir der demütige Glaube einer seligen Crescentia. Denn keines Menschen Herz ist so zerronnen und keines Menschen Seele so uferlos, daß nicht Gottes Gnade darin Wurzel fassen könnte, wenn der Betreffende sich dafür öffnet. Darum ist uns Katholiken die Verehrung der Heiligen so wichtig und unersetzbar. Sie sind für uns wie Garanten vor Gott, daß der Mensch zum Glauben fähig ist. Früher hat man gerne gesagt: wir nehmen Teil an ihren Verdiensten. Sie können ersetzen, was uns fehlt. Sie haben den Erntevorrat eingebracht, von dem wir alle leben können. Der Same ihrer Ernte kann in uns Frucht bringen. Darum sprechen wir von der Gemeinschaft der Heiligen, darum beten wir zusammen mit ihnen und den Engeln den großen Lobgesang des Sanctus in der hl. Messe. Himmel und Erde sind erfüllt von deiner Herrlichkeit! Himmel
und Erde, Innen und Außen, Herz und alles drum herum, Überall
findet Crescentia Gott und ist ihm nahe und kein Leid dieser Welt ist
so schlimm wie die Sünde. Mein Herr und mein Gott: nimm
alles von mir, was mich hindert zu dir, Mein Herr und mein Gott, gib
alles mir, was mich fördert zu dir. Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir. Wer dieses Gebet
des hl. Klaus von der Flüe nachvollziehen kann, versteht auch
die hl. Crescentia von Kaufbeuren. |
TERMINE
Die Pfarrei ist
Ihrer Mitarbeit Wert!
|
Die. 09. Okt. ab 19.30 Uhr Hoagartn mit Adi Stark im Pfarrheim. Eintritt frei.
Mi.
10. Okt. 19.45h Vortrag v. P. Dr.Siegfried Grän OFM: "Gottesbilder"
Fr.
12. Okt. 19.30 Uhr Monatsversammlung mit Vortrag von Vater
Athenagoras Ziliaskopoulos: "Griechische Orthodoxie".
Papstreise:
Für
den Frieden unter den Völkern, Kulturen und Religionen:
Friedensgebet
der Jugend: jeden Sonntag um 19h Uhr im Dom!
Ökumenisches
Friedensgebet
Gottesdienstordnung
ab 14. Oktober St. Korbinian: Samstag. 17.30 Rosenkranz u. Beichtgelegenheit Sonntag. 09.00h; 10.30h; 19.00h (18h ?) hl. Messen.
Kloster: am Werktag. 07.00h; Sonntag 09.30h.
Altenwohnstift am Parksee: Samstag: 16.00h (St. Alto / St. Korbinian im Wechsel)
St. Alto: Sonntag: 09.00h. St. Birgitta 10.30h St. Alto/Birgitta (im Wechsel): Samstag: 18.00h.
St. Birgitta: Sonntag: 10.30h. |
Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86,
Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching
.
Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd. des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.