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Kirchenzettel

St. Korbinian

06.05. - 13.05.2001


SIE FOLGEN MIR

 

 

DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 4. OSTERSONNTAG


LESUNG I (Apg 13,14-52):

"Sie widersprachen den Worten des Paulus und stießen Lästerungen aus."

LESUNG II(Offb 7,9-17):

"Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm."

EVANGELIUM (Joh 10,27-30): "Ich gebe ihnen ewiges Leben."


G O T T E S D I E N S T O R D N U N G

Sonntag 4. Ostersonntag "Diaspora-Sammlung"
06.05.2001

08.30 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse mit Erstkommunionfeier
15.30 italienische Messe
19.00 Singmesse

Montag
07.05.
07.00 hl. Messe im Kloster (tgl.)

Dienstag
08.05.
07.15 hl. Messe vom Tag
19.00 Maiandacht

Mittwoch Sel. Maria Gerhardinger +1879
09.05.
18.30 Rosenkranz
19.00 Singmesse

Donnerstag
10.05.
07.25 Kindermesse in der Schule
19.00 Maiandacht

Freitag
11.05.
07.15 hl. Messe vom Tag

Samstag Hl. Pankratius, Eisheiliger
12.05.
17.30 Beichtgelegenheit und Rosenkranz
18.00 Singmesse für Sonntag

Sonntag 5. Ostersonntag hl. Servatius +4.Jh.
13.05.2001

08.30 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse
19.00 Singmesse

 

Gedenktage

GEDENKTAGE: 06.05. Anton Businger +1919, Stefan Portenlänger +1939, Franziska Zach +1999; 07.05. Lydia Geyer +1980, Josef Foag +1991, Ottilie Foag +1993, Valentin Rottecker +1995, Fritz Beise +1999, Wilhelm Menhart +19?; 08.05. Chistof Brücker +1945, Resi Graf +1973, Anna Hiermeier +1979, Ruth Freier +1981, Karl Komma +1985, Eugen Jais +1993, Ottilie Lehner +1997; 09.05. Maria Eberle +1984, Therese Bold +1995, Adolf Erhart +1999; 10.05. Ursula Quaderer +1957, Franziska Richter +1974, Karl Sauer +1994, Hildegard Emrich +1994; 11.05. Karl Hanel +1979, Maria Rasp +1980, Marie Pöschl +1984, Adele Niedermaier +1991, Ludwig Panzer +1997, Sr. M.Fabiana Wimmer +1999; 12.05. Franzisek Goretzky +1943, Gustav Pollak +1967, Walburga Drum +1974, Johann Plodeck +1978, Magdalena Niedl +1980, Hedwig Hartl +1997

 

Predigt am 4. Ostersonntag

 


4. Ostersonntag 2001

Der Sonntag vom guten Hirten. Der Gebetstag um Nachwuchs im geistlichen Beruf, im Priester- und Ordensstand.

Was der gute Hirte bedeutet, das können wir sehen an der Pilgerreise unseres heiligen Vaters in Griechenland. Der Hirte handelt für die ganze Herde, nicht für sich. Seit 1000 und mehr Jahren gibt es tiefgreifende Vorbehalte zwischen der Ost- und Westkirche. Von der Orthodoxie trennt uns nicht annähernd soviel wie von den protestantischen Konfessionen. Glaube und Sakramente sind austauschbar. Der einzig wesentliche Unterschied ist lediglich der Umstand, daß für die Ostkirchen, die national organisiert sind, der jeweilige Patriarch zugleich deren Papst ist. Die Ostkirche kennt kein ökumenisches, zu Deutsch allumfassendes oberstes Bischofsamt. Der Ostkirche ist es eigen, daß jeder Patriarch in gleicher Weise das eine Hirtenamt Christi repräsentiert. Keiner übt Autorität über den andern aus. Den meisten Patriarchen würde es einfallen, ohne die anderen etwas Wesentliches Neues einzuführen. Es gibt allerdings Patriarchate, die ziemlich ohne Kontakt mit anderen ihre Belange regeln. Innerhalb der Orthodoxie steht sehr viel an Verständigung an.

Einige Ostkirchen haben sich vor mehr oder weniger längerer Zeit mit Rom verständigt, das sind die mit Rom unierten Kirchen. In der Ukraine, davon gibt es eine starke Kolonie in München, in der Schönstraße; im heiligen Land, in Syrien, der nächsten Station der Papstreise. Daß Rom mit diesen Kirchen sich verständigt hat, das bedeutet aber für die Orthodoxie insgesamt ein sehr schmerzliches Ärgernis, als würde Rom mit Abtrünnigen in Gemeinschaft sein. Das aber ist im Zusammenhang mit politischen Voraussetzungen zu sehen, in welche die Orthodoxie mangels gemeinsamer Autorität seit Anfang an um so leichter geraten ist.

Gerade auf diesem Hintergrund ist es für uns um so erstaunlicher, daß die Orthodoxie das Hirtenamt der Kirche so hoch einschätzt, während bei uns das Verständnis immer mehr ideologischen Vorbehalten ausgesetzt wird. Bei uns gilt es als die ureigenste Geste des Einzelnen, wenn er um Verzeihung bittet. In Athen hat sich am Freitag verwirklicht, was Jesus dem Petrus bei Cäsarea-Philippi zugesprochen hat: (Mt 16,18): „Du bist Petrus, der Fels und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen. Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben. Was du auf Erden binden wirst, wird auch im Himmel gebunden sein und was du auf Erden lösen wirst, wird auch im Himmel gelöst sein.“

In der Gestalt von Papst Johannes Paul II. hat Petrus eine ganze Kirche gelöst von der verhängnisvollen Verstrickung in die Folgen eines Verbrechens, das ein ganzer christlicher Heeresverband im Jahr 1204 in unseliger Verblendung damals in Konstantinopel begangen hat. Jetzt ist der Bann gelöst, jetzt kann der Lähmung in Ost und West neues Leben folgen. Aber jeder, auch von uns, muß sich diese Versöhnungsgeste zu eigen machen, sonst bleibt sie wirkungslos.

Wir können daraus lernen, daß die Aufgabe des Hirten nicht ist, unsere eigene Verantwortung zu ersetzen. Er kann gar nicht auf die Idee kommen, uns das Tätigsein abzublocken. Er muß damit rechnen können, daß wir zu der großartigen Freiheit finden, die eigenen Emotionen zu überwinden im dem Wissen: wir sind von keiner Lähmung behindert, wir sind frei, das Gute zu tun. Wir sind frei vor allem für die Wachsamkeit.

Brauchen wir dann überhaupt noch den Hirten? Das Böse lauert überall. Der Wolf kommt gern im Schafspelz daher. Die Verführung geschieht mit raffinierter Meisterschaft. Es sind aber leicht durchschaubare Methoden. Da tust du etwas, bis jemand daherkommt und dein Tun kritisiert und von dir verlangt, den Beweis dafür anzutreten, daß du nicht böse bist. Oder man sagt: die Firma Y unterhält in München in der Straße X den einzigen katholischen Milchladen der Landeshauptstadt. Es ist vielleicht herauszuhören, was ich meine. Die Unterscheidung der Geister verlangt Aufmerksamkeit! Da ist der gute Hirte unverzichtbar, sonst lassen wir uns in den zentralen Lebensfragen auseinanderdividieren.

Die Verführungsmethode zeigt sich auch in dem speziellen Gebetsanliegen des heutigen Tages, in der Sorge um Priester- und Ordensberufe. Es ist ja so leicht, Zweifel am Zölibat zu schüren. Die Orthodoxie kennt übrigens den Zölibat nur für die Orden und nimmt zu Bischöfen nur zölibatäre Priester. Es ist so leicht, das Frauenpriesertum zu fordern, die evangelische Konfession kennt ja auch keinen Zölibat und ordiniert Frauen. Sie weiht aber keine Priester und Bischöfe, weil sie das Weihe-Sakrament nicht kennen. Die Ehe ist bei ihnen auflöslich, weil sie kein Ehesakrament haben. Zu einer Abendmahlsgemeinschaft läßt sich leicht einladen, wo man kein Altarssakrament kennt.

Das ist kein Werturteil, sondern eine Tatsachenfrage. Weil viele Leute um diese Tatsachen nicht wissen, läßt sich vor allem in den Medien leicht Kapital daraus schlage, kann der schwarze Peter ganz einfach der katholischen Seite als dem Hort der Sturheit zugeschoben werden. Und es wird der Prozeß der Verständigung erschwert, weil nur wenige einsehen, wie schwierig dieser ist.

Das ganze wirkt sich verhängnisvoll aus auf das eigene Gemeinschaftsbewußtsein. Was im eigenen Bewußtsein nur schwach vorhanden ist, das wirkt sich auch nicht aus zur Stärkung des eigenen Standpunktes. Wer nicht oder kaum oder höchstens zu traditionellen Ereignissen Zugang zu den Sakramenten hat, wird viel leichter von der Teilnahme an der Sonntagsmesse sich dispensieren oder gar der Kirche den Rücken kehren. Wo das Sakrament fehlt, bleibt nur noch Menschenwerk übrig. Damit steht und fällt aber die Kirche.

Darum sagt uns Jesus heute: „Meine Schafe hören auf meine Stimme. Ich kenne sie und sie folgen mir.“ Wie aber soll die Stimme des guten Hirten für uns vernehmbar sein, so daß alle das gleiche hören, wenn nicht durch die von ihm, dem göttlichen Hirten, bestellten Hirten? Und ist es nicht das schönste, was sie uns zu sagen haben: „Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat,, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.“
Amen.

 

Der Papst in Griechenland, Syrien und Malta

 


Der Papst in Griechenland, Syrien und Malta

Diese Pilgerfahrt des Papstes (4.-9.Mai) bedarf unseres begleitenden Gebetes. In Griechenland vor allem sind gewaltige, geschichtlich gewachsene seelische Barrieren zu überwinden. Erst in letzter Minute wurde die Reise überhaupt von griechisch-orthodoxer Seite genehmigt. Dabei hatte der griechische Patriarch Christodoulos ("Christusdiener") bei vielen seiner eigenen Leute große Widerstände zu überwinden, bzw. auszugleichen. So wurde die Papstmesse am Sonntag aus dem großen Fußballstadion in ein kleineres verlegt, das knapp 18000 Leute faßt (=1/3 der in Griechenland lebenden Polen!). Die orthodoxen Christen dürfen keine Eintrittskarten erhalten, auch aus Furcht vor gewalttätigen Demonstrationen und Störungen. Vor allem die Mönche auf dem Berg Athos beten mit Verwünschungen und agitieren fanatisch gegen den Papst.

Eine erste Trennung geschah im 9. Jahrhundert, vor allem wegen des Bilderstreites. Die gegensätzlichen Emotionen wurden jedoch durch die bald erfolgte offizielle Wiederversöhnung kaum überwunden. 1054 geschah dann die endgültige gegenseitige Exkommunikation. Die Kreuzzüge (vor allem unmenschliches Wüten in Konstantinopel, auch in Griechenland durch die Kreuzfahrer) zementierten dann den Haß.

In Griechenland gibt es derzeit 10 katholische Bistümer. Die Katholiken müssen aber sehr "staad halten", möglichst wenig auf sich aufmerksam machen. Außerhalb der Kirche sind kaum Veranstaltungen möglich. Sie bedürfen besonderer Genehmigung und auch dann ist sehr klug vorzugehen, damit keine unnötigen Emotionen geweckt werden.

Es gibt eine Reihe von orthodoxen Christen, Klerus und auch Bischöfe, denen endlich an einer Versöhnung von Ost- und Westkirche gelegen ist. Der Papst muß sehr viel an Fingerspitzengefühl zeigen, um denen das Leben nicht schwerer zu machen. Was sich bei uns gern als Fanatismus darstellt, geht großenteils auf südländische Emotionalität zurück. Die Wahrheit ist eben vielfach eine Dienerin des Gefühlslebens! Beispiel: Rom hat in gegenseitigem Einvernehmen längst für Katholiken den Kommunionempfang bei den Orthodoxen gestattet. Ein Katholik kann aber immer noch brüsk zurückgewiesen werden, wenn er seine Herkunft nicht verbergen kann. Verständnis ist da mehr angebracht als Ärger!

Auch Syrien verlangt viel an Behutsamkeit. Die katholische Kirche kennt dort 6 Riten: Armenier, Chaldäer, Lateiner, Melkiten, Maroniten, Syrer. Bekanntlich übt Syrien im Nahen Osten Vormachtstellung au: Der Friede in Jerusalem wächst darum nicht nur in Jerusalem, sondern dort, wo es erst einmal auf interreligiöse Verständigung ankommt.

Ihr Pfarrer


Termine

Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!


So. 6. Mai Die Blaskapelle St. Korbinian lädt ein zur "Blasmusik am Mittag"
von 11.30-15.00 Uhr auf dem Vorplatz des Pfarrheims.

Die. 8. Mai ab 14.30 Uhr Kaffeenachmittag Im Pfarrheim. Gäste herzlich willkommen.

Mi. 9. Mai ab 14.00 Uhr Kaffeenachmittag im Pfarrheim. Gäste herzlich willkommen.

Themenreihe MEDIEN: Die Kirche im Internet
Mit Vorstellung unserer Homepage St. Korbinian.
Referent: Manfred Kopal, St. Korbinian. Alle Interessenten herzlich willkommen! Beitrag 1,50 für Telefongebühren ("Unterhaltskosten" der Homepage; Spenden werden gerne entgegengenommen). Termin: Mittwoch, 9. Mai um 19.45 Uhr (nach der Abendmesse).

Fr. 11. Mai um 19.00 Elternabend: Kommunion-Vorbereitungsgruppen "Diakon" und "Pfarrer" im Pfarrheim.

Sa. 12. Mai um 12.00 Uhr Halbtags-Ausflug der KAB-Gruppe mit Privatautos zum modernsten Klärwerk Europas in Großlappen. Anmeldung im Pfarrbüro Tel 61 90 86.

 

Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching .
Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach (Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.