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Kirchenzettel

St. Korbinian

04. 06. - 11. 06. 2000


NOCH MEHR SINN?

Die frohe Botschaft zum 7. Ostersonntag

LESUNG I (Apg 1,15-17.20-26): 

"Es mußte sich das Schriftwort erfüllen."

LESUNG II (1 Joh 4,11-16)

"Er hat uns von seinem  Geist gegeben."

EVANGELIUM (Joh 17,6.11-19): "Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast

 

G O T T E S D I E N S T O R D N U N G

 

Sonntag  7. Ostersonntag
04.06.2000
08.30 Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse mit Erstkommunionfeier
15.30 italienische Messe
19.00 Singmesse
Montag  Hl. Bonifatius +754
05.06.
08.00 Dankmesse der Erstkommunionkinder
Dienstag  Hl. Norbert v.Xanten +1134
06.06.
07.15 hl. Messe
Mittwoch
07.06.
18.30 Rosenkranz
19.00 Singmesse vom Tag
Donnerstag
08.06.
07.00 hl. Messe im Kloster
Freitag  Hl. Ephräm der Syrer +373
09.06.
09.30 Firmung d.E.-Lesch-Schule
Samstag
10.06.
15.00 Trauung Adam-Luther
18.30 Beichtgelegenheit und Rosenkranz
19.00 Singmesse für Sonntag 
Sonntag  PFINGSTSONNTAG         Sammlung Renovabis
11.06.2000
09.30 Festmesse (Chor: Orgelsolomesse v. Mozart)
19.00 Singmesse
Montag  PFINGSTMONNTAG
12.06.2000
09.30 Singmesse
Keine Abendmesse!

Predigt zum 7. Ostersonntag 2000

 
„Er hat uns von seinem Geist gegeben"
.

Die Apostelgeschichte erzählt vom ersten Konzil der Apostel. Im Zuge der Missionstätigkeit der Apostel hatten sich Probleme ergeben, aus denen bald Streitfragen wurden. Zuerst war es darum gegangen, ob die aus den Heiden gewonnenen Christen vor der Taufe gemäß dem mosaischen Gesetz zerst beschnitten werden sollten. Ob man durch den Genuß bestimmter Speisen unrein werde, ob Unzucht eine Sünde sei. Die Apostel und die Ältesten der Gemeinden faßten nach eingehender Debatte den Beschluß, den sie mit der Formel eröffneten: „Der Heilige Geist und wir haben beschlossen“.
Klingt diese Formel nicht anmaßend? Den Aposteln muß dabei irgend etwas berwußt gewesen sein. Wir finden hier die erste Äußerung eines kirchlichen Lehramtes und zwar bereits mit dem Anspruch, den wir heute Unfehlbarkeit nennen. Die Unfehlbarkeit der Kirche ist eine Folge der Wahrheit. Das besagt: die Wahrheit hat eine Konsequenz. Die Wahrheit kann nicht unverbindlich sein. Es muß mögliche sein, sie auszusprechen. Eine Wahrheit, die stumm bliebe, wäre weit weg!
„Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. Und für sie heilige ich mich, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.“   Diese Worte Jesu vom Schluß des heutigen Evangeliums wollen wir etwas näher betrachten. Was ist das, wenn Jesus sagt: „Für sie heilige ich mich“? Jesus will sagen: Ich werde erweisen, daß ich immer der bin, der ich bin, den ihr kennen gelernt habt. Mein Leumund ist unantastbar. Heilig, das heißt: mit sich selber identisch, beständig, unwandelbar, rein und makellos. Heilig, das ist nicht: unzugänglich, ist nicht vereinsamt, nicht unerreichbar, ist ohne Berührungsangst und gerade deshalb ist uns Gott näher, als wir es uns selber sind. Die Verbindung Gottes mit uns Menschen geschieht durch das, was uns das Intimste und in uns Nächste ist, durch die Liebe. Nicht durch eine Liebe, die sich selber egoistisch liebt, sondern die den Nächsten liebt, wie sich selber. Eine Liebe so vollkommen, wie sie eben der göttlichen Dreifaltigkeit eigen ist.
Heilig ist Gott unser wegen. Weil Gott in seiner unversehrten Ganzheit uns nahe sein will.
„Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die welt gesandt“.   Mit derselben Heiligkeit, unantastbaren Ganzheit hat Jesus die Seinen gesandt. Diese Sendung hat einen Inhalt, was sollte sie sonst? Jesus spricht diesen Inhalt an: „Ich habe ihnen dein Wort gegeben“. Es ist das Wort Gottes, nicht Menschenwort. Es ist Gottes Anrede an seinen Sohn Jesus Christus und in ihn, unserm Herrn Jesus Christus, Gottes Anrede an uns Menschen. „Wir verkünden Jesus Christus, und zwar den Gekreuzigten“ (1 Kor 1.23).
Solange die Kirche diese Botschaft verkündet, kann sie nicht anders als unfehlbar sein. Wenn sie Christus verkündet, seinen Tod und seine Auferstehung. Wenn sie in der Eucharistie das Vermächtnis des Herrn begeht und feiert. Wenn sie diese Botschaft entfaltet und anwendet auf unsre Menschennot. Wenn sie uns den Weg weist und uns heiligt, damit wir das Ziel erlangen, zu dem der Herr den Zugang uns geöffnet hat. Wenn sie überhaupt nicht vergißt, daß der Beistand des Geistes ihr verheißen ist bis an das Ende der Zeiten.
Niemals kann und darf die Kirche diese Unfehlbarkeit willkürlich auslegen oder benutzen. Sobald ein Mensch in eigenem Namen die kirchliche Unfehlbarkeit zu eigenem Nutzen mißbrauchen würde, wäre das längst keine Unfehlbarkeit mehr, sondern erbärmliche menschliche Schwäche und Niedertracht zur Zerstörung der Kirche.
Die Unfehlbarkeit von Papst und Kirche ist eindeutig definiert, abgegrenzt. Gerade durch sie ist die Kirche klar einschätzbar, wie man heute sagt: berechenbar. Nichts an der Kirche ist ungewiß, undurchschaubar. Jeder kann wissen in jeder Frage, wie er dran ist mit der Kirche. Da ist niemand furchterregende graue Eminenz. Was soll also die Klage über Unerträglichkeiten an der Kirche? Etwa weil sie eindeutig weiß, was des Kaisers und was Gottes ist? Was des Amtes und was des freien Gebetes und was der freien Entscheidung ist.
Diese freie Entscheidung ist eine Existenzfrage. Darum sagt uns Jesus: „Seid nicht ängstlich besorgt, was  essen und trinken, womit ihr euch kleiden sollt!“ Seid nicht besorgt vor Ereignissen, für die es keine Möglichkeit gibt, sie im Voraus zu ordnen, zu planen, Für die es keine Vesicherung gibt. Und wenn alles untergeht: Du bleibst immer, wer du bist. Du bleibst du selber, von Gott geliebt, mit einer Zukunft, die nicht scheitern kann, weil sie ganz in seiner Hand liegt.

In allem dürfen wir uns im Heiligen Geist der Nähe Gottes dankbar bewußt bleiben. Denn Christus lebt in seiner Kirche. Sie ist sein Leib, er ist das Haupt, wir die Glieder. Die Welt wird weiterhin ihren Haß austoben an der Kirche. Wie sollte es anders sein, sie ist doch anders als die Welt. Aber weil eben die Kirche anders ist als die Welt darf sie wissen,daß sie nicht mit ihr untergeht.
Amen. 


Das geistliche Wort

 


Regeln zur Unterscheidung der Geister


Kirchengegner sind aktiv. Ihr Ziel ist Verwirrung der Gläubigen durch Desinformation. Bei derartigen Aktivitäten fällt dem aufmerksamen Beobachter auf, daß es unausrottbare Dummheiten gibt, durch die sich die Gegner selber entlarven. Es ist zwar kaum vorstellbar, daß diese darum nicht wissen. Aber sie nutzen eine Erfahrung der alten Römer: "immer bleibt irgend etwas hängen," auch wenn die Verleumdung auf noch so verkehrten Voraussetzungen beruht.

Diese Erkenntnis ist (wie so oft) Ergebnis des Tatort-Krimis "Rattenlinie" (ARD, 28. Mai, 20 Uhr). Begleittext im "Gong" (!): "...Story um Spätschäden vatikanischer Fluchthilfe: stark, logisch und so spannend, daß man gern bis zum finalen Rausschmeißer (hinreißend: Brocki/Stoevers `Ave Maria`in der Klosterkirche) ausharrt." Auch die Münchner Kirchenzeitung hätte es nicht nötig gehabt, den Schmarrn in ihrer Nr. 27 vorauseilend einer unkundigen Leserschaft anzupreisen! Hier die daraus zu entnehmende Lehre:

Dummheit ist nur für Dumme ansteckend. Der hl. Paulus gibt eine gute Regel zur "Unterscheidung der Geister": Prüft alles, das Gute behaltet!
Wer Zeitung liest, Filme und Dokumentationen anschaut, muß einfach grundsätzlich wissen:

1. Für die Medien gilt weitgehend der Grundsatz: Das Schlechte verkauft sich besser, als das Gute. Die Psyche der schlechten Nachrichten stumpft ab. Oder die alte Weisheit: Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist.

2. Glaubt also nicht alles, was euch gesagt und vorgemacht wird!

3. Achtet auf so nebenher gesagte, pauschalierte Behauptungen, die nicht belegt werden. Sie sind leicht verlogen! Beispiel: Die Kirche habe bei Kriegsende eine allgemeine Amnestie gegenüber Naziverbrechern ausgesprochen. Wie hirnrissig: wann hätte sie jemals dazu nötige politische Kompetenz über andere Staaten gehabt?

4. Verwechselt nicht Hohn mit Frömmigkeit. Haben dargestellte Sünden und Untugenden ihre Folgerichtigkeit aus der Handlung, oder sind sie klischeehaft benützt zur Bestätigung von Vorurteilen?

5.  Welchen Gesamteindruck hinterläßt die Darstellung? Werden Vorurteile verbreitet, Zorn auf die Kirche? Werden wir so politisch manipuliert oder erschrecken wir vor der Sünde und ihren  Folgen?

6. Beachtet sonstige Zeitumstände der Sendung. Die Vergebungsbitte des Papstes, die Herausgabe des "Martyrologiums des 20. Jahrhunderts" (in den letzten 100 Jahren mehr Martyrer als in allen 19 Jahrhunderten vorher!). die beeindruckende Geburtstagsfeier des Papstes (Bravo BY III!). Da braucht es entsprechende Begleitmusik, die das Image der Kirche wieder gehörig beschmutzen.

8. Wenn "Katholiken" oder "Christen" über Glaubensdinge befragt werden, so ist zu präzisieren, wer sich als "Katholik" oder "Christ“ versteht!

9. Wehrt euch! Eine Postkarte mit Meinungsäußerung, ein Anruf ist viel wert. Ebenso Reaktion bei lobenswerten Sendungen!

Ihr Pfarrer 

Konrad Schmid

 


Gedenktage

GEDENKTAGE: 04.06. Jakob u. Elisa Moser +1949, Erna Aachen +1982, Hubert Patas +1993, Mirko Strlic +1995, Karl Unverdorben +1996; 05.06. Thomas Dexl +1975, Rainer Sollinger +1990, Markus Ölschlegel +1995; 06.06. Paula Gebhard + 1944, Irene Maier + 1977; 07.06. Pepi Mayr +1975, Berta Lösch +1977, Charlotte Fischer +1979, Josef Mair +1979, Josepha Schwarz +1991, Thomas Hermansdorfer +1992, Angela Monn +1995; 08.06. Josef Tschinkel +1958, Adolf Demel sen. +1976, Arno Helmprecht +1997; 09.06. Maria Littich +1978, Maria Richter +1979, Alois Nirschl +1991, Maria Künzler +1993, Martha Weber +1993, Ursula Widmann +1995; 10.06. Klara Wittmann +1996.


Termine dieser Woche

Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!

Termine dieser Woche:

Die. 06. Juni ab 19.00 Uhr Hoagartn mit Adi Stark im Pfarrheim. Eintritt frei.
 
Mi. 07.06. ab 14.00 Uhr Kaffeenachmittag im Pfarrheim.
 
Schnupperstunde für neue Ministranten: Mittwoch,  7. Juni um 16.15  Uhr im Pfarrheim.
Dabei braucht ihr Euch  nicht endgültig zu entscheiden. Zuerst müßt Ihr ja kennen lernen, was Euch da angeboten und von Euch verlangt wird. Jetzt geht es darum, den Glauben zu vertiefen, den Ihr während der Vorbereitungswochen auf die ersten hl. Kommunion erfahren und eingeübt habt. Dabei sollt Ihr nicht allein sein! Am besten bietet sich für Euch die Gemeinschaft unserer Ministrantengruppe an. Ich freue mich über alle, der es probieren!
Aktive Ministranten: Bitte, erkundigt Euch daheim, ob und wie lange Ihr in den Pfingstferien weg seid!
 
Rom-Wallfahrt zum heiligen  Jahr mit der Italienischen Gruppe in der Pfingstwoche, 11.-16. Juni (Busfahrt). Wir haben noch freie Plätze, auch für Jugendliche! Bitte um baldige Meldung. Preis: DM 550,00 (alle Fahrtkosten, Halbpension. Nicht inbegriffen: Eintrittspreise bei Besichtigungen, z.B. Katakomben, Museen usw (Je nach Interesse). Kinder und  Jugendliche zahlen halben Preis.
Näheres Programm im Pfarrbüro erhältlich.
 
Gottesdienstordnung in den  Pfingstferien:
Dreifaltigkeitssonntag:

Samstag, 17. Juni 19.00 Uhr,
Sonntag, 18. Juni: 09.30 und 19 Uhr.
Fronleichnam: Die Prozession beginnt um 8 Uhr neben der Kirche, Festmesse "Kirche unterwegs" am Grünauer Mugl, keine Abendmesse. Bei Regenwetter, wenn die Prozession ausfällt, hl. Messen um 8 Uhr und 10.30 Uhr.
Am Sonntag nach Fronleichnam (25. Juni) wieder "normale" Sonntagsordnung

Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122. Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching; E-mail: St.Korbinian-Uhg@t-online.de; Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin):  nach (Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.