Kirchenzettel
St. Korbinian
RETTUNG
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 1. FASTENSONNTAG
LESUNG I (Dtn 26,4-10): |
"Und siehe, nun bringe ich hier die ersten Erträge von den Früchten des Landes, das du mir gegeben hast.." |
| LESUNG II (Röm 10,8-13): | "Wenn du mit deinem Mund bekennst: `Jesus ist der Herr', und in deinem Herzen glaubst: Gott hat ihn von den Toten auferweckt", so wirst du gerettet werden." |
| EVANGELIUM (Lk 4,1-13): | "Dabei wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt." |
Gebetsanliegen des Papstes für März:
1. daß die gläubigen Menschen sich verpflichtet fühlen,gegen die Armut als Folge von sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit anzugehen.
2. daß der Heroismus der Martyrer und aller in diesem Jubiläumsjahr besonders herausgestellten Glaubenszeugen die ökumenische Gesinnung und den interreligiösen Dialog fördern.
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
Sonntag 1.
Fastensonntag |
Montag |
Dienstag Hl. Fridolin
von Säckingen +6/7Jh. |
Mittwoch Hl. Perpetua
und Felizitas +202/203 |
Donnerstag Hl.
Johannes von Gott +1550 |
Freitag Hl. Brunno von
Querfurt und Hl. Franziska v.Rom +1440 |
Samstag |
Sonntag 2.
Fastensonntag Caritaswoche beginnt |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 04.03. Marianna Schmid+66, Maria Foisinger +83, Maria Führers+88, Barbara Ruder+91, Ludwig Nadler+95, Maya Halbig+96, Sr.M.Luitgarda Satzger+97, Sr.M.Veronika Seth+98; 05.03. Walter Holmberg+54, Susanne Faustner+84, Anna Engelhardt+91, Alban Hitzlberger+95, Theodor Boddenberg+98; 06.03. Kreszenz Specht+57, Maria Donhauser +66, Nikolaus Wagner sen +84, Irmgard Feuerer +98; 07.03. Helena Weber+77, Vilma Klemt+84, Horst Specht+85, Katharina Kießling+96, Maximiliane Andre+97; 08.03. Rudolf Zürch+77, Hildegard Pilch+85, Klaus Wagner jun.+86, Heinz Köhler+90, Katharina Kreutzer+92, Ermengilda Borlenghi+95, Antonie Gust+98, Ines Godoy Moran+2000; 09.03. Berta Diepold+66, Maria Riedmaier+71, Franz Erzberger+80, Rosina Ellinger+86, Maria Grund+87, Simon Riedmaier+88, Monika Solder+94, Monika Höckmair+95, Maria Schmelz+97, Christoph v. Wangenheim +?; 10.03. August Jurochnik +41, Mary Norley+57, Ludwig Hilz+75, Hans Eichinge +85, Katharina Weigerding+85, Viktoria Hofstetter+91, Therese Reithmeie +92, Bernhard Scherm+94, Bina Schulenburg+99, Ludwig Haindl+99. |
Predigt zum 1. Fastensonntag
In letzter Zeit häufen sich die Besuche von Vätern oder Müttern, die für ihr Kind die hl. Taufe wünschen, obwohl sie selber aus der Kirche ausgetreten sind. Um es gleich klar zu stellen: Säuglinge können nicht voraussetzungslos getauft werden. Ein Elternteil muß wenigstens der Kirche angehören. Das sollte selbstverständlich sein. Sie sollen ja ihre Kinder im Glauben der Kirche erziehen, wie sollte das ohne eigene Zugehörigkeit von Vater oder Mutter möglich sein? Sind beide Eltern ausgetreten, dann ist nur unter der Voraussetzung die Kindstaufe für sinnvoll und angemessen zu erachten, wenn sie auch in der Lage sind, diesen Auftrag wahrhaftig auszuüben. Meist geben sie vor, das Kind zur Kirche hin erziehen zu wollen. Unweigerlich und mit Hartnäckigkeit wird sich die Frage der eigenen Zugehörigkeit zu dieser Kirche stellen. Wenn sie bereit sind, sich dieser Entscheidung zu stellen, dann kann das Kind getauft werden. Bei der Taufe allerdings müssen sie beim Glaubensbekenntnis noch schweigen und können auch das Ich widersage nicht leisten, denn das wäre ja die offizielle Formel des Eintrittes in die Kirche. Die Mitgliedschaft in der Kirche ist ja noch einfach eine Angelegenheit gesellschaftlichen Prestiges. Die Mitgliedschaft in der Kirche reicht ja in den tiefsten personalen Entscheidungsgrund hinein und diesen gilt es heute kennen zu lernen. Jesus gewährt uns heute Einblick in diesen seinen eigenen tiefsten Seelengrund der Gottesliebe, Aus meinen Kindheitstagen erinnere ich mich, daß ich jedes Jahr es mit einer gewissen Angst zu tun bekommen habe, wenn zu Beginn der Fastenzeit das Evangelium von der Versuchung des Herrn vorgetragen wurde. Wenn sogar der Sohn Gottes der Bosheit des Teufels ausgesetzt ist, wie kann dann ein Mensch bestehen? Bis ich zu begreifen gelernt habe: es geht ja gar nicht in erster Linie um den Teufel, sondern um die Liebe zu Gott. Zuerst fällt auf, daß es sich um drei Versuchungen handelt. Die Zahl drei spielt ja in der hl. Schrift und im Glauben der Kirche eine wichtige Rolle. Wir kennen die drei göttlichen Tugenden von Glaube, Hoffnung und Liebe. Es läßt sich gut eine Beziehung ablesen von den drei Versuchungen zu den drei göttlichen Tugenden. Geht es dabei auch um das Geheimnis der göttlichen Dreifaltigkeit? Die erste Versuchung: daß Jesus Steine in Brot wandelt. Jesus hat Hunger. Er ist aber Herr über die Natur und gebietet über ihre Kräfte. Da geht es um die uralte und so gegenwärtige Versuchung zur Korruption. Nütze doch eine Zuständigkeit, eine Machtbefugnis aus zu deinen eigenen Gunsten! Wirtschafte doch in deine eigene Tasche hinein, das ist doch selbstverständlich! Zu Pilatus wird Jesus später sagen: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre. Korruption ist immer Unglaube, ist Götzendienst. (Du nimmst 100 Mark zu leihen, trägst das Geld auf die Bank, holst nach vier Wochen den Zins ab, kaufst dir damit ein Eis und gibst die 100 Mark scheinheilig zurück). Korruption bedeutet immer Versündigen am Mittmenschen, den du für dumm verkaufst. Du versündigst dich daran, daß auch dein Mitmensch Bild und Gleichnis Gottes ist. Also, ein Stück Unglaube. Jesus sagt auf diese Versuchung: Der Mensch lebt nicht nur vom Brot. So wichtig es ist, den Hunger zu stillen. Das Sattsein schenkt aber keinen Sinn. Damit weiß kein Mensch, wozu das alles? Was ist und wie gewinne ich Sinn für mein Leben? Das Wort Gottes steht über allem. Die zweite Versuchung hat mit der göttlichen Tugend der Hoffnung zu tun. Der Teufel nimmt Jesus mit auf den hohen Berg und gaukelt ihm alle Pracht und alle Reichtümer der Erde vor. Daran sollten sich doch auch jene erinnern, die da die Gipfel der Berge gegen Kirche und Sonntagsmesse ausspielen, weil sie ja dort in der freien Natur Gott so nahe seien. Der Berg, so lernen wir heute, kann auch Ort der Versuchung sein. Ich bin da oben, ihr seid so weit unten! Der Sportler, der die gesicherte Abfahrtspiste verläßt und sich selber sowie seine Retter und deren Familien der tödlichen Gefahr aussetzt, um den Kitzel der Macht zu genießen. Angesichts von Machtgelüsten geht es um die grundsätzliche Frage der Hoffnung: auf was willst du setzen? Mußt du immer den Erfolg anbeten,, oder kannst du auch auch die Vergeblichkeit im Leben ertragen? Die göttliche Tugend der Hoffnung bewahrt dich vor falschen Prioritäten, vor falschen Zielsetzungen. Die göttliche Tugend der Hoffnung beantwortet die Frage, auf was du setzen willst, wem deine höchste Verehrung gilt. Jesus sagt: Vor dem Herrn, deinem Gott sollst du dich niederwerfen und ihn allein anbeten. Die dritte Versuchung: Sie findet mitten in Jerusalem statt, in der heiligen Statt. Der heiligste Ort bewahrt dich nie vor Versuchung. Und dort lautet sie: Gott herauszufordern. Es ist die Sünde der Rücksichtslosigkeit, im Verkehr, im Sport. Im Beruf und im Geschäftsleben. Die Überheblichkeit über andere, die Überheblichkeit des Alleskönners, des Alleswissers. Der Beste, der Schnellste, der Erfolgreichste. Der vor lauter Lüge gegen sich selber gar nicht mehr wahrnimmt, wie er Gott und die Welt anlügt und herausfordert. Oder das Gehabe und Geprotze ausgerechnet bei der ersten hl. Kommunion, die sich schon am folgenden Sonntag als Lüge entlarvt, wenn niemand mehr in der Kirche zu sehen ist. Alle diese Arten von Herausforderung nennt Jesus beim Namen; Du sollst den Herrn, deinen Gott nicht auf die Probe stellen, nicht herausfordern. Jesus hat diese Versuchungen überwunden in der Kraft von Glaube, Hoffnung und Liebe. Nicht einmal er hat gesagt: keine Angst, ich falle schon nicht darauf herein. Auch wir brauchen Gott und den Menschen kein X für ein U vorzumachen. Wehe, würden wir Phrasen dreschen und behaupten: mir passiert schon nichts, ich werde an Treue unübertroffen sein. Du kannst nie sagen: ich werde immer treu sein im Glauben. Du kannst aber immer sagen: ich vergegenwärtige mir den Glauben, ich versuche Gott zu lieben weil ich auf ihn hoffe. Dann wird Gott da sein in deinem Leben und dich stärken, so wie der Engel Jesus am Ölberg gestärkt hat. Jedes Phrasendreschen macht nicht gläubig, sondern fanatisch. Das erleben wir derzeit an dem großspurigen Gehabe der Talibani in Afghanistan, die gegenwärtig ihren kulturkämpferischen Bildersturm veranstalten. Vor solcher Art Fanatismus bewahrt der Glaube an den Dreieinigen Gott. Von ihm kommen die drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe. Diese drei göttlichen Tugenden schenken jene Geborgenheit, die jeden Fanatismus als eine Weise unerlöster Angst entkräftet und als Teufelswerk entlarvt. Darum hat Jesus uns das Wissen um das Geheimnis der göttlichen Dreifaltigkeit geschenkt, In der Übung der drei göttlichen Tugenden lernen wir jene Lebensart, welche der drei göttlichen Personen miteinander zum eine göttlichen Wesen verbindet. Es ist kein Zufall, daß dies die einzige Lebensart ist, welche auch die Ehen unauflöslich macht und die überhaupt dauernden Frieden ermöglicht. Amen. |
Predigt zum Aschermittwoch
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Das geistliche Wort
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Wir verstehen darunter: Lesung eines Bibeltextes, in Stille auf sich wirken lassen. Der Text wird nochmal und zwar satzweise gelesen. Wer will, nennt den Satz oder das Wort, das ihn besonders beeindruckt. Wieder in Stille wirken lassen, nichts zerreden. Verständnisfragen werden besprochen. Jeder Teilnehmer kann nun den Satz oder das Wort wiederholen, das ihm bedeutsam ist und eventuell die Wirkung auf sein Leben erläutern. Die Äußerungen werden nicht gegenseitig abgewogen oder gar ausgespielt, jede Äußerung wird ernst genommen und stehen gelassen. Am Schluß nochmal Gesamtlesung, Gebet oder Lied. Diese Methode hat den Vorteil, daß wir uns dem Wort Gottes unvoreingenommen nähern und es einfach wirken lassen. Text und Ausdrucksweise der hl. Schrift werden geläufíg und nisten sich seelisch ein. Eingeladen sind Jung und Alt ohne Unterschied. Die Beschäftigung mit der hl. Schrift gehört zu den wichtigen Aufgaben von uns Christen. Wir lesen sie dann richtig, wenn wir durch sie Gott zu uns sprechen lassen. Natürlich läuft dabei Information auch mit. Das ist wichtig. Wichtiger ist, daß wir Gottes Denken kennen lernen und dieses in uns hineinwirken lassen. Damit wird die Bibel zum Medium zwischen Gott und Mensch. Außer den Grundkenntnissen ist besonderes Fachwissen ist nicht erforderlich. Wir sprechen dabei mehr m i t der als über die Bibel. Das Stillsein ist dabei ein wichtiges Element; Geschwätzigkeit und Rechthaben sind dabei unbrauchbar. Es kommt nicht darauf an, einander zu korrigieren, als vielmehr in jedem Beitrag Sehnsucht und Bekenntnis in einem zu vernehmen und ruhig auch stehen zu lassen. Darum sollten die einzelnen Beiträge weniger als Behauptung einer Meinung, als vielmehr im Sinn einer vorsichtigen Anrede an die hl. Schrift verstanden werden. Ihr Pfarrer |
Termine
Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!
Mittwoch, 07. März ab 14.00 Uhr Kaffeenachmittag im Pfarrheim. Gäste herzlich willkommen. Mittwoch, 07. März nach der Abendmesse Bibelteilen im Pfarrheim. Übers Bibelteilen siehe nebenan. Frühjahrs-Caritassammlung 12.-18. März 2001. Caritassammler können ab sofort die Caritas-Sammellisten im Pfarrbüro abholen. Danke. Wer meldet sich noch freiwillig zum Sammeln? Wir bräuchten noch dringen etliche Leute! - In manchen Pfarreien werden mangels Sammler nur noch Bank-Anweisungen eingeworfen. Das tun wir auch, wenn niemand angetroffen werden kann. Aber das persönliche Vorsprechen bedeutet ein missionarisches Zeugnis, von dem die Kirche lebt. Also, bitte ...! Pfarrer-Geburtstag. 18.
März Besinnungstag der KAB: "Die neue Schwangerschftsberatung `ohne Schein' im
Kontext der geistigen Entwicklung der Gesellschaft". Wir sprechen damit
besonders die junge Generation an und laden herzlich ein: Das
Spaghetti-Essen mit unseren Italienern wird auf einen anderen Termin
verschoben. Er wird rechtzeitig bekannt gegeben. |
Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86,
Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching
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Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.