korbmini.gif (1236 Byte)

Kirchenzettel

St. Korbinian

03. 12. - 10. 12. 2000


1. Advent

 

SCHAUT AUF!

 

Die frohe Botschaft zum 1. Adventsonntag

 

LESUNG I (Jer 33,14-16):

"Da erfülle ich das Heilswort über das Haus Israel und über das Haus Juda."

LESUNG II(1 Thess 3,12-4.2):

"Werdet darin noch vollkommener."

EVANGELIUM (Lk 23,25-28.34-36): "Die Völker werden bestürzt und ratlos sein."

 

G O T T E S D I E N S T O R D N U N G

Sonntag 1. Adventsonntag Hl. Franz Xaver +1552
03.12.2000

08.00 Beichtgelegenheit Jugendopfersonntag
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse
15.30 italienische Messe
19.00 Singmesse

Montag Hl. Barbara +3/4Jh; Sel. Adolph Kolping +1865
04.12.
07.00 hl. Messe im Kloster (tgl.)

Dienstag Hl. Anno +1075
05.12.
14.00 Seelenmesse f. + Frau Frieda Baum, anschl. Beerdigung

Mittwoch Hl. Nikolaus +4Jh.
06.12.
18.30 Rosenkranz
19.00 Singmesse

Donnerstag Hl. Ambrosius +397
07.12.
07.25 Kindermesse in der Schule

Freitag HOCHFEST DER UNBEFLECKT EMPFANGENEN JUNGFRAU UND GOTTESMUTTER MARIA
08.12
18.30 Singmesse

Samstag
09.12
17.00 Beichtgelegenheit
17.30 Rosenkranz
18.00 Singmesse mit dem MGV "Liederkranz"

Sonntag 2. Adventsonntag
10.12.2000

08.00
Beichtgelegenheit
09.00 Singmesse
10.30 Familienmesse
19.00 Singmesse

 

Predigt zum 1. Adventsonntag

 


1. Adventsonntag 2000

„Im übrigen, Brüder, bitten und ermahnen wir euch im Namen Jesu, des Herrn: Ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben müßt, um Gott zu gefallen.“ Ist diese Mahnung des Völkerapostels nicht mehr als aktuell, in einer Zeit der Umwertung aller Werte? Es geht zum ersten darum, Gott zu gefallen. Und das Zweite: das lernen wir vom Apostel, von niemand anderen.

Dazu schreibt der hl. Petrus in seinem zweiten Brief: „Niemals wurde eine Weissagung ausgesprochen, weil ein Mensch es wollte, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben Menschen im Auftrag Gottes geredet.“ Dann rechnet er schonungslos ab mit falschen Propheten und er fragt nicht lange, ob vielleicht doch auch ein Körnchen Wahrheit in deren Aussagen stecken könnte. Petrus ist sich übrigens darin einig mit Paulus, den Apostel Johannes, Jakobus und dem Hebräerbrief. Zweifellos ein Stil, der heute nicht gern gehört wird. Schließlich genießen falschen Propheten in den Medien weit weniger an Vorurteilen wie der Papst und seine Kardinäle.Höhnische und verächtlichmachende Untertöne sind da mitunter unverkennbar in Berichten, die sich kaum von Kommentaren unterscheiden, was ja auch ein bezeichnender Vorgang ist.

Gott gefallen im Leben. Da dreht es sich um eine Entscheidung. Sich entscheiden heißt: unter verschiedenen Möglichkeiten eine auswählen, für eine sich zu entscheiden. Natürlich bietet das Leben viele Möglichkeiten. Maßgebliche Dinge sind jedoch vorgegeben, da kann man nicht auswählen. Das ist zu allererst das Leben selber. Niemand kann gefragt werden: willst du leben, willst du gezeugt werden? Es gibt das Leben der Pflanze. Das haben wir Menschen nicht. Es gibt das Leben der Tiere. Das haben wir Menschen auch nicht. Wir haben das speziell menschliche Leben und das ist nie ein allgemeines. Es gibt nur das ganz konkrete Leben, als diese und keine andere Person.

Zu allererst das Leben als Mann oder als Frau. Da kommt schon das nächste, das wir uns nicht auswählen konnten: Vater und Mutter sind uns vorgegeben mit dem Leben. Damit auch die sozialen Verhältnisse. Die Sprache, das Volk, die Zeit, in der wir leben.

Niemand kann für sich selber bestimmen, ob er als Kind auf die Welt kommen, oder gleich „als Meister vom Himmel“ fallen will. Dann geht es um Gesundheit und Krankheit; Behinderung und sportliche Eignung. Was wird und die Gentechnik bieten? Wird es damit gehen wie mit der Regulierung der Flüsse, wodurch das ökologische Gleichgewicht ins Wanken geraten ist und mitunter Katastrophen begünstigt werden? Wie sieht das beim Menschen aus?

Können wir in einer Welt der Ansprüche und der Machbarkeit noch lernen, zu danken? Wie geht es uns, wenn bei der Präfation das „Laßt uns danken dem Herrn, unsern Gott“ kommt und was denken wir bei unserer Antwort „Das ist würdig uns recht!“?

Advent heißt zuerst, daß wir uns der Bedingtheit unseres Lebens zuwenden. Daß wir wahrnehmen, daß nichts selbstverständlich ist. Erst dann werden wir uns angesichts der Fülle aller Angebote unserer Not bewußt und dann erst auch der Sünde, die wir nicht wählen dürfen.

Wo es eine Fülle der Möglichkeiten gibt, da brauchen wir Orientierung, da brauchen wir Sinngefüge. Da brauchen wir Perspektiven für die Zukunft. Kann uns das alles unser menschlicher Verstand bieten? An was orientiert sich der Verstand? An den realen Gegebenheiten, an den Bedürfnissen? Ist unser Blick so real wie die Gegebenheiten, sind unsere Bedürfnisse geeignet, gemeinschaftlich den Willen zu rechten Zielen zu führen?

Das alles reicht höchstens zu einer Situation aus, bei der es von Jesus heißt: „Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange“.

Sogar wer sich im Besitz des Evangeliums weiß ist dadurch noch lange nicht sicher, so zu leben, daß spätere Generationen einmal ein ganz anderes Urteil über ihn und seine Zeit abgeben. Wieviel Irrungen und Wirrungen hat es in der Geschichte des Glaubens gegeben, Vom hl. Bernhard von Clairvaux wird berichtet, wie bitterlich er später seine Kreuzzugsprdigten bereut habe, als er sah, was daraus geworden ist. Nie kannst du sagen: was ich besten Wissens und Gewissens gesagt und getan habe, das wird deshalb für alle Zeiten so seine Gültigkeit behalten.

Darum leitet uns die Kirche ständig an, Buße zu tun, Gott um Verzeihung zu bitten. Darum müssen wir immer und immer wieder in die Schule des Meisters gehen.“Ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben müßt, um Gott zu gefallen ... werdet darin noch vollkommener!“ Wissenschaft und Technik sind wichtig, ungeheuer wichtig. Aber noch mehr brauchen wir die Bereitschaft, gottgefällig zu leben. Sonst wird uns sogar die beste Wissenschaft und die raffinierteste Technik zum Verhängnis.

Da werden Ärzte zu Dienern des Todes, da werden Pädagogen zu Wegbereitern von Egoismus und Haß, da werden Geschäftsleute zu Ausbeutern und die Konsumenten geraten in alte und neue Sklaverei. Und die Politiker und Regierungen machen Gesetze, in denen Gott nicht mehr vorkommt.Aber Gott ist im Leben vieler Christen schon viel zu weit weg, als daß sie solches noch wahrnehmen könnten.

Was also ist der Wille Gottes? Wer vermag ihn an Einzelheiten fest zu machen. Ja, wir haben die Gebote und vor allem das Hauptgebot der Liebe. Der Wille Gottes besagt jedenfalls, so zu leben, daß wir nicht das Vertrauen verlieren, wenn die Welt ins Wanken gerät. „Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe.“ Wenn der Tod vor uns steht, dann wird es spannend. Dann wird sich schnell zeigen, wie alles sich verwirklichen wird, was Gott gesagt hat.

Wenn der Tod kommt, dann werden wir an der Schwelle des Reiches sein, von dem wir am letzten Sonntag, dem Christkönigstag, gesungen haben: Wenn einst die ganze Schöpfung der Herrschaft Gottes unterworfen ist, wird Christus dem Vater „das ewige, allumfassende Reich übergeben: das Reich der Wahrheit und des Lebens, das Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens“.

Ja, liebe Christen, wenn wir auch dazu gehören wollen, haben wir allen Grund, Gott jetzt schon dafür zu danken, und zwar regelmäßig. Schon um der Standhaftigkeit willen. Amen.

 

Gedenktage

GEDENKTAGE: 04.12. Karl Scheck +1944, Barbara Gogel +1970, Sr.Amarantha Saxinger +1977, Susanne Tretter +1978, Werner Kuske +1984, Georg Röss +1989, Maria Steinberger +1992, Fritz Küster +1996; 05.12. Maria Hartmann +1949, Josef Niegl +1981, Berta Richter +1982, Anna Ruland +1987, Karl Müller +1998; 06.12. Ludwig Altmann +1979, Otto Niedermeier +1982, Ingeborg Raiss +1993, Anna Niedermeier +1993, Heidi Nadolni +1999; 07.12. Marie Schmieja +1969, Adolf Reichel +1979, Franziska Schindler +1996; 08.12. Barbara Ferstl +1981, Anna Tschinkel +1983, Elisabeth Riedmair +1985, Alois , Mayer +1989, Franz Hörmann +1993; 09.12. Elenore Kolbeck +1976, Anna Kiermaier +1988, Agnes Haller +1992

 

 

Termine

 

Die Pfarrei ist Ihrer Mitarbeit Wert!

Die. 05. Dez. ab 14.30 Uhr Adventfeier im Pfarrheim. Gäste herzlich willkommen.

Die. 05. Dez. um 19.00 Uhr Hoagartn im Pfarrheim mit Adi Stark. Eintritt frei.

Mi. 06. Dez. ab 14.00 Uhr Adventfeier des Altenklubs mit der CSU-Gruppe. Gäste herzlich willkommen.

Fr. 08. Dez. um 19.15 Uhr Adventfeier im Pfarrheim.

Blutspende am Mo. 18.12. 15.00-19.45 Uhr im KUBIZ
Der amtliche Blutspendedienst München stellt jährlich 92000 Blutkonserven zur Verfügung. Es bedeutet praktische Nächstenliebe, sich zu beteiligen. Ob Sie dazu geeignet sind, erfahren sie an Ort und Stelle.

Pilgerfahrt nach Rom im Anliegen geistlicher Berufe: 27. Mai - 2. Juni 2001. Interessenten bitte im Pfarrbüro melden oder bei: Diözesanstelle für Pilgerfahrten, Merianstr. 8, 79104 Freiburg. Kosten: um DM1380,--- Es fahren 2 Pilgerzüge ab Köln bzw. Fulda, jew. über München mit Zusteigemöglichkeiten an den großen Bahnhöfen. Anmeldeschluß: 28. Februar 2001.

Vergeltsgott Christkindlmarkt allen fleißigen Bastlerinnen und den Besuchern! Die finanzielle Abrechnung kann noch nicht vorliegen, es werden die übrigen Sachen noch andernorts angeboten. Es war wieder ein voller Erfolg, der größer ist, als was sich in Zahlen ausdrücken läßt.

Wach sein für die Not von Kindern - Helfen mit der

Katholischen Jugendfürsorge

Das ist Motto der Kollekte am 1. Adventsonntag. Dabei ist die Kath. Jugendfürsorge auch auf die Hilfe der Pfarreien angewiesen. Die Not von Kindern reicht von der Arbeitslosigkeit der Eltern bis zu schlimmen Mißhandlungen, Alkoholismus in der Familie, schwere Behinderung und Erkrankungen. In insgesamt 30 Einrichtungen in unserer Erzdiözese kümmern sich die Mitarbeiter Tag und Nacht für insgesamt 14000 junge Menschen.

Anti-Adventbetrachtung: Homo-"Ehe" oder Kultur?

"Kultur" kommt aus dem Lateinischen und heißt "Pflege". Gepflegte Lebensform. Daraus ergibt sich wie von selbst Tradition. Gepflegt wird, was nicht verkommen soll, weil es wert ist, die Zeiten zu überdauern. Die Nachkommen werden sich damit viel an sinnlosen und gefährlichen Experimenten ersparen.

Daraus ergeben sich Leit-Erfahrungen. Wie soll's anders gehen? Das Experiment kann niemals zur Kultur werden. Zu zerbrechlich ist diese! Zwangskultur wäre keine Lösung, wir könnten Erfahrungen genug damit haben. Freiheit um ihrer selbst willen ist auch auch gut geeignet, Zerstörungen zu hinterlassen. Freiheit muß eingebunden sein in ein Sinngefüge, in Werteordnung. Es gibt sie nur als Freiheit für Menschenwürde. Da sind wir wieder beim Anfang.

Was wurde in den letzten Jahren experimentiert mit und an der Ehe! Wieviele plausible (= beifallfähige) Gründe wurden gefunden für die Ehescheidung. Aber keine, die geeignet wären, die Würde wirklich zu wahren, vor allem die der Kinder. Anstelle Fruchtbarkeit und Kind ist Selbstverwirklichung zum Leitbegriff für die Sexualität gesetzt. Deren Sinnfrage wird abgetan mit Lebensgenuß. Die Trennung von Sexualität vom Kinderkriegen hat zu einer Anspruchshaltung geführt, die zwangsläufig zu einer Mangelerfahrung von Geschwisterlichkeit am natürlichen Ort führt. Ein Spielfeld für Kulturlosigkeit! (Das hat mit wirtschaftlichen Belangen nichts zu tun, solange man wenigstens um die Mangelerscheinung weiß!).

Diese vermeintliche Verselbständigung der Sexualität führt zu neuer Sklaverei, zu der verhängnisvollen Meinung, Homo-Sexualität sei gleichwertig mit der zwischen Mann und Frau. Honorable Ausreden lassen sich dafür finden, z.B. die unwissenschaftliche, aber als wissenschaftliches Forschungsergebnis ausgegebene Naturbedingtheit der Homosexualität. Wobei geflissentlich verschwiegen wird, daß in der Wissenschaft auch Gegenpositionen zu dieser Theorie bekannt sind. Wissenschaft, die nicht Ideologie ist, baut selbstverständlich Gegenpositionen in ihre Forschung ein!

Das Nächste, Adoption von Kindern für Homopaare, ist bereits im Gang. Was ist mit der offensichtlichen Mißachtung des Menschenrechtes des Kindes? Zwei Männer als Vater und Mutter? Psychologische Gutachter lassen sich für Geld leicht finden.

Das Ganze ist auch ein ökumenisches Thema. Wo kommt es vor?

Warum sagt man nicht öffentlich, daß wir Advent und Weihnachten offiziell abschaffen können, weil wir für dessen Ziel und Inhalt nicht mehr fähig sind? Wer hält diese heiligen Zeiten noch? Wer beruft sich nicht auf die oberflächliche Begründung, nach der zu gelten hat, was alle tun? Hört doch auf die Aussagen unserer Regierungsvertreter!

Eine Regierung, die uns solche Antikultur vorgaukelt, hat natürlich furchtbare Angst vor Leitkultur. Sie könnte viele Stimmen kosten!

Ihr Pfarrer
Konrad Schmid

Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122. E-mail: St.Korbinian-Uhg@t-online.de Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching . Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach (Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.