Kirchenzettel
St. Korbinian
01.07. - 08.07.2001
VOLLER EINSATZ
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 13. JAHRESSONNTAG
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LESUNG I (1 Kön19,16.19-21): |
Bedenke, was ich an dir getan habe." |
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LESUNG II (Gal 5,1-13.18): |
"Laßt euch vom Geist leiten." |
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EVANGELIUM (Lk 9,51-62): |
"Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückschaut, taugt für das Reich Gottes." |
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
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Sonntag
13.Jahressonntag |
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Montag
MARIÄ HEIMSUCHUNG |
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Dienstag
Hl. Thomas, Apostel |
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Mittwoch
Hl. Ulrich +973 |
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Donnerstag
Hl. Antonius Maria Zaccaria +1539 |
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Freitag
Hl. Maria Goretti +1902 Herz-Jesu-Freitag |
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Samstag
Hl. Willibald +787 |
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Sonntag
14. Jahressonntag Hl. Kilian +689 |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 01.07. Bernhard v. Fabris +1994, Anna Dietl +1986, Hans Buhl +1996; 02.07. Georg Meier +1950, Georg Bernard +1957, Ferdinand Huber +1980, Dr.Gerwald Anderle +1992, Anna Buhl +1992, Jolhann Fellner +?; 03.07. August Wuchner +1971, Anna Geiger +1973, Therese Daffner +1976, Josef Bilke +1981, Andrea Fabian +1992, Otto Riehr +1994; 04.07. Michael Kenklies +1998; 05.07. Christine Imhof +1976, Josef Christl +1977, Marianne Hering +1983, Monika Galuschka +1987, Barbara Prechtl +1992, Rudi Engelhardt +1995, Sofie Walch +1996; 06.07. Franziska Ferstl +1963, Anna Holzeder +85, Maria Seibert +92; 07.07. Elisabeth Wellen +96, Ludwig Fink +98. |
Predigt zum 13. Jahressonntag
Ein eindrucksvolles Bild das: ein Landmann führt den Pflug mit sicherer Hand. Hinter sich die Reihen der Furchen, alle kerzengerade. Keine ist krumm. Mit Stolz kann er zurückschauen auf sein Werk. Und das andere, die andere Möglichkeit? Auch ein Pflüger. Seine Furchen sind krumm, kaum eine ist gerade. Ganz hinten steht der Gutsherr mit drohendem Blick. Ängstlich schaut der Pflüger auf sein Werk, das er verpfuscht hat. Keiner von beiden taugt für das Reich Gottes. Was gilt, ist nicht das gelungene Werk und auch nicht das erfolglose. Im Reich Gottes gelten andere Kriterien. Die Gnade wird nicht vermehrt durch das eigene Können und nicht vermindert durch die mangelnde Erfahrung. Der Erfolg wird nicht durch den Menschen bewerkstelligt und letztlich auch durch ihn nicht vereitelt. Da erinnere ich jetzt an eine Reihe idyllischer Legenden, welche besonders die Kindheitsgeschichte Jesu mit freundlichen Bildern ausmalen. Da stechen auf der Flucht nach Ägypten die Mücken nicht und nicht die Dornen; der Löwe bedroht überhaupt nicht die hl. Familie, wehrt vielmehr böse Mächte ab und Rosen blühen dort, wo es überhaupt keine gibt. So, als würde die Natur ihre freundlichste Seite zeige+n, um das Jesuskind im Kreis der hl. Familie bereitwillig aufzunehmen und in ihrem Garten zu bergen. Ein Stück Paradies kehrt zurück und verweist auf das Friedensreich, das aufzurichten Jesus in die Welt gekommen ist. Auch im Leben Jesu war es noch lange nicht so weit. Menschen verweigern ihm und seinen Aposteln die Unterkunft und auch die Natur kennt keinen Platz für ihn. „Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester. Doch der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen könnte“. Jesus erinnert heute jene daran, die bei ihm sich melden, um ihm zu folgen. „Laß die Toten ihre Toten begraben! Vor allem, wenn wir bedenken, daß im Orient eine „schöne Leich“ mitunter eine Woche gedauert hat. - Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückschaut, taugt für das Reich Gottes!“ Das Reich Gottes und die Wirksamkeit dafür verlangen ganzen Einsatz. Solcher Einsatz bieten neue Beheimatung. Neue Freunde und neue Nahrung. Neue Beheimatung: Ohne Familie? Neue Freunde: „Liebet eure Feinde, tut Gutes denen die euch verfolgen“? Neue Nahrung: “Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist“. Daß darin eine ganz neue Freiheit liegt, das zu begreifen, dazu verhilft nur die Probe aufs Exempel. Sie erweist jene Freiheit, welche die Sünde besiegt. Eine Freiheit, die keinen schalen Geschmack hinterläßt, weil sie nicht ausnützt, sondern beschenkt. Nicht ausnützt, sondern beschenkt. Das ist leicht dahingesagt. Wir brauchen dazu ein starkes Bild in unserm Herzen. Ich möchte sagen, so etwas wie eine Ikone. Der Besuch des Papstes neulich in Syrien und jüngst in der Ukraine mag uns an die Welt der Ikonen in der Ostkirche erinnert haben. Der Kunstexperte wird am Wesentlichen vorbeischauen. Dar Händler, der den Preis liest, kann nicht lesen, was die Ikone sagt. Dem Begeisterten, der seine Wohnung schmückt mit einer Ikone, die er irgendwo günstig erstanden hat, wird sein Bild auch nichts von dem Geheimnis vergegenwärtigen, das sie eigentlich offenbaren will. Ich möchte jetzt nur daran erinnern, daß die Ikone ursprünglich nur im Kloster, im Rahmen einer wochenlangen Gebets- und Fastenzeit aller Mönche und zwar von jungfräulicher Hand gemalt wird. Ich möchte davon sprechen, wie man der Ikone gegenüber tritt. Man schaut sie nicht nur an, man muß ihr in Ehrfurcht begegnen. Das ist ein ganzheitlicher Lebensvorgang. Bei einer Begegnung nimmt man das Bild dessen in sich auf, dem man gegenübersteht. Hier ist es mehr als das wahrnehmbare Bild. Es ist die Botschaft, die aus dem Bild spricht. Wie lautet die Botschaft? Das können wir gut am heutigen Evangelium erkennen. Da kommen zwei, die sich anbieten, Jesus nachzufolgen, „wohin du auch gehst“. Und ein Dritter wird von Jesus eingeladen und alle drei erhalten sie eine bittere Abfuhr. Welche Vorstellung von Jesus haben sie, welches Bild von ihm tragen sie in sich? Und wenn es um uns geht: wie können wir heute ein Bild von ihm gewinnen? Ist er uns nicht glatte zweitausend Jahre voraus? Wie kommen wir ins Gespräch mit ihm, daß er uns sagen kann, was er von uns will? Jesus sagt es einmal klar: „Wer mein Jünger sein will der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge er mir nach“. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten“. Dieses Wort hätten wir am vergangenen Sonntag im Evangelium gehört, wenn nicht das Hochfest des heiligen Johannes des Täufers gewesen wäre. Aber gerade diese Feststellung Jesu gehört auch zu seiner Botschaft. Die Liebe Gottes offenbart sich am Kreuz. Jesu Glaube, Hoffnung und Liebe Jesu offenbaren sich am Kreuz. Können wir begreifen, daß wir im Leiden mit Jesus am besten vereint sein können? Er, der vom Kreuz getragen ist, trägt uns am Kreuz. Erst im Kreuztragen werden wir Jesus wahrhaftig erkennen. Macht das nicht die Frömmigkeit? Erst dann, wenn sie uns für das Kreuz fähig gemacht hat. Das Leben zeigt viele Ecken, in denen wir unserer Kreuze verschwinden lassen können. Es gibt auch viele Buckel, auf die wir es abladen können. Es gibt aber auch viele Möglichkeiten, bei denen das Kreuz sich uns anbietet. Und das sind zuerst die ganz kleinen Freuden, die wir im Alltag schenken können. Das sind die vielen Dienste, mit denen wir Frieden stiften. Das sind die vielen Warteschlangen, in denen wir uns in Geduld üben können und nicht durch Nörgele das Schwere noch vergrößern. So
entsteht in uns die unverwechselbare Ikone, die uns stärkt, die uns
vielleicht stumme Antwort gibt, die uns Gottes Willen erkennen läßt. Die
uns hilft, daß wir keine Begegnung zu fürchten brauchen, sondern unser
Vertrauen stärkt. Und wenn wir schon zurückschauen, wird uns das
Kommende mehr interessieren das das Vergangene. |
TERMINE
Die Pfarrei ist
Ihrer Mitarbeit Wert!
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Wir freuen uns, daß im Juli ein junger polnischer Ordenspriester bei uns zu Gast weilt: P. Jazek Mikulski SAC (Palottiner). Er möchte seine Deutschkenntnisse verbessern, zugleich wird er gerne seelsorgliche Mithilfe leisten. Wir wünschen ihm dazu Gottes Segen! Das PFARRFEST wird am Sonntag, 22. Juli stattfinden. Stellenangebot der Caritas-Sozialstation Konzertangebot siehe Kirchenzettel Hardcopy |
Kath.Pfarramt St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86,
Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
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Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd. des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.