Kirchenzettel
St. Korbinian
DAS LEIDEN
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM 5. FASTENSONNTAG
LESUNG I (Jes 43,16-21): |
"Schaut her, nun mache ich etwas Neues." |
LESUNG II(Phil 3,8-14): |
"Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung." |
EVANGELIUM (Joh 8,1-11): |
"Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein." |
DIE FROHE BOTSCHAFT ZUM PALMSONNTAG
LESUNG I (Jes 50,4-7): |
"Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück." |
| LESUNG II(Phil 2,6-11): | "Er erniedrigte sich." |
| EVANGELIUM (Lk 22,14-23,56): | "Doch seht, der Mann, der mich verrät und ausliefert, sitzt mit mir am Tisch." |
Gebetsanliegen
des Papstes für April:
1. daß die Menschen gottgeweihten Lebens den Geist der Seligpreisungen in der
heutigen Zeit ausstrahlen.
2. Daß in Ruanda die Jahrhundertfeier der Kirche die christliche Geschwisterlichkeit
stärke und die nationale Versöhnug voranbringe.
G O T T E S D I E N S T O R D N U N G
Sonntag
5. Fastensonntag |
Montag Hl. Franz von Paola +1507 |
Dienstag |
Mittwoch Hl. Isidor v. Sevilla +633 |
Donnerstag sel. Kreszentia Höß +1744 |
Freitag Hl. Wilhelm +1203 Herz-Jesu-Freitag |
Samstag Hl. Johannes Baptist de La Salle +1719 |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: : 01.04. Josef Prenn +1983, Jakob Karl +1993, Sr.M.Nicetina Danhofer +1997, Sr.M.Wenefrieda Helmrich +1998; 02.04. Lorenz Weichlgartner +1961, Franziska Gschwandtner +1979, Max Paul Schulz +1981, Erich Hirsch +1990; 03.04. Franz Schabinger +1952; 04.04. Theresia Behr +1957, Oswald Falke +1967, Karl Ober +1982, Richard Brabec +1991, R(udolf?) Heusler +1992, Therese Messerer +1998, Maria Theresia Haidu +1998, Sr.Ulpiana Konrad +2000; 05.04. Andreas Neumann +1935, Andreas Brücklmeier +1990, Ernst Grego +1996; 06.04. Erwin Lanzinger +1979, Clemens Baumgart +1987, Zenta Wagner +1993, Adolf Hering +1996, Josef Schneider +1997; 07.04.Lina Zrenner +1987, Johanna Reinhardt +1988, Christa Kindiger +2000; |
G O T T E
S D I E N S T O R D N U N G

Sonntag
PALMSONNTAG Sammlg. für das Hl. Land |
Montag |
Dienstag |
Mittwoch |
Donnerstag
GRÜNDONNERSTAG |
Freitag
KARFREITAG - FAST nd ABSTINENZTAG |
Samstag
KARSAMSTAG |
Sonntag
OSTERSONNTAG |
Gedenktage
| GEDENKTAGE: 09.04. Jakob Windstoßer +1964, Maria Sondermaier +1974, Anna Maier +1977, Ludwig Kottmüller +1980, Karl Hofstetter +1989, Norbert Pytlik +1990, Elisabeth Maier +2000; 10.04. Karl Fellner +1969, Margarethe Donhauser +1974, Therese Glas +1974, Josef Ritzl +1991, Paul Sinda +1992, Anna Hahn +1993, Elisabeth Killinger +1995, Helmut Baschnegger +1997; 11.04. Karl Swoboda +1950, Maria Absmeier +1975, Joseph Wachter +1980, Josefine Büttner +1992; 12.04. Ottilie Zettler +1939, Johann Wochner +1991, Martha Wenzel +1997, Paula Beldner +1998; 13.04. Magnus Schmid +1977, Rudolf Eberle +1989, Friedrich Calzavara +1992, Magdalena Schrafstetter +1993, Helmut Sturm +1995; 14.04. Franz Fußeder +1980. |
Predigt zum 5. Fastensonntag
"Denn wiederum kommen die Tage, die seinem heilbringenden Leiden und seiner glorreichen Auferstehung geweiht sind". So singen wir heute in der Präfation der hl. Messe und vergegenwärtigen damit das, woran wir dankbar denken, wie der Herr uns aufgetragen hat, als er sprach: Tut dies zu meinem Gedächtnis. Wahrlich, nichts darf unserem Gedächtnis verloren gehen von all dem, was Jesus für uns getan und gelitten hat. Darum führen die Tage, die uns jetzt noch von Ostern trennen, den Namen Passionszeit, Leidenszeit. Und weil es damit auch um unser Mitleiden geht, können wir mit Recht von einer Vergegenwärtigung der heilsamen Ereignisse sprechen. Mitleiden bedeutet hier mehr als bloß emotionale Anteilnahme, um die es natürlich auch geht. Mitleiden heißt hier, in das Leiden des Herrn eingehen, sein Leiden an uns sich verwirklichen lassen. Unter dem Kreuz stehen, unsere Leiden mit seinem Leiden zu vereinen, damit keine Unzufriedenheit in unserem Herzen entstehe und kein Nörgeln am Willen Gottes.Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinem Leiden: sein Tod soll mich prägen, so haben wir in der zweiten Lesung die Worte des hl. Paulus an die Philipper gehört. So fließt unser persönliches Mitleiden ein in die sakramentale Gegenwärtigsetzung des Todesleidens und der Auferstehung Jesu Christi. Ja, das Leiden hat einen großen
Sinn. Das Leiden ist nichts Überflüssiges in unserem Leben. Die Welt ist geprägt davon
an allen Ecken und Enden. Wir kommen ihm nicht aus. Wenn Wissenschaft und Technik uns zwar
mit viel Annehmlichkeiten, ja Vergnügungen beschenken, so sollten wir bereit sein, ein
gutes Maß dafür zu bezahlen an Nächstenliebe, an Hilfsbereitschaft und den Willen zu
teilen, Das Fastenopfer MISEREOR, Das die Kirche heute von uns für die Armen in der
weiten Welt erbittet, gibt uns eine gute Gelegenheit dazu. Denn niemand kann vor
Gott ein Recht dafür einklagen, es besser zu haben als andere, die nichts dafür können.
Wir können uns dabei am Beispiel Jesu aufzurichten und an den vielen Beispielen der Heiligen, um mit ihnen einst an der Herrlichkeit der Auferstehung teilzubekommen. So lernen wir Ja zu sagen. Jenes Wörtlein zu gebrauchen und gerne zu Gott zu sagen, mit dem die Jungfrau Maria unseren menschlichen Anteil in die Erlösungsbereitschaft ihres göttlichen Sohnes eingebracht hatte Damals, als er nach der Botschaft des Engels sich anschickte, Mensch zu werden. So lernen wir in solchem leidvollen Dialog mit Gott unsere menschliche Freiheit. Manche Fachleute der Bibelwissenschaft forschen hier an der Realität der Erlösung vorbei. Sie stellen zwar ganz richtig eine auffallende Übereinstimmung der Ereignisse der Leidensgeschichte Jesu fest mit verschiedenen Aussagen der hl. Schrift des Alten Bundes. Eine typische Stelle dafür werden wir am Palmsonntag hören, wenn der Prophet Jesaja in seinem 50. Kapitel schreibt: Meinen Rücken bot ich denen, die mich schlugen, meine Wangen denen, die mir den Bart ausrissen, mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähung und Speichel. Und am Karfreitag: Man gab ihm bei den Frevlern sein Grab und bei Übeltätern seine Stätte, obwohl er kein Unrecht getan und kein Betrug sich in seinem Munde fand. Da behaupten gescheite Forscher, die Evangelisten hätten auf die Phantasie der ersten Christen geschaut und diesen Befund dann niedergeschrieben, so daß daraus eine brauchbare Bestätigung verschiedener Prophetien über den leidenden Messias herauskam und so Jesus von Nazareth als der von Gott geschickte Messias erwiesen werden konnte. Daraus ist dann nach solchem Urteil das Neue Testament mehr erdichtet worden, als daß es verlässig berichten würde. Jesu Leiden hat sich ganz konkret aus den Verhaltensweisen seiner Wahrhaftigkeit ergeben, mit der er den Menschen begegnet ist, so auch heute mit der Sünderin. Die Prophetien des Alten Testamentes ergeben sich bei genauem Hinsehen übrigens aus der ganz einfachen, inneren Konsequenz der Bosheit beim Menschen, wie sie dann gegenüber Jesus Christus exemplarisch verwirklicht hat. Die Situation. Jesus hatte sich mit seinen widerstrebenden Jüngern wieder nach Jerusalem begeben, trotz der schlimmen Erwartung, die damit verbunden war. Auf der anderen Seite waren seine Gegner sehr vorsichtig, um nicht zu sagen feige. Sie vermieden, offen an Jesus Hand anzulegen. Da kam ihnen eine willkommene Gelegenheit, Jesus in die Falle zu locken. Die Sünderin brachten sie daher und stellten sie in die Mitte. Jetzt wird sich was entscheiden gegen Jesus. Ist das Verhalten Jesu besondere Klugheit? Ist es Raffinesse? Jedenfalls antwortet Jesus in seiner unschlagbar wahrhaftigen Weise auf das Ansinnen der Gegner. Ihr könnt ruhig das Gesetz erfüllen. Werft eure Steine, wie das Gesetz es will. Aber denkt an ein noch höheres Gesetz. Demzufolge sagt er: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein! Hat Jesus da sich besonders schützend vor die Frau gestellt, vielleicht weil sie in dieser Männergesellschaft Frau ist? Hast er gar ihre Sünde entschuldigt? Ich finde davon keine Spur. Hat er die Ausgegrenzten in die Gesellschaft einfach zurückgeholt? Ich sehe jedenfalls kein ideologisch begründetes Verhalten bei Jesus. Jesus hat auch niemand verurteilt, weder die Frau, noch die Männer. Aber eines hat Jesus getan und das mit Deutlichkeit: Jesus hat die Wahrhaftigkeit in die Mitte gestellt. Da bleibt Sünde, was Sünde ist: Geh hin und sündige nicht mehr! Da bleibt Scheinheiligkeit, wo solche vorhanden ist: Alle sind sie weggegangen. Jesus verurteilt nicht. Hat er der Frau verziehen? Das steht nicht da. Wir müssen auf solche Nuancen achten. Verzeihen kann auch Jesus nur, wo Einsicht geschieht und Reue, davon ist nicht die Rede. Aber Jesus weist den ersten Schritt: Sündige nicht mehr! Die Ideologen sollen genau hinschauen und den Text meditieren, bevor sie verlogene Schlüsse ziehen und an die Kirche unmögliche Forderungen stellen. Jesus ist nie zu den Zöllnern gegangen und zu den Dirnen und den Lesben oder Schwulen: lebt ruhig so weiter wie bisher, ich will euch nur aus eurer Ausgrenzung herausholen. Die andern sollen endlich lernen, mit euch zu leben, es gibt sowieso nichts Normales in unserer Welt. Vielmehr hat er gesagt und das deutlich: Sündigt nicht mehr! Das ist das eine. Das andere ist der Zusammenhang mit Jesu Weg zum Kreuz. Das heutige Evangelium nach Johannes ist als eine der ersten Kreuzwegstationen zu werten. Fürs erste sind die Pharisäer weggegangen. Aber bald wird die Situation eskalieren. Ihre Wut gegen Jesus steigert sich von Mal zu Mal und Jesus geht der Entscheidung nicht aus dem Weg. Hier trifft bereits zu, was im zweiten Meßkanon gesagt wird: Am abend, da er sich freiwillig dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot.... Jesus ist nicht einfach menschenfreundlich und gut. Er ist viel mehr. Er nimmt klar und entschieden die Konsequenz auf sich. Er verhält sich so, wie er ist, obwohl er genau weiß, wie alles hinausgehen wird. Beim Leiden und beim Sterben wird er damit nicht aufhören. Er weiß: er wird auferstehen. Auch wenn die Jünger das gar nicht begreifen wollen und das macht die Situation menschlich für ihn nicht leichter. Aber es hat nichts zu tun mit seiner Entschiedenheit. Da zeigt sich für den Weg der Kirche eine entscheidende Orientierung. Das Hirtenamt der Kirche besteht nicht daran, etwas zu tun, was in der Zuständigkeit des Staates und seiner Sozialpolitik steht. Sie darf nicht einfach aus Steinen Brot machen, damit wir es besser haben. Der Versucher gesellt sich zu Jesus und zur Kirche. Sie darf nicht einfach das Beispiel Jesu menschlichen Bedürfnissen angleichen und dabei seine Gottheit hintansetzen. Die Kirche muß der Wahrheit Zeugnis geben und darf dabei nicht auf Erfolg oder Mißerfolg schielen. Die Menschen sind nicht nur Jesus nachgefolgt. Die Leute sind vor ihm auch weggelaufen, wenn es darauf ankam. In Kapharnaum sind die Leute sogar alle davongelaufen. Um die Frage der Eucharistie war es gegangen: ist dieses Brot der Leib Christi oder nur Symbol dafür? Das Brot, das ich euch geben werde, ist mein Fleisch und ich gebe es hin für das Leben der Welt. In Fragen der Wahrheit gibt es keine Kompromisse. Da muß die Kirche Zeugnis geben, sonst verschwimmt alles. 'Bleiben wir doch auf dem Boden der Realität! Wenn die Kirche nicht an der Wahrheit der Eucharistie festgehalten hätte, dann hätten die Protestanten bis heute kaum das Abendmahl wiederentdeckt. Wenn die Kirche nicht an der Unauflöslichkeit des Ehesakramentes festhalten würde, dann hätten wir fast bloß noch Waisenkinder. Die Sozialisten würden sie in ihre Kinderkrippen schon aufnehmen! Die Ehrfurcht vor der Frau, die Jesus uns heute lehrt, besteht nicht im Hinwegwischen einer Schuld, sondern in der Wahrhaftigkeit ihrer Berufung. Jesus hat zur Frau nicht gesagt: du gehst jetzt auch zu den Aposteln, damit du später im Abendmahlssaal dabei bist. Wir brauchen nämlich Priesterinnen, damit den Leuten ihre Ansprüche auf die Meßfeiern erfüllt werden können, zu denen sie übrigens mehrheitlich gar nicht hingehen. Mutterschaft und Kind sind nun einmal die ganz besondere, unverwechselbare Berufung der Frau, ob sie eines hat oder nicht. Wirtschaft und Politik müssen vor dieser hohen Würde klein werden und sich beugen und nicht umgekehrt. Sonst gibt es beide nur als big brother oder big sister. Wenn heute schon die Natur und ihre Schätze so
viel gelten und die Behutsamkeit des menschlichen Zugriffs, warum verwischt man dann ihre
Grenzen und vermischt und vergiftet ihre Schätze vor allem beim Menschen und beutet sie
seelisch aus? Die Würde des Menschen bleibt nur erhalten innerhalb ihrer Grenzen. |
Termine und Mitteilungen
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Kath.Pfarramt
St.Korbinian, Unterhaching, Friedensplatz 3, Tel: 61 90 86, Fax 6116122.
E-mail: St.Korbinian.Unterhaching@erzbistum-muenchen.de
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de/stkorbinianunterhaching
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Bürostunden: Mo.-Fr. 09.00-11.00. Mo.-Do. 14.00-16.00 Uhr. Sprechstd.des Pfarrers (Konrad
Schmid): Mittwoch 17.00-18.00 u. nach (tel.) Vereinbarung. Diakon (Nikola Capin): nach
(Mob-tel. 0170-2173498) Vereinbarung.